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Vogelkrankheiten

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kranker Sittich, er lässt seine Flügel hängen und ist aufgeplustert

Leider kommt es immer wieder vor, dass Vögel krank werden. Ein großes Problem dabei ist, dass Sittiche ihre Krankheiten sehr lange verbergen können. In freier Natur ist das überlebenswichtig für sie, da geschwächte Vögel eine leichte Beute für Raubtiere sind. Zeigen Sittiche erst einmal die ersten Verhaltensauffälligkeiten oder Krankheitssymptome, befinden sie sich schon in einem  relativ späten Krankheitsstadium und es kann sehr schnell lebensbedrohlich für die Vögel werden. Deshalb sollte man schon bei ersten Symptomen sofort einen qualifizierten vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. Eine weitere Entwicklung abzuwarten, ist häufig ein Todesurteil für die Sittiche.
Krankheiten bei Sittichen kann man erkennen, indem man die Vögel immer gut beobachtet und ihre Gewohnheiten genau kennt. Ein Abweichen von den normalen täglichen Verhaltensweisen kann ein erstes Anzeichen einer Erkrankung sein.

Symptome für Krankheiten bei Sittichen

Eine Krankheit bei Sittichen eindeutig zu erkennen, ist sehr schwierig, aber Teilnahmslosigkeit, aufgeplustertes Gefieder, das Sitzen auf beiden Beinen mit geschlossenen Augen (gesunde Sittiche ziehen meist ein Bein zum Schlafen ein), Schwanzwippen, Apathie, Müdigkeit, trübe Augen, Veränderungen an Wachshaut oder Schnabel, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, eine verminderte oder vermehrte Futteraufnahme oder Probleme beim Fliegen (der Vogel verliert an Höhe, kann nicht mehr auffliegen oder totale Flugunfähigkeit)  deuten auf eine Krankheit des Sittichs hin.
Auch die Art, wie ein Sittich auf seiner Stange sitzt, gibt Auskunft über seinen Gesundheitszustand. Bei den meisten Arten sitzen gesunde Tiere aufrecht und ihr Schwanz ist optisch eine Verlängerung des Rückens. Ein kranker Sittich hingegen „liegt“ häufig fast auf der Stange, lässt die Flügel hängen und sein Schwanz zeigt nach unten. Manchmal spreizt er seine angelegten Flügel seitlich vom Körper ab und macht sich ganz dünn. Dies ist häufig ein Zeichen von Luftmangel oder von Schmerzen.
Sitzt oder liegt ein Sittich auf dem Boden des Käfigs, geht es ihm schon extrem schlecht und es sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden!

 

Krankheitsbild bei Sittichen

Neben den geschilderten Verhaltensauffälligkeiten, sind Krankheitsbilder bei Sittichen häufig durch Veränderungen des Kots (Durchfall, Verfärbungen, Verstopfung), eine mit Kot verschmierte Kloake, Atemgeräusche (Pfeifen, Röcheln, Rasseln, Knacken), Ausfluss an der Nase oder Schleimabsonderungen aus dem Kropf gekennzeichnet. Bei all diesen Symptomen sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Kranke Sittiche behandeln

Kranke Sittiche müssen immer sofort zu einem vogelkundigen Tierarzt gebracht werden, da eine Verzögerung häufig zu ihrem Tod führt. Die Behandlung sollte immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden.
Eine Notfallapotheke und die Telefonnummer eines vogelkundigen Tierarztes sollten immer bereit liegen.

 

Pflege von kranken Sittichen

Wenn Sittiche krank sind, brauchen sie Ruhe und Wärme. Sittiche bekommen, anders als Säugetiere, selten Fieber. Sie leiden eher an Untertemperatur. Deshalb ist der Einsatz einer Wärmelampe oft sinnvoll. Auch sollte man das kranke Tier, eventuell zusammen mit seinem Partner, vorübergehend in einem ruhigen Raum unterbringen.
Um den durch die Krankheit verursachten erhöhten Kalorienbedarf zu decken, sollte man dem Sittich energiereiches Futter zur Verfügung stellen. Hier eignet sich besonders gut die Hirse.
Müssen dem Sittich Medikamente verabreicht werden, sollten Sie während der Gabe nicht mit ihm sprechen (auch nicht beruhigend). Es könnte sonst sein, dass er Ihre Stimme mit der unangenehmen Situation verbindet und so sein Vertrauen zum Menschen verliert.

 



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