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Papageienkrankheit

Die Papageienkrankheit ist eine sehr gefährliche Erkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Tritt sie bei Sittichen und Papageien auf, spricht man von Psittakose. Die Papageienkrankheit kann aber auch einheimische Wildvögel, Hühner und Tauben befallen, wird dann aber Ornithose genannt. Erkranken Menschen an ihr, spricht man von Chlamydiose.
Übertragen wird die Papageienkrankheit durch das Einatmen von Kot- oder Federstaub, Schnäbeln, Füttern und indirekt durch Futternäpfe, Wasserbehälter, Sitzstangen, Käfige und Spielzeug. Auch nicht erkrankte Vögel können mit Chlamydien infiziert sein und andere Vögel und Menschen anstecken.
Die Papageienkrankheit ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit und war bis 2012 in Deutschland meldepflichtig. Das bedeutete, dass jeder Krankheitsfall dem Gesundheitsamt oder dem Veterinäramt mitgeteilt werden mußte. Im Oktober 2012 wurde die Psittakoseverordnung und damit die Meldepflicht abgeschafft. 


 

Symptome der Papageienkrankheit

Die Symptome der Papageienkrankheit sind vielfältig, unspezifisch und nicht von denen anderer Infektionskrankheiten abzugrenzen. Es kann zu Appetitlosigkeit, Apathie, Abmagerung, Schnupfen, Schwäche, Schläfrigkeit, Durchfall, Bindehautentzündung, Atemnot, Kropfentzündung, Krämpfen und Lähmungen kommen. Bei dem geringsten Verdacht muss sofort ein auf Vögel spezialisierter Tierarzt aufgesucht werden.
Eine Ansteckung mit der Papageienkrankheit bei Menschen ist ebenfalls nicht leicht zu erkennen. Die Symptome ähneln denen einer Grippe. Gliederschmerzen, Fieber und eine Lungenentzündung können Hinweise auf eine Chlamydiose sein. Da Menschen an dieser Erkrankung sterben können, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, wenn auch nur die geringste Möglichkeit einer Infektion besteht.

 

Diagnose der Papageienkrankheit

Die Diagnose „Papageienkrankheit“ kann nur eindeutig von einem Tierarzt festgestellt werden. Dazu wird eine Kotprobe der betroffenen Vögel genommen, oder ein Abstrich an Augen, Nase, Rachen oder Kloake durchgeführt. Im Labor werden diese Proben auf den Erreger hin untersucht.
Bei Menschen kann die Erkrankung mit Hilfe einer Blutuntersuchung diagnostiziert werden. Dank neuer Behandlungsmethoden ist eine Heilung der Chlamydiose möglich und die Sterblichkeitsrate bei Menschen ist stark zurückgegangen.

 

Krankheitsverlauf bei der Papageienkrankheit

Bei der Papageienkrankheit gibt es unterschiedliche Krankheitsverläufe. Besonders häufig kommt es vor, dass ein Vogel mit Chlamydien infiziert ist, jedoch keine Symptome zeigt. Durch innere oder äußere Faktoren (z.B. Stress, andere Krankheiten) kann die Psittakose jedoch ausbrechen. Außerdem gibt es noch eine akute, eine subakute und eine chronische Verlaufsform. Sie unterscheiden sich in Krankheitsdauer (14 Tage bis mehrere Monate) und Inkubationszeit (7 Tage bis 90 Tage).

 

Behandlung der Papageienkrankheit

Bei dem Verdacht auf Papageienkrankheit bei einem Vogel muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Unbehandelte Vögel sterben qualvoll und stecken ihre Artgenossen und Menschen an. In den letzten Jahren wurden Medikamente entwickelt, die eine Therapie der Psittakose/Ornithose ermöglichen. Antibiotika, wie Doxycyclin und Chlortetracyclin werden meist eingesetzt. Sie haben jedoch viele Nebenwirkungen und sind in ihrer Wirkungskraft oft nicht ausreichend. Bessere Ergebnisse scheint man mit Enrofloxacin (Baytril) zu erzielen. Dieses Medikament lässt sich leichter verabreichen, da es in flüssiger Form erhältlich ist. Früher mussten alle infizierten Vögel getötet werden. Zum Glück ist das heute meist nicht mehr nötig. Der frühzeitige Gang zum Tierarzt kann oft das Leben der Sittiche retten und u.U. eine Ansteckung der Tierhalter vermeiden.

 



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