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Tumore bei Sittichen

Wellensittich mit Tumor an der Niere (sichtbar an der Schwellung unter dem Schwanzansatz)

Wellensittich mit Tumor an der Niere (sichtbar an der Schwellung unter dem Schwanzansatz)

Tumore können  genau wie bei Menschen und Säugetieren auch bei Sittichen wachsen. Vor allem ältere Tiere sind von dieser Krankheit betroffen. Man unterscheidet man zwischen gutartigen (benigne) und bösartigen (maligne) Tumoren, die die unterschiedlichen Organe befallen können.
In einigen Fällen erkennt man einen Tumor an einer von außen sichtbaren Geschwulst. Innere Wucherungen sind nicht so leicht zu entdecken. Manchmal weisen einseitige Lähmungen oder Kotabsatzprobleme auf einen Tumor hin. Häufig befindet sich eine Geschwulst jedoch an einer versteckten Stelle, so dass sie nur bei einer Untersuchung durch den Tierarzt gefunden wird. Wenn der Sittich stark abmagert, häufig friert, das Gefieder aufplustert oder andere allgemeine Krankheitsanzeichen zeigt, können das Hinweise auf eine Tumorerkrankung sein. Genaueren Aufschluss über die Ursache der Krankheit kann aber nur ein Besuch bei einem vogelkundigen Tierarzt geben.

Hilfe für Sittiche mit Tumoren

Tumore müssen auf jeden Fall behandelt werden. Die Sittiche leiden sonst irgendwann an sehr großen Schmerzen. Manchmal drücken die Geschwulste auf Organe oder Nerven und bereiten dem Vogel dadurch Probleme. Leider führen Tumore häufig auch zum Tod des Vogels.
Hilfe ist in einigen Fällen durch eine Operation oder spezifische Medikamente zu erwarten, manchmal ist eine ursächliche Therapie jedoch nicht mehr möglich. Je eher ein Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance für den Sittich auf Heilung. Wenn der Vogel Schmerzen hat, benötigt er unbedingt Schmerzmittel. Wenn die Lebensqualität des Sittichs extrem eingeschränkt ist,  muss man sich überlegen, ob man das Tier einschläfern lässt. Bei der schweren Entscheidung kann ein guter Tierarzt sicherlich eine große Hilfe sein.

 

Gutartige Tumore bei Sittichen (Lipome)

Bei gutartigen Tumoren handelt es sich meist um sogenannte Lipome. Sie befinden sich im Fettgewebe und dehnen sich oft stark aus. Der betroffene Sittich nimmt dann sehr an Umfang zu. Gutartige Tumore verursachen unter Umständen Beschwerden, weil sie auf Nerven, Organe, Blutgefäße oder Ähnliches drücken. Deshalb sollte man mit einem betroffenen Vogel auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen, der dann entscheidet, welche Therapiemaßnahmen geeignet und sinnvoll sind.

 

Bösartige Tumore bei Sittichen

Bösartige Tumore können sowohl an inneren Organen wie Leber und Niere, als auch äußerlich auf der Haut z.B. an Füßen, Flügeln, Schnabel oder Kloake auftreten. Tumore im Bauchraum führen häufig zu Schwierigkeiten beim Kot absetzen oder zu Lähmungen der Beine. Sind Lunge oder Luftsäcke betroffen, leidet der Sittich meist an Atembeschwerden. Nierentumore führen oft zu einer Veränderung des Harns. Er wird nicht mehr als fester weißer Bestandteil des Kotbällchens sondern flüssig und klar wie Wasser ausgeschieden. All diese Symptome können jedoch auch auf andere Krankheiten hindeuten. Eine Abklärung durch einen vogelkundigen Tierarzt ist unbedingt nötig.

Tumore bei Wellensittichen

Vor allem die schon lange gezüchteten Wellensittiche erkranken besonders häufig an Tumoren, die meist im Alter zwischen drei und fünf Jahren auftreten. Viele führen dies auf die Züchtungen zurück, bei denen viel Wert auf das Aussehen und wenig Wert auf die Gesundheit der Tiere gelegt wird. Die genaue Ursache für die hohe Tumorrate der Wellensittiche ist jedoch noch nicht bekannt.
Bei Wellensittichen kann eine Veränderung der Wachshaut über der Nase auf  bestimmte Tumore hinweisen. Diese Veränderungen werden durch eine Störung des Hormonhaushaltes bewirkt. Leiden männliche Wellensittiche an Hodenkrebs, färbt sich die ansonsten blaue Wachshaut häufig braun (deshalb dachte man früher, Wellensittiche könnten ihr Geschlecht wechseln, was aber nicht stimmt). Erkranken weibliche Wellensittiche an einem Eierstocktumor, kann sich die sonst braune Wachshaut hellblau bis weiß färben. Eine Abklärung beim Tierarzt ist dringend zu empfehlen.

 



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