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Zuchtgenehmigung für Wellensittiche

Zuchtgenehmigung für Wellensittiche

Zuchtgenehmigung für Wellensittiche

In Deutschland dürfen Wellensittiche nur von Menschen gezüchtet werden, die im Besitz einer amtlichen Zuchtgenehmigung sind. Die Zucht von Wellensittichen ist genehmigungspflichtig, weil man verhindern möchte, dass sich Krankheiten, wie die Psittakose, ungehindert verbreiten können.
Die Psittakose, auch Papageienkrankheit genannt, ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die auch auf den Menschen übertragen werden kann. Früher starben viele infizierte Menschen an ihr. Heute gibt es gut wirksame Medikamente, aber es sterben immer noch bis zu 5 % der erkrankten Menschen an der Psittakose. Durch die Erfassung aller Züchter kann man leicht herausfinden, woher ein erkrankter Welli stammt und man hofft, so den Ursprung der Krankheit herausfinden. Die Behandlung und die Eindämmung der Psittakose sind auf diese Weise viel effektiver. Heute wird jedoch diskutiert, ob die Zuchtgenehmigung für Wellensittiche abgeschafft werden sollte, da es deutlich weniger Todesfälle gibt.

Zuchtgenehmigung für Wellensittiche beantragen

Eine Zuchtgenehmigung bekommt man beim Veterinäramt oder beim Ordnungsamt. Die Zuständigkeit ist nicht länderübergreifend geregelt, deshalb muss man sich vor Ort erkundigen, welches Amt zuständig ist. Ist geklärt, woher man die Zuchtgenehmigung erhält, kann man schriftlich einen formlosen Antrag auf Erteilung einer Zuchtgenehmigung einreichen.
Eine Zuchtgenehmigung gilt nur für die Adresse, für die sie auch beantragt wurde. Bei einem Umzug muss sie neu beantragt werden, egal ob man in ein anderes Bundesland oder nur zwei Straßen weiter zieht. Außerdem gilt die Zuchtgenehmigung nicht für alle Zeiten, sondern kann jederzeit widerrufen werden.

Wann bekomme ich die Zuchtgenehmigung für Wellensittiche?

Um eine amtliche Zuchtgenehmigung für Wellis zu erhalten, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:
– Alter: Mindestens 16 Jahre
– Zuverlässigkeit: wird in einigen Gemeinden durch ein Führungszeugnis belegt
– Räumlichkeiten: ausreichend große und gut ausgestattete Volieren/Käfige und ein Quarantäneraum, in dem erkrankte Vögel separiert werden können. Dieser Raum muss leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein, weshalb Fußboden und Wände mit Fliesen oder

Beton ausgestaltet sein sollten. Der Quarantäneraum sollte möglichst außerhalb der Wohnung liegen, meist wird jedoch ein zweites (unbenutztes) Badezimmer akzeptiert. Räumlichkeiten und Unterbringung der Wellensittiche werden vom Amtstierarzt überprüft. In einigen Gemeinden erfolgt eine jährliche Kontrolle der Zucht.
– Sachkundenachweis: erfolgt durch eine mündliche oder schriftliche Prüfung, die in der Regel vom Amtstierarzt abgenommen wird.

 

Zuchtgenehmigung Fragen

Um eine Zuchtgenehmigung für Wellensittiche zu erhalten, muss ein Sachkundenachweis erbracht werden. Bei der Prüfung werden Fragen zu den Themen Ernährung, Haltung und Zucht von Wellensittichen gestellt. Außerdem werden Ihre Kenntnisse über die Rechtsgrundlagen der Sittichhaltung geprüft. Dazu gehören das Tierschutzgesetz, das Bundesseuchengesetz, das Tierseuchengesetz und die Psittakose-Verordnung. Welche Prüfungsfragen im einzelnen gestellt werden, kann man nicht vorhersagen, da jeder Amtstierarzt seine Fragen individuell stellt.

Kosten der Zuchtgenehmigung für Wellensittiche

Auf die Frage „wie teuer eine Zuchtgenehmigung für Wellensittiche “ kann man keine allgemein gültige Antwort geben, denn die Preise variieren von Gemeinde zu Gemeinde. Die Preisunterschiede können enorm groß sein, meist liegen die Kosten jedoch zwischen 15 € und 250 €.
Nach Erhalt der Zuchtgenehmigung benötigen Sie ein Zuchtbuch, dass Sie regelmäßig führen müssen.
Das kostet noch einmal ein paar Euro. Auch für Fußringe und Ringzange müssen Sie noch etwas Geld einplanen.

 

Wellensittiche züchten oder Zuchtgenehmigung

Wellensittiche darf man niemals ohne Zuchtgenehmigung brüten lassen. Auch wenn man die Jungtiere nicht verkaufen sondern für sich behalten oder verschenken möchte, benötigt man auf jeden Fall eine Zuchtgenehmigung. Züchten ohne Zuchtgenehmigung kann für den Züchter sehr teuer werden, denn er muss mit einer Strafe rechnen, die einige 1000 € betragen kann. In einigen Fällen beläuft sich die Anfangsstrafe sogar auf über 3500 €.

Braucht man eine Zuchtgenehmigung für Wellensittich?

Wenn Sie eines Tages überraschend Eier finden, die Ihre Wellensittiche gelegt haben, müssen Sie eine Ausnahmegenehmigung für die Zucht beim Veterinäramt oder Ordnungsamt beantragen. Der Amtstierarzt wird Ihnen in der Regel bei Fragen zur Aufzucht behilflich sein.

Tipp: Bitte verheimlichen Sie eine Brut auf keinen Fall. Spätestens wenn ein Wellensittich aus nicht genehmigter Zucht zum Tierarzt muss, fällt auf, dass er aus einer illegalen Zucht stammt, da er keinen Fußring trägt

Info: Ausführliche Informationen über Wellensittich Zucht, was man benötigt um Wellensittiche zu züchtenFußringe,  Züchter, Nistkästen, Küken, Brut und Balz, Eier, Aufzucht der Nestlinge, Farbschläge, Standardwellensittiche und Hansi-Bubis,  Schauwellensittiche und wie Sie Wellensittiche zum brüten beziehungsweise davon abhalten können, erhalten Sie auf unseren Seiten.

 



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