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Trichomonaden bei Wellensittichen

Trichomonaden (Trichomonas gallinae und Trichomonas colmubae) sind Endoparasiten, von denen Wellensittiche relativ häufig befallen werden. Sie dringen über die Kropfschleimhaut in das Gewebe ein. Im Kropf rufen sie Reizungen oder Entzündungen hervor, auf denen sich häufig auch andere Parasiten und Bakterien niederlassen. Bei längerer Erkrankungsdauer werden auch innere Organe von den Trichomonaden schwer, und teilweise irreversibel, geschädigt.
Man erkennt eine Trichomoniasis an allgemeinem Krankheitsverhalten der Wellensittiche (Apathie, erhöhtes Schlafbedürfnis, aufgeplustertem Gefieder, Gewichtsabnahme etc) und an häufigem Erbrechen von Futter und Schleim, trockenem Würgen und Atemnot. Wird ein erkranktes Tier nicht adäquat behandelt, führt die Trichomoniasis häufig zum Tod.
Trichomonaden sind hochgradig ansteckend. Sie werden über das Trinkwasser, durch Schnäbeln und die gegenseitige Fütterung der Wellensittiche übertragen.


 

Therapie der Trichomonaden bei Wellensittichen

Besteht der Verdacht, dass Wellensittiche von Trichomonaden befallen sind, sollte sofort ein auf Vögel spezialisierter Tierarzt aufgesucht werden. Durch einen Kropfabstrich kann die Diagnose bestätigt werden. Danach wird allen Wellensittichen, mit denen das erkrankte Tier Kontakt hatte, ein Medikament (z.B. Ridzol, Chevikol, Spartrix) verabreicht. Während der Behandlung sollte auf die Fütterung von Obst und Grünfutter verzichtet werden. Essig oder Apfelessig ist, hingegen anderslautender Meldungen, gegen Trichomonaden absolut unwirksam!!
Es ist unbedingt notwendig, alle Vögel zu behandeln, da Trichomonaden extrem infektiös sind und auch nicht erkrankte Vögel Träger der Parasiten sein können und somit die Gefahr besteht, dass der gesamte Bestand infiziert wird. Werden die Medikamente in einem frühen Stadium der Erkrankung verabreicht, sind sie sehr wirkungsvoll. Im Spätstadium sind leider viele Wellensittiche nicht mehr zu retten. Deshalb ist es sehr wichtig, schon frühzeitig einen Tierarzt aufzusuchen.

 

Vorbeugung und Behandlung bei Trichomonaden

Da Trichomonaden sich über das Wasser verbreiten, ist es erforderlich, alle Wassernäpfe und Badewannen zu desinfizieren. Dazu spült man die Gefäße mit kochendem Wasser aus und lässt sie etwa 2 Tage trocknen. Das ist notwendig, da die Trichomonaden ohne Wasser

nicht überleben können. Das Austrocknen der Trink- und Badegefäße muss mindestens während der gesamten medikamentösen Therapie beibehalten werden. Als Vorsorgemaßnahme gegen einen erneuten Befall, ist die Anschaffung eines zweiten Satzes Trinkgefäße zu empfehlen. So kann man die Behälter auch nach der Behandlung täglich wechseln und völlig austrocknen lassen. Das Risiko einer weiteren Trichomonadeninfektion wird deutlich reduziert.

 



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