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Wellensittiche

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Wellensittiche

Der Wellensittich (Melopsittacus undulatus), auf englisch Budgerigar oder kurz Budgie genannt, ist die einzige Art der Gattung Melopsittacus und zählt zur Familie der eigentlichen Papageien (Psittacinae).
Ursprünglich kommen Wellensittiche aus Australien, wo sie zu den am häufigsten vorkommenden Vogelarten des Kontinents gehören. Aber auch in der Heimvogelhaltung ist der Wellensittich kein Unbekannter. Sowohl in Deutschland als auch weltweit gibt es wohl keinen Vogel, der so häufig in menschlichen Haushalten lebt, wie dieser kleine Papagei. Die Gründe dafür sind vielfältig. Wellensittiche sind liebenswerte, kluge, verspielte und zutrauliche Hausgenossen, die leicht zu züchten sind und keine besonders großen Herausforderungen an ihre Haltung stellen. Sie haben sich an das Leben mit Menschen angepasst und fühlen sich dort wohl, wenn sie ausreichend Freiflug, Beschäftigung, gesundes Futter, einen großen Käfig (oder Voliere) und mindestens einen Partner erhalten.

 

 

Wellensittich Schwarm

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im Schwarm fühlen sich Wellensittiche am wohlsten

Der Wellensittich ist ein Schwarmvogel. In freier Natur lebt er normalerweise in Gruppen von mindestens 10-50 Tieren. Im Schwarm können die sehr sozialen Tiere Kontakte zu ihren Artgenossen pflegen. Zudem bietet ein großer Schwarm mehr Sicherheit vor Fressfeinden. In Australien werden Wellensittiche häufig von Greifvögeln gejagt und je größer ein Wellensittichschwarm ist, desto schwieriger wird es für den Beutejäger, sich auf ein einzelnes Tier zu fixieren und es zu schlagen. Die Überlebenschance für einen einzelnen Vogel ist deshalb in einer großen Gemeinschaft deutlich höher.
Wellensittiche bilden die größten Schwärme aller Papageien- und Sitticharten. In durch Wasser- und Futtermangel hervorgerufenen Notzeiten sieht man des Öfteren Wellensittichschwärme mit über tausend Vögeln. Besonders beeindruckend sind Schwärme mit schätzungsweise 100.000 Vögeln. Diese riesigen Ansammlungen sollen den Himmel verdunkeln, wenn sie über einen hinwegfliegen. Sie werden auch als „grüne Wolke“ bezeichnet. Berichte über diese grünen Wolken existieren schon seit fast 200 Jahren, da sie jedoch lange Zeit nicht mehr gesichtet wurden, galten sie als eine Art modernes Märchen. In den letzten Jahren wurden jedoch mehrfach solche riesigen Schwärme entdeckt und auch fotografiert (z.B. durch Roland Seitre).

 

Wellensittich Lebensraum

Wellensittiche leben überwiegend im Inneren Australiens, man kann sie aber fast auf dem gesamten Erdteil finden. Nur die Waldgebiete, Tasmanien und die Küstenstreifen werden von ihnen gemieden. Ihr natürlicher Lebensraum sind die  trockenen, heißen Gebiete der Steppe, die Savanne, die Wüste und offene Grasflächen.
Die Lebensbedingungen im australischen Outback sind hart und das Nahrungsangebot für die Wellensittiche ist knapp. In den kargen Gebieten wird die meist vorherrschende Dürre nur selten von starken Regenfällen unterbrochen. In diesen kurzen Regenzeiten wachsen viele Pflanzen, die den Wellis als Nahrung dienen. Sie ernähren sich hauptsächlich von den Samen unterschiedlicher Gräser (z.B. Mitchellgras, Stachelkopfgras) und in geringerem Maße auch von Kräutern, Blüten, Blättern und Früchten.
Da Wellensittiche nur dort Futter finden können, wo es gerade geregnet hat, ist ihre Lebensweise nicht standorttreu. Wild in freier Natur lebende Wellensittiche führen ein Leben als Nomaden und legen täglich viele Kilometer im Flug zurück, um sich ausreichend mit Wasser und Nahrung zu versorgen.

 

 

Wellensittich Aussehen

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grüner Wellensittich

Wellensittiche in freier Wildbahn haben ein grünliches Gefieder, Rücken und Flügel sind mit schwarz-gelben Wellen bedeckt. Die Maske (Stirn, Vorderscheitel und Wangen) ist gelb und wird von den violetten Bartflecken und sechs schwarzen Kehltupfen abgeschlossen. Die Unterflügeldecken sind grün und der gestufte lange Schwanz ist grün-blau.
Die grauen Füße der Wellensittiche haben vier Zehen, von denen zwei nach vorne und zwei nach hinten zeigen. Ihr Schnabel ist oliv-grau und relativ klein. Die Pupillen werden von einem weißen Irisring umschlossen.
Wilde Wellensittiche haben einen schlanken Körper und ihre Größe beträgt ungefähr 16cm und sie wiegen circa 30g. Die als Haustiere gehaltenen Wellensittich Arten sind etwas größer und schwerer (36g bis 44g). Auch sind durch Züchtungen viele neue Farbschläge entstanden.
Die grüne Farbe der Federn ermöglicht den Vögeln, sich in einzeln stehenden Eukalyptusbäumen fast unsichtbar zu machen, da ihr Gefieder in dem Grün der Bäume kaum erkennbar ist. Bei drohender Gefahr sitzen sie regungslos und geben keinen Laut von sich. Erst in letzter Minute ergreifen sie die Flucht. Dieses Verhalten bietet ihnen Schutz vor Fressfeinden.

 

Wellensittich Alter

Wellensittiche haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 8 bis 12 Jahren. In Einzelfällen können sie bis zu 18 Jabhre alt werden. Die extra für Ausstellungen gezüchteten Standard Wellensittiche sterben mit etwa 5 bis 8 Jahren deutlich früher.
Leider verkürzt sich die Lebenszeit vieler Wellensittiche durch schlechte Haltungsbedingungen (unzureichende Hygiene, Vereinsamung, Einzelhaltung, nicht artgerechte Ernährung, zu wenig Freiflug etc.), so dass viele von ihnen schon in einem Lebensalter von 3 bis 5 Jahren sterben.

 

 

Wellensittich: Männchen oder Weibchen

Mit Ausnahme einiger Farbschläge, lässt sich das Geschlecht bei Wellensittichen leicht an der Farbe der Wachshaut (die Nase, bzw. das Gebiet um die Nasenlöcher) unterscheiden. Die Wachshaut der Männchen ist blau, die der Weibchen braun. Kommt die Henne in Brutstimmung, dunkelt die Wachshaut meist nach und wird eventuell borkig.
Bei jungen Wellensittichen kann man einen Geschlechtsunterschied noch nicht erkennen. Die Nasenhaut beider Geschlechter ist bis zur ersten Mauser im Alter von etwa drei Monaten rosa bis hellblau.

 

Artenschutz der Wellensittiche

Wellensittiche leben in einem extrem lebensfeindlichem Lebensraum. Sie müssen mit großer Hitze und langen Dürreperioden klarkommen, aber sie haben sich an diese schwierigen Bedingungen angepasst. Um auch die Eingriffe des Menschen in die Natur zu überstehen, wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts (1884) für Wellensittiche, alle anderen australischen Sittiche und für Groß- und Kleinpapageien ein striktes Ausfuhrverbot von der australischen Regierung verhängt.

Info: Wenn Sie sich für das Verhalten von Wellensittichen , Krankheiten oder für die Wellensittichzucht interessieren, können Sie auf unseren Seiten mehr darüber erfahren.

 



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