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Trichomonaden

Trichomonaden, Wellensittiche, Symptome, Therapie, Behandlung, Vögel

Wellensittiche leiden häufig unter Trichomonaden,

Trichomonaden, auch Geißeltierchen genannt, sind Einzeller, die zu den Endoparasiten zählen. Mit einer Größe von  5-18 µm sind sie mit bloßem Auge nicht sichtbar. Ein Befall mit Trichomonaden führt häufig zu einer Entzündung des oberen Verdauungstraktes. In seltenen Fällen können auch die Leber oder das Herz betroffen sein. Eine Trichomonadeninfektion zählt zu den gefährlichen Vogelkrankheiten, die unbehandelt meist zum Tod der Ziervögel führt.
Es gibt verschiedene Trichomonaden Arten. Bei Sittichen, Tauben, Finken und Greifvögeln findet man meist Trichomonas gallinae. Nymphensittiche und andere Großsittiche können von Trichomonaden befallen werden, besonders häufig findet man sie jedoch bei Wellensittichen. Trichomonaden dringen über die Kropfschleimhaut in das Gewebe ein. Im Kropf rufen sie Reizungen oder Entzündungen hervor, auf denen sich häufig auch andere Parasiten und Bakterien niederlassen. Bei längerer Erkrankungsdauer können auch innere Organe von den Trichomonaden schwer, und teilweise irreversibel, geschädigt werden.

Trichomonaden Symptome

Die ersten Anzeichen für einen Befall mit Trichomonaden sind ein allgemeines Krankheitsverhalten der Sittiche (Apathie, erhöhtes Schlafbedürfnis, aufgeplustertem Gefieder, Gewichtsabnahme etc). In der Regel leiden die Vögel unter Schmerzen, Appetitverlust, Abmagerung, Durchfall und Kropfblähung. Häufig erbrechen sie Futter und Schleim oder würgen trocken. Manchmal leiden sie auch unter Atemnot. Typisch bei der Trichomonadose ist ein fischiger Geruch aus dem Schnabel und des erbrochenen Sekrets.

 

Trichomonaden Diagnose

Besteht der Verdacht, dass Sittiche von Trichomonaden befallen sind, sollte sofort ein auf Vögel spezialisierter Tierarzt aufgesucht werden. Bei einer Trichomonadose leiden die Vögel unter einer Entzündung der Kropfschleimhaut, auf der sich gelbe, käsige Ablagerungen bilden. Dort können sich Granulome oder Abszesse bilden, die zu schwerer Atemnot führen. Durch einen Kropfabstrich kann die Diagnose bestätigt werden. Allerdings muss sofort ein Test des Abstrichs unter dem Mikroskop durchgeführt werden, da die Trichomonaden schnell sterben und dann nicht mehr erkennbar sind.

 

Trichomonaden Therapie

Die Behandlung der Vögel erfolgt mit einem Antiparasitikum. Meist wird Ridzol, Chevikol oder Spartrix verabreicht. Gibt man das Medikament direkt in den Schnabel, ist am ehesten gewährleistet, dass der Sittich die richtige Dosis erhält. Werden die Medikamente in einem frühen Stadium der Erkrankung verabreicht, sind sie sehr wirkungsvoll. Im Spätstadium sind leider viele Sittiche nicht mehr zu retten. Deshalb ist es sehr wichtig, schon frühzeitig einen Tierarzt aufzusuchen. Eine Behandlung mit einem Antibiotikum wie z.B. Baytril hilft bei bakteriellen Kropfentzündungen, ist aber wirkungslos gegen Trichomonaden.

Es ist unbedingt notwendig, alle Vögel zu behandeln, mit denen das erkrankte Tier Kontakt hatte,da Trichomonaden extrem infektiös sind und auch nicht erkrankte Vögel Träger der Parasiten sein können und somit die Gefahr besteht, dass eine Ansteckung des gesamten Bestandes erfolgt. Da Trichomonaden recht hartnäckig sein können, muss die Therapie so lange durchgeführt werden, bis keine Beläge mehr auf der Schleimhaut zu sehen sind und wiederholte Kopfabstriche negativ sind.
Während der Behandlung der Trichomonaden müssen einige Dinge bei der Ernährung beachtet werden. So sollte auf die Fütterung von Obst und Grünfutter verzichtet werden. Die Hausmittel Essig oder Apfelessig sind gegen Trichomonaden absolut unwirksam.

 

Ansteckung mit Trichomonaden

Trichomonaden sind hochgradig ansteckend. Sie werden über das Trinkwasser, durch Schnäbeln und die gegenseitige Fütterung der Sittiche übertragen. Hat ein Vogel Trichomonaden, muss er nur einmal aus einem Napf trinken, schon begeben sich die Trichomonaden in das Wasser und vermehren sich dort. Kommt ein weiteres Tier des Schwarmes zum Trinken, nimmt es mit dem Wasser die Parasiten auf. Deshalb ist es erforderlich, alle Wassernäpfe und Badewannen täglich zu reinigen und zu desinfizieren. Dazu spült man die Gefäße mit kochendem Wasser aus, verwendet ein vogeltaugliches Desinfektionsmittel und lässt sie etwa 1-2 Tage trocknen. Die lange Austrocknung der Wassergefäße ist notwendig, um auch die Trichomonaden abzutöten, die die Reinigung überstanden haben und in einem leichten Feuchtigkeitsfilm überleben konnten. Ohne Wasser sterben sie nach etwa 24 Stunden.
Das Austrocknen der Trink- und Badegefäße muss mindestens während der gesamten medikamentösen Therapie beibehalten werden. Als Vorsorgemaßnahme gegen einen erneuten Befall ist die Anschaffung eines zweiten Satzes Trinkgefäße zu empfehlen. So kann man die Behälter auch nach der Behandlung täglich wechseln und völlig austrocknen lassen. Das Risiko einer weiteren Trichomonadeninfektion wird so deutlich reduziert.

Trichomonaden bei Wellensittichen

Trichomonaden treten bei Wellis besonders häufig auf. Symptome und Behandlung der Wellensittiche sind nicht anders als bei anderen Sittichen und Papageien. Für die Behandlung wird beim Welli in der Regel Ridzol verwendet. Obwohl auch Menschen von Trichomonaden befallen werden können, kann keine Übertragung Wellensittich – Mensch erfolgen, da es sich um unterschiedliche Trichomonaden handelt.

Tipp: Verwenden Sie nur Trinkgefäße aus Edelstahl, da diese am besten zu reinigen sind. Absolut ungeeignet sind Wassernäpfe aus Plastik. Hier entstehen mit der Zeit kleine, fast unsichtbare Risse im Material, in denen sich kleine Wassertröpfchen und somit auch die Trichomonaden lange Zeit halten können.



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