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Wellensittich Verhalten

 

Das Verhalten von Wellensittichen ist hauptsächlich durch ihr Leben in einer Gruppe geprägt. Das sieht man unter anderem daran, dass die Tiere eines Schwarmes fast immer alles gleichzeitig tun. Sie fressen, schlafen, fliegen und putzen sich zur selben Zeit. Wenn ein Vogel gerade nicht im Blickfeld ist, werden zwischen dem Schwarm und dem Einzeltier permanent Rufe ausgetauscht.
Wellensittiche verwenden viel Zeit auf den Aufbau sozialer Kontakte. Verhaltensweisen wie Kraulen, Schnäbeln und gegenseitiges Füttern dienen der Festigung von Beziehungen und finden nicht nur zwischen Paaren sondern auch zwischen befreundeten (gleichgeschlechtlichen) Wellensittichen statt.
Wenn man die Wellensittiche im Umgang miteinander beobachtet, sieht wie liebevoll, zärtlich und ausdauernd sie miteinander umgehen, versteht man, dass einzeln gehaltene Wellensittiche extrem traurig und einsam sind. Die geringe Zeit (selbst wenn es einige Stunden täglich sind), die Menschen mit ihnen verbringen, kann kein ausreichender Ersatz für einen Wellensittich-Partner sein.

 

Leben im Schwarm

Wellensittiche sind intelligente Vögel, die individuell sehr unterschiedliche Charaktere haben. Allen gemeinsam ist jedoch ihre Vorliebe für ein gemeinschaftliches Leben in einer Gruppe mit anderen Wellensittichen. Im Schwarm bilden sich Paare und Freundschaften, die im Laufe der Zeit auch wechseln können. Einige Tiere gehen keine Partnerschaft ein, haben aber Frauen- bzw.


Männerfreundschaften. Bei Anderen ist die Paarbindung so stark, dass sie ein Leben lang hält.
Eine Gruppe Wellensittiche zu beobachten, kann sehr interessant sein. Man sieht Freundschaften, Sympathie und Liebe zwischen den einzelnen Schwarmmitgliedern, aber auch Eifersucht, Feindschaften, Antipathie und das Zerbrechen von Freundschaften.

 

Verhalten bei Männchen und Weibchen

Der Großteil des Verhaltensrepertoires bei Wellensittichen ist nicht geschlechtsspezifisch. Man kann jedoch beobachten, dass die Hennen mehr nagen, die Hähne dafür mehr „erzählen“.
Wichtig bei der Zusammenstellung eines Schwarms ist, dass die Männchen aktiver in der Kontaktpflege sind, während die Weibchen meist darauf warten, dass jemand den ersten Schritt unternimmt. Hält man nur Weibchen, kann das fatale Folgen haben, da keines der Tiere den Anfang macht, aufeinander zuzugehen. So kann es passieren, dass man zwei oder mehr Wellensittiche in einer Gruppe hat, und trotzdem alle einsam sind.

 

Wellensittiche und Kraulen

Wellensittiche verbringen viel Zeit damit, sich gegenseitig zu kraulen. Dabei bietet ein Vogel einem anderen seinen Kopf mit aufgeplustertem Gefieder an. Der aktive Sittich krault mit seinem Schnabel dann Kopf und Hals und man kann deutlich sehen, wie sehr der passive Vogel diese Prozedur genießt. Oft werden nach einiger Zeit die Rollen getauscht. Das Kraulen dient der Paarbindung, der Reinigung (ein Wellensittich kann sich am Kopf nur durch Kratzen mit den Füßen putzen) und hat einen stark beruhigenden Effekt. Häufig sieht man auch, dass kranke Vögel von ihren Partnern vermehrt gekrault werden.

 

Schnäbeln und Füttern bei Wellensittichen

Wellensittiche schnäbeln häufig miteinander und füttern sich, indem sie Nahrungsbrei hervorwürgen und dem anderen Vogel direkt in den Schnabel geben. In der Regel betteln die Hennen, indem sie den Schnabel öffnen und einen Laut von sich geben. Das Männchen würgt dann den Nahrungsbrei hervor und gibt ihn der Henne direkt in den Schnabel. Das Weibchen kann so schon mal testen, ob der Hahn zuverlässig ist, denn während der Brutphase sitzt sie auf den Eiern ist darauf angewiesen, vom Hahn mit Nahrung versorgt zu werden.


 

Wellensittiche Spielen und Nagen

Spielen, Nagen und Knabbern gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen von Wellensittichen. Mit großer Ausdauer nagen sie an Büchern, Tapeten, Bildern und (giftigen) Pflanzen. Manchmal kann man sie etwas ablenken, indem man viele Äste und Spielzeuge anbietet. Erziehen kann man Sittiche jedoch nicht. Vor der Anschaffung der Tiere sollte man sich deshalb genau überlegen, ob man ein Zimmer so herrichten kann, dass keine Dinge vorhanden sind, die nicht angeknabbert werden dürfen oder ob man es erträgt, wenn viele persönliche Sachen zerstört werden. Auch sollte man täglich mit den Vögeln spielen und trainieren. Die Wellensittiche nur in einem Käfig zu halten, wäre Tierquälerei. Im Zweifelsfall sollte lieber auf einen Kauf der Vögel verzichtet werden.

 

Wellensittiche Balzen

Zur Balz gehören mehrere Verhaltensweisen, mit denen der Hahn die Henne in Paarungsstimmung versetzen möchte. Er sucht dazu dauernd ihre Nähe und zwitschert leise mit aufgestelltem Kopf- und Kehlgefieder. Mit seinem Schnabel tippt er gegen den der Henne und wackelt mit dem Kopf, was fast wie eine Verbeugung aussieht. Auch das schon beschriebene Kraulen, Schnäbeln und Füttern ist ein wichtiger Teil des Balzens.

 

Flügelstrecken bei Wellensittichen

Wenn Wellensittiche die Flügel spreizen oder strecken, kann das mehrere Bedeutungen haben. Bei großer Hitze versuchen sie, sich durch Flügelstrecken und heftiges Atmen mit leicht geöffnetem Schnabel abzukühlen. In diesem Fall sollte man dringend für Abkühlung sorgen. Auch wenn Wellensittiche ursprünglich aus Australien stammen, vertragen sie direkte Sonneneinstrahlung oft nicht besonders gut. Deshalb sollten Käfig/Voliere so platziert sein, dass die Vögel sich immer an einen schattigen Platz zurückziehen können.
Werden die Flügel nach dem Schlaf kurz angehoben, reckt und streckt sich der Wellensittich lediglich. Häufigeres leichtes Abstellen der Flügel kann jedoch ein Zeichen für Atemnot oder Schmerzen sein. Zeigt der Wellensittich dieses Verhalten häufiger oder kommen noch weitere Krankheitsanzeichen hinzu, sollte man einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen.

 

Gefieder schütteln bei Wellensittichen

Mehrmals täglich kann man beobachten, dass Wellensittiche sich kurz aufplustern und anschließend schütteln. Das dient dazu, sich den Staub aus den Federn zu schütteln oder das Gefieder zu ordnen. Neben diesen hygienischen Aspekten erfüllt das Gefiederschütteln noch weitere Funktionen. So setzen die Wellensittiche es ein, um eine Handlung zu beenden bzw. eine neue einzuleiten, beispielsweise den Übergang zwischen Ruhen und Aktivität oder nach dem Kraulen oder Schnäbeln. Auch scheinen sie innere Anspannungen durch das Schütteln abzubauen, denn man sieht es oft, wenn sie angst hatten, sich erschreckt haben oder unsicher sind. Schütteln sie sich, ist das Schlimmste meist überstanden und der Vogel wirkt wieder ruhiger.


 

Entspannte Wellensittiche

Wellensittiche, die entspannt und gut drauf sind, erkennt man daran, dass sie aufrecht auf beiden Füßen sitzen, ihr Gefieder am Körper anliegt oder leicht aufgeplustert ist, die Kopffedern aufgestellt und die Pupillen verengt sind und die Brust vorgeschoben ist. Wenn sie dann noch leise vor sich hin erzählen, ist die Wellensittichwelt in Ordnung.

 

Ängstliche Wellensittiche

Wenn Wellensittiche ängstlich sind, sieht man das daran, dass sie das Gefieder eng an den Körper legen, sich lang und dünn machen und sich, in der Hoffnung so von Feinden nicht gesehen zu werden, nicht mehr bewegen. Bei sehr großer Angst stellen sie die Flügel vom Körper ab, um jederzeit losfliegen zu können.
Reagiert ein Wellensittich mit Angst, wenn seine Menschen sich ihm nähern, sollte man besonders behutsam mit ihm umgehen. Sprechen Sie viel, aber leise und ruhig mit ihm. Sie sollten sich einem ängstlichen Vogel nur bis zu dem Punkt nähern, an dem er noch entspannt ist. Um diesen Punkt nicht jedes Mal wieder neu austesten zu müssen, kann man ihn mit einem Klebeband am Boden markieren. Aus der Entfernung, die der Wellensittich angstfrei zulässt, sollte man freundlich mit ihm sprechen, summen oder singen. Diese Übung wiederholt man so lange, bis der Vogel keine Furcht mehr zeigt. Erst dann kann man sich ihm weiter nähern.
Vermeiden Sie Lärm und Hektik. Schauen Sie den Vogel nie direkt an, sondern drehen ihren Kopf zur Seite. Da Sittiche häufig Opfer von Raubtieren werden, ist für sie der frontale Anblick in unser Gesicht sehr beängstigend. Bieten Sie einem Wellensittich hingegen Ihre Seitenansicht, beruhigen Sie ihn damit. Schauen Sie ihn frontal an, sollten Sie Ihre Augen immer wieder schließen, um ihm Gelassenheit und Ruhe zu demonstrieren.

 



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