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Sittiche krank durch Zugluft

Unter Zugluft versteht man bewegte Luft, die in einem Raum entsteht. Auf Zugluft reagieren Vögel sehr empfindlich, auch wenn sie ihr nur kurzfristig ausgesetzt sind. Sie können Erkältungen, Kropf- und Lungenentzündungen durch sie bekommen. Da diese Erkrankungen lebensgefährlich für die Tiere sind, sollte man Zugluft unbedingt vermeiden. Der Körper von Vögeln (aber auch von Menschen und anderen Tieren) wird von einer Luftschicht, die nur wenige Millimeter stark ist, umgeben, der sogenannten Grenzschicht. Diese liegt direkt an der Körperoberfläche und ist aufgrund von Federn, Fell oder Haut unbeweglich. Die Grenzschicht dient der besseren Isolierung der Körper, da sie die Wärmeabgabe verringert. Trifft nun Zugluft auf einen Körper, wird die Grenzschicht zerstört und der Körper verliert seine Isolierung und gibt an dieser Stelle viel Wärme ab. Deshalb wird Zugluft auch immer kühl empfunden, selbst wenn sie wärmer als die Umgebungstemperatur ist. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen und die betroffenen Teile des Körpers werden nicht mehr so gut mit Sauerstoff und Nahrung versorgt. Als Folge ist die Immunabwehr geschwächt und Erreger können sich leichter verbreiten. Die Gefahr, an Erkältungen zu erkranken, ist nun deutlich erhöht.

 

Weitere Gefahren von Zugluft

Viele Sittiche, egal ob Wellensittich, Nymphensittich oder Ziegensittich, haben die Angewohnheit, sich auf offen stehende Türen zu setzen. Entsteht ein Luftzug, kann die Tür plötzlich zuknallen. Das Tier hat keine Möglichkeit mehr zu reagieren und verletzt sich oft schwer. Meist sind die Füße von der Verletzung betroffen. Es kommt dann zu Quetschungen, Brüchen oder zum Verlust von Krallen, Zehen oder sogar dem gesamten Fuß. Bei Blutungen können Sittiche schnell sterben, da sie ihrer Größe entsprechend nur sehr wenig Blut haben. Wird der Kopf oder der gesamte Körper in der Tür eingequetscht, erleidet der Vogel meist schwerste innere Verletzungen, die er oft nicht überlebt. Auf jeden Fall sollte man bei Quetschungen jeglicher Art sofort einen auf Vögel spezialisierten Tierarzt aufsuchen.

 

Zugluft erkennen

Da Vögel empfindlicher auf Zugluft reagieren als Menschen, ist es für uns nicht immer leicht, sie zu bemerken. Wenn man nicht sicher ist, ob es im Zimmer zieht, vor allem dort wo Käfig oder Voliere stehen, kann man die Flamme einer brennenden Kerze an der betreffenden Stelle beobachten. Wenn die Flamme flackert, deutet dies auf Zugluft hin. Dieses Experiment darf aber keinesfalls durchgeführt werden, wenn sich frei fliegende Vögel im Raum befinden, da diese sich leicht an einer offenen Flamme verbrennen.

 

Zugluft vermeiden

Um die Vögel nicht den Gefahren von Zugluft auszusetzen, sollte man sich bemühen, diese zu vermeiden. Das bedeutet, dass die Vogelplätze (Käfig, Voliere, Vogelbaum, Spielplatz etc.) sehr sorgfältig ausgewählt werden und sich nicht direkt am Fenster oder neben der Tür befinden sollten, da dort sehr schnell Zugluft entsteht. Wenn man sich unsicher ist, kann man mit einer Kerze überprüfen, ob es zugig ist. Die stark flackernde Flamme zeigt auch einen Luftzug an, den Menschen nicht spüren, der aber für Vögel schon gefährlich ist. Auch wenn Vögel so empfindlich auf Zugluft reagieren, benötigen sie viel Frischluft. Man muss beim regelmäßigen lüften jedoch darauf achten, dass kein Zug entsteht (und natürlich, dass die Tiere nicht entfliegen können).

 



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