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Vogelkäfig Material

 

Möchte man einen Vogelkäfig kaufen, sollte man darauf achten, dass er nur aus ungefährlichem und ungiftigem Material besteht. Der Kunststoff Anteil an einem Vogelkäfig sollte möglichst gering sein, da Plastik mit der Zeit rissig wird und krankmachende Keime sich in diesen kleinen Ritzen ungehindert vermehren können. 
Die größte Gefahr für Sittiche geht jedoch vom Käfiggitter aus. Die meisten Ziervögel klettern gerne, und benutzen dazu auch ihren Schnabel als eine Art dritte Hand. Wenn sie am Käfiggitter entlang klettern, nehmen sie so auch die Stoffe auf, mit denen der Draht behandelt wurde. Vor allem Sittiche und Papageien nagen oft sogar das Gitter an. Hält der Käfig ihrem Schnabel nicht stand und enthält zudem giftige Stoffe, kommt es häufig zu chronischen oder akuten Vergiftungen der Sittiche, an denen ein Großteil auch stirbt.


 

Ungiftige Vogelkäfige kaufen

Leider stellt es bis heute ein fast unlösbares Problem dar, einen ungiftigen Vogelkäfig zu kaufen. Nur Edelstahlkäfige sind völlig ungiftig für die Tiere. Die Hersteller aber haben fast nur Käfige in ihrem Sortiment, an denen die Vögel schwer erkranken können. Ein Grund dafür liegt wahrscheinlich in der schwierigen Diagnostik von Schwermetallvergiftungen. Viele Vogelhalter wissen nicht, dass ihre Tiere durch den Vogelkäfig erkrankt oder gestorben sind. So bemühen sie sich auch hinterher nicht um einen ungiftigen Käfig, die Nachfrage bei Händlern nach Edelstahlkäfigen erhöht sich nicht und es entsteht natürlich auch kein Druck auf die Industrie, sich um ungiftige Produkte zu kümmern.
Wenn Sie Ihren Sittichen großes Leid ersparen möchten, kaufen Sie ihnen bitte ein Vogelheim aus Edelstahl. Diese Käfige scheinen im ersten Moment zwar relativ teuer, aber die Tierarztkosten, die durch das Benagen herkömmlicher Gitter entstehen, übertreffen sicherlich diesen Preis. Vom Leid Ihrer Sittiche erst gar nicht zu reden.

 

Vogelkäfige Edelstahl

Das einzige absolut ungiftige Material für Vogelkäfige ist der Edelstahl (V2A). Bei diesem Material können Sittiche und und andere Ziervögel auch durch starkes Nagen keine Vergiftungen erleiden. Leider ist Edelstahl nicht billig, und erst seit kurzem gibt es einige wenige Hersteller, die Vogelkäfige für kleinere Vögel aus Edelstahl herstellen. Im Internet findet man zudem Angebote von Käfig- und Volierenbauern, die Edelstahlkäfige anbieten. Da es sich hier meist um handgefertigte Produkte handelt, sind sie natürlich auch ziemlich teuer.Allerdings sind Edelstahlkäfige auch sehr robust und halten viele Jahre. Bezieht man die eingesparten Tierarztkosten noch in die Rechnung ein, erscheint der Preis gar nicht mehr so hoch.
Wir hoffen, dass durch eine entsprechende Nachfrage der Vogelliebhaber in Zukunft auch industriell gefertigte Edelstahl Vogelkäfige zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind.


 

Vogelkäfig Messing und Chrom

Das Gitter vieler Vogelkäfige besteht aus Messing oder ist mit Chrom, Kunststoff oder Lack beschichtet. Dabei können sowohl der Draht als auch dessen Beschichtung mit Blei, Cadmium oder Zink belastet sein. Alle diese Materialien können zu Schwermetallvergiftungen führen. Einen Vogelkäfig aus diesen Materialien sollten Sie niemals kaufen. Besonders schädlich ist es, wenn bei der Verarbeitung Blei verwendet wurde, da dieses Metall absolut toxisch und lebensgefährlich für alle Vögel ist
Auch Lacke enthalten viele toxische (giftige) Substanzen. Dabei ist es egal, ob es sich um lackierte Drähte oder Chromgitter handelt. Für Papageien, Sittiche und selbst für die relativ kleinen Schnäbel der Wellensittiche ist es sehr leicht, diese Lackierungen von dem Metall abzunagen. Ein Teil davon wird in den Körper aufgenommen und kann dann ebenfalls zu Vergiftungssymptomen führen.

 

Vogelkäfige Zink

Besonders problematisch sind Vogelkäfige aus Zink. Oft ist das Gitter des Vogelkäfigs verzinkt, um es besser haltbar zu machen und gegen Rost zu schützen. Aber sowohl reines Zink als auch galvanisiertes Zink und auch Weißrost (Zinkoxyd), das Oxidationsprodukt, das sich an der Käfigoberfläche bildet, sind extrem giftig für Vögel. Das größte Problem stellt feuerverzinktes Metall dar, da bei dieser Methode Zinknasen entstehen, die besonders leicht von den Vögeln abgenagt werden können. Auch wenn verzinkte Vogelkäfige häufig als besonders robust beworben werden, kaufen Sie diese bitte zum Wohl Ihrer Sittiche niemals!!!

 

Vogelkäfige Pulverbeschichtet

Bei pulverbeschichteten Vogelkäfigen wird eine Lackschicht unter besonders hoher Temperatur aufgetragen. Dadurch wird die Oberfläche wesentlich härter als bei herkömmlicher Lackierung und bietet dem Vogelschnabel mehr Widerstand. Pulverbeschichtete Vogelkäfige gelten deshalb als ungiftig. Leider stimmt das nicht. Auch die härtere Beschichtung ist den kräftigen Vogelschnäbeln oft nicht gewachsen und unter der Pulverbeschichtung befinden sich Schwermetalle wie Blei, Zink und Chrom. Trotzdem scheinen pulverbeschichtete Vogelkäfige eine etwas bessere Alternative als herkömmliche Käfige zu sein, aber unbedenklich sind auch sie nicht. Schwere Vergiftungen mit Todesfolge bei Sittichen sind den Fachtierärzten schon bekannt.
Falls Sie sich dennoch für einen pulverbeschichteten Vogelkäfig entscheiden, sollten Sie eine dunkle Farbe wie z.B. blau oder antik wählen. Glänzendes, reflektierendes oder weißes Gitter irritiert und blendet Vögel. Das kann für die Tiere so unangenehm sein, dass sie sich sogar weigern, in den Käfig zu gehen.

 

Vogelkäfige aus Holz

Vogelkäfige aus Holz oder Bambus sind oft sehr dekorativ, aber nicht immer für Vögel geeignet. Grundsätzlich darf das Holz nicht chemisch behandelt worden sein, d.h. man darf es nicht lackieren, lasieren und natürlich erst recht keine Holzschutzmittel verwenden. Das alles ist so extrem giftig für Vögel, dass viele durch akute oder schleichende Vergiftungen qualvoll sterben.
Möchte man einen Vogelkäfig aus Holz kaufen, sollte man sich schriftlich bestätigen lassen, dass keinerlei chemische Substanzen in dem Holz zu finden sind, denn leider kann man sich nicht darauf verlassen, dass die Hersteller nur Produkte verkaufen, die für die Tiere unbedenklich sind.

 

Vogelkäfig selber bauen

Wird der Vogelkäfig (mit Ständer) aus Holz handgemacht, sollte man beachten, dass nicht alle Holzarten für Vögel verträglich sind. Das Holz darf nicht von gespritzten Bäumen (z.B. mit Insektiziden behandelten Obstbäumen) oder von für die Vögel giftigen Bäumen stammen. So kann man beispielsweise keinesfalls das Holz der Eibe benutzen. Geeignetes Holz liefern ungespritzte Obstbäume, Erlen, Eichen, Pappeln, Ebereschen oder Birken. 
Als letztes gilt es zu bedenken, dass vor allem Sittiche und Papageien sehr gerne nagen, und unter Umständen das Holz auch sehr schnell in Sägespäne verwandeln können. Selbst Wellensittiche, mit ihren vergleichsweise kleinen Schnäbeln, zeigen hier erstaunliche Fähigkeiten. Von der Verwendung weicher Holzarten ist deshalb abzuraten.

 
Krankheitssymptome durch giftige Vogelkäfige

Vergiftungen durch Vogelkäfige sind schwer zu diagnostizieren und werden leider oft nicht von Tierärzten erkannt. Deshalb ist es wichtig, bei Krankheitsanzeichen einen Fachtierarzt für Vögel aufzusuchen. Typische Symptome von akuten Vergiftungen sind Erbrechen, blutige Ausscheidungen, Gewichtsverlust, Lähmungserscheinungen, Gleichgewichtsstörungen oder Appetitlosigkeit. Chronische Vergiftungen machen sich durch Gewichtsabnahme, Federrupfen, Hautkrankheiten, Durchfall, häufige Infekte, Leberschäden, Blutgerinnungsstörungen, Flüssigkeit im Bauch oder schlechtes Gefieder bemerkbar.


Akute Vergiftungen sind u.U. behandelbar. Fachtierärzte haben entsprechende Gegenmittel vorrätig. Es ist sinnvoll, schon telefonisch anzufragen, ob diese Medikamente in der Praxis vorhanden sind. Ansonsten sollte besser ein Spezialist aufgesucht werden.
Chronische Schwermetallvergiftungen sind nur schwer diagnostizierbar, da sich geringe Mengen von z.B. Zink im Blut nicht nachweisen lassen. Das macht die Behandlung natürlich kompliziert. Auch in diesem Fall sollte man sich unbedingt an einen Tierarzt wenden, der sich auf die Behandlung von Vögeln spezialisiert hat.

 
Tipp: Einige Vogelkäfige werden zwar als ungiftig beworben, trotzdem finden sich in ihnen immer wieder Schwermetalle. Beim Kauf eines solchen Käfigs sollten Sie sich schriftlich bestätigen lassen, dass er frei von Schwermetallen ist. So können Sie bei einer eventuell auftretenden späteren Erkrankung der Vögel versuchen, Schadenersatz vom Hersteller oder Händler zu erhalten. Erhalten Sie diese Bescheinigung nicht, können Sie wohl davon ausgehen, dass der Käfig Zink oder andere Giftstoffe enthält.

 



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