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Sitzstangen im Vogelkäfig

Sitzstangen im Vogelkäfig,  Naturäste, Durchmesser, AnordnungFür das Wohlbefinden und die Gesundheit Ihrer Sittiche ist auch die Wahl der richtigen Sitzstangen wichtig. Die Vögel verbringen fast den ganzen Tag und die ganze Nacht sitzend auf ihren Füßen. Nur im Flug werden ihre Beine kurzfristig entlastet. Damit diese starke Belastung nicht zu Schädigungen wie Arthrose, Druckstellen oder Fußsohlengeschwüren führt, ist die Auswahl von geeigneten Sitzgelegenheiten extrem wichtig.
Die standardmäßig als Zubehör in Vogelkäfigen angebrachten Sitzstangen sind in der Regel aus mehreren Gründen ungeeignet. Das liegt einerseits an dem verwendeten Material, andererseits an der Art der Befestigung der Stangen.
In freier Natur halten Sittiche sich gern sowohl auf dünnen, beweglichen als auch auf dicken, festen Ästen auf. Unsere Käfige sind jedoch meist nur mit fest montierten Sitzstangen ausgestattet. Bewegliche Sitzgelegenheiten, auf denen die Sittiche klettern, turnen und schaukeln können, fehlen. Wenn Sie Ihren Vögeln einen großen Gefallen tun wollen, hängen Sie ihnen zusätzlich zu den fest verankerten Sitzstangen je nach Größe des Käfigs 2-3 dünne, beweglich aufgehängte Äste ins Vogelheim. Auf ihnen können die Sittiche spielerisch ihre Fußmuskulatur trainieren.

 

 

Sitzstangen aus Plastik

In vielen Vogelkäfigen werden vom Hersteller Sitzstangen aus Plastik verwendet. Diese sind jedoch absolut ungeeignet und sollten am Besten sofort entfernt werden. Sie sind eine Brutstätte für Krankheitserreger und schaden den Füßen der Sittiche.
Besonders unangebracht sind Sitzstangen, die mit Sandpapier überzogen sind, das der stärkeren Abnutzung der Krallen der Vögel dienen soll. Da die Vögel die Stangen mit dem ganzen Fuß umfassen, scheuert das Sandpapier nicht nur an den Krallen sondern auch an der Fußsohle. In der Folge leiden die Sittiche unter Schmerzen und häufig bilden sich Entzündungen, offene Stellen und Geschwüre an den Füßen.

 

Sitzstangen aus Holz

Mittlerweile gibt es viele Vogelkäfige, die mit Sitzstangen aus Holz ausgestattet sind. Diese sind deutlich besser als Stangen aus Plastik. Leider sind sie jedoch so gearbeitet, dass sie an allen Stellen gleich dick sind und somit ebenfalls zu einer einseitigen Belastung des Vogelfußes beitragen, was wiederum zu Druckstellen und Geschwüren führen kann. Zudem bieten die gedrechselten Holzstangen den Sittichen keine Möglichkeit, ihr Nagebedürfnis auszuleben.
Die beste Alternative einen Vogelkäfig mit Sitzgelegenheiten auszustatten, ist die Verwendung von Stangen aus Naturholz. Die Äste sollten unterschiedliche Durchmesser haben und ihre Rinde sollte nicht abgeschält sein. Die Sittiche sitzen gut auf diesen Naturästen, trainieren ihre Fußmuskulatur und können das Holz ausgiebig benagen.

Info: Naturäte müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Die Haltbarkeit der Hauptsitzäste können Sie verlängern, indem Sie für diese Sitzstangen Hartholz verwenden. Weicheres Holz wird schneller zerstört, außerdem können einige Weichhölzer (z.B. Fichte, Tanne) klebriges Harz enthalten, dass die möglicherweise Sittiche schädigt.

Tipp: Geben Sie Ihren Sittichen mindestens einmal wöchentlich frische Äste aus der Natur zum Benagen. So bieten Sie Ihren Vögeln eine sinnvolle Beschäftigung, und die Sitzäste werden ein wenig verschont.

 

Sitzstangen kaufen oder Naturäste suchen

Sitzgelegenheiten für Sittiche, Durchmesser, Anordnung, Reinigung, Äste

Naturäste mit unterschiedlichem Durchmessern sind als Sitzgelegenheitenfür Vögel ideal

Natürliche Sitzstangen kann man entweder im Fachgeschäft kaufen oder selber in Wald oder Garten suchen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass das Holz nicht von gespritzten Bäumen (z.B. mit Insektiziden behandelten Obstbäumen) oder von für die Vögel giftigen Bäumen stammt. So darf man beispielsweise keinesfalls das Holz der Eibe, Thuja oder von harzenden Nadelbäumen benutzen. Das gleiche gilt für Sträucher mit giftiger Rinde wie Holunder und Zierkirschen.
Geeignetes Holz liefern ungespritzte Obstbäume, Weiden, Ahorn, Ulmen, Buchen, Hasel, Erlen, Eichen, Pappeln, Ebereschen oder Birken. Naturäste müssen zunächst sorgfältig gereinigt und getrocknet werden bevor man sie sicher und fest am Käfiggitter befestigt. So können Vergiftungen, Verletzungen und Infizierungen durch Keime verhindert werden.

 

 

Sitzstangen Größe

Der Durchmesser der Sitzstangen sollte entsprechend der Größe des Vogels gewählt werden. Die meisten Vögel bevorzugen Äste, die sie umfassen können, ohne dass sich dabei ihre Krallen berühren. Aber es sollten im Vogelkäfig sowohl dünne als auch sehr dicke Sitzstangen zur Verfügung stehen. Unterschiedlich dicke Äste trainieren die Fußmuskulatur des Vogels und beugen einer Verkümmerung der Füße vor.
Viele Sittiche schlafen nachts gerne auf etwas dünneren Ästen, die möglichst weit oben im Käfig befestigt werden. Das liegt daran, dass die Vögel dort schon kleinste Vibrationen bemerken. In ihrer Heimat ist das für sie überlebenswichtig, da sie so vor sich nähernden Feinden gewarnt werden. Die Möglichkeit, auf diesen dünnen Ästen zu schlafen, gibt den Vögeln ein Gefühl der Sicherheit. Wenn keine dünnen Äste im Käfig vorhanden sind, nehmen viele Sittiche auch vorlieb mit einer Schaukel.

 

Anordnung und Befestigung der Sitzstangen

Die Anzahl der Sitzäste richtet sich nach der Anzahl der Vögel und der Größe des Käfigs. Jeder Vogel benötigt mindestens zwei Sitzgelegenheiten auf unterschiedlichen Ebenen. Zu viele Sitzstangen sollten aber nicht im Käfig angebracht werden, da die Vögel Platz und Bewegungsfreiheit benötigen.
Im Handel gibt es unterschiedliche Befestigungen für Sitzgelegenheiten. Falls die Sitzstangen mit Schrauben oder ähnlichen Metallteilen am Käfiggitter befestigt werden, sollte man darauf achten, dass diese Befestigungen aus Edelstahl (V2A) sind. Andere Varianten sind oft mit Schwermetallen wie Zink, Blei und Chrom belastet und vergiften die Vögel. Edelstahl kann man u.a. leicht daran erkennen, dass er nicht magnetisch ist. Detailliertere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Material für Vogelkäfige.
Die Stange, die der Haupt – Sitzplatz für Ihre Sittiche ist, sollte so angebracht werden, dass sich die Vögel mit Ihnen auf Augenhöhe befinden. Sind die Sitzstangen zu niedrig angebracht, ängstigen sich Sittiche, da ihnen in der Natur häufig Gefahr von oben droht. Bei sehr nervösen Vögeln sollte man eine Sitzstange jedoch über Augenhöhe montieren, um den Sittichen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

 

Sitzseile für Vögel

 

Sitzseile für Sittiche Bild von Silvia Hain

Sitzseile für Sittiche
Bild von Silvia Hain

Zusätzlich zu den Stangen aus Naturholz ist auch die Anbringung von Sitzseilen aus Sisal oder Baumwolle im Vogelkäfig sehr sinnvoll. Man kann diese Seile entweder fest spannen oder locker hängen lassen. Im Zoofachhandel gibt es zudem bunte Sitzseile, in denen sich Draht befindet. Diese sind etwas fester und lassen sich biegen. Auf jeden Fall sind Seile für Kletter- und Turnübungen Ihrer Sittiche bestens geeignet, da sie schwingen und beweglich sind. So werden die Vögel zu mehr Aktivitäten animiert, was zu ihrer körperlichen Gesundheit und seelischen Ausgeglichenheit beiträgt.
Da die meisten Sittiche die Seile auch benagen, sollten Sie immer die zerfledderten Enden abschneiden, damit die Vögel nicht in ihnen hängen bleiben können.

 

Sitzbrett für Sittiche

Als zusätzliche Sitzgelegenheit ist die Anschaffung von Plattformen (Kork, Holzbrettern oder Eckgittern) zu erwägen. Vor allem alte und kranke Vögel bevorzugen solche Sitzbretter, da sie sich auf ihnen leichter halten können und Füße und Gelenke geschont werden, die dadurch weniger schmerzen. Aber auch einige junge Sittiche sitzen von Zeit zu Zeit gerne auf Plattformen. Diese dürfen jedoch keinesfalls die Sitzstangen ersetzen.

 

Reinigung der Sitzstangen

Bei der Anordnung der Sitzstangen sollte man darauf achten, dass darunter liegende Stangen, Spielzeug und vor allem Futter- und Wasserbehälter nicht mit Kot beschmutzt werden. Das schützt die Vögel vor Infektionen und erleichtert die Reinigung des Vogelkäfigs.
Die Sitzstangen selbst müssen regelmäßig vom Kot befreit werden. Mindestens einmal wöchentlich sollte man sie mit heißem Wasser abwaschen und mit einer Drahtbürste säubern. Bei der Reinigung der Sitzseile sollte man darauf achten, dass sie erst wieder im Käfig angebracht werden dürfen, wenn sie vollständig getrocknet sind.

 

Tipp: Wir haben für Sie einige geeignete Sitzgelegenheiten für Sittiche ausgesucht.

 



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