Seitenübersicht

Netzwerke & Links

Demerarasittiche

Demerarasittiche, Pyrrhura, egregia, Rotschwanzsittich, Haltung, Zucht, kaufen

Demerara
Bild von Silvia Hain

Demerarasittiche (Pyrrhura egregia), englisch Demerara Conure, gehören zur Gattung der Rotschwanzsittiche (Pyrrhura) und kommen ursprünglich aus Südamerika, genauer aus Venezuela und Guyana. Man findet sie dort in den Tafelbergen auf einer Höhe von 700m-1800 m.
Der Lebensraum der Demerarasittiche beschränkt sich nicht allein auf die Baumkronen von Wäldern und Nebelwäldern, sie halten sich auch an Waldrändern und in der Sekundärvegetation auf. Man sieht die kleinen Papageien außerhalb der Brutzeit meist paarweise oder in kleinen Schwärmen.
In freier Natur sind Demerarasittiche nur örtlich häufig anzutreffen, insgesamt wird ihr Vorkommen als gelegentlich eingestuft. Sie sind bei Cites in Anhang 2 gelistet.
Demerarasittiche befinden sich nur gelegentlich in menschlicher Obhut, obwohl sie am Menschen interessiert sind und relativ leicht zahm werden.

 

Demerarasittiche Aussehen

Demerarasittiche werden etwa 25 cm groß. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Für eine genaue Geschlechtsbestimmung benötigt man eine Endoskopie oder eine DNA Bestimmung.
Das Gefieder vom Demerarasittich ist überwiegend grün. Stirn, Scheitel, Hinterkopf und Nacken sind braun, wobei jede Feder grün gesäumt ist. Die Ohrdecken sind rot-braun. Der seitliche Nacken, Hals und Oberbrust sind grün, wobei jede Feder hell gesäumt ist. Flügelbug und Unterflügeldecken sind hellrot und auch am Bauch befindet sich ein roter Fleck. Die Handdecken und die Außenfahnen der Handschwingen sind blau. Der Schwanz ist grün, wobei die Zeichnung nach oben in eine bräunliche, nach unten in eine graue Färbung übergeht.
Der weiße Augenring ist nackt, die Iris braun, der Schnabel hornfarben und die Füße sind grau.
Die jungen Vögel sehen aus wie die Elterntiere, nur ihr Gefieder ist dunkler.

 

Demerarasittiche Unterarten

Bei den Demerarasittichen gibt es neben der Nominatform noch eine Unterart, den Gran-Sabana-Sittich (Pyrrhura egregia obscura). Mit einer Größe von 24 cm ist der etwas kleiner als die Nominatform und das Grün seines Gefieders ist etwas dunkler. Er lebt in Brasilien und Venezuela.

 

Demerarasittiche Haltung

Demerarasittiche sollten keinesfalls als Einzeltiere gehalten werden, da sie genau wie andere Papageien sehr gesellige Vögel sind. Gegenüber ihren Artgenossen sind sie nicht sehr aggressiv. Bei ausreichend Platz können sie außerhalb der Brutzeit in kleinen Schwärmen gemeinsam gehalten werden. Allerdings sollte man sie nicht mit anderen Arten zusammen halten, da sie während der Brut- und Balzzeit territorial und aggressiv werden können.
Da Demerarasittiche sehr aktive Papageien sind, benötigen sie viel Platz. Werden sie im Käfig gehalten, brauchen sie täglich mehrere Stunden Freiflug. Entscheiden Sie sich für einen Volierenhaltung, sollte diese mindestens 3 m lang sein, um dem ausgeprägten Flugbedürfnis der Sittiche Rechnung zu tragen. Temperaturen unter 10 °C vertragen sie nicht, deshalb benötigen Demerarasittiche in einer Außenvoliere ein beheizbares Schutzhaus. Über Nacht sollte den Vögeln ganzjährig ein Schlafkasten zur Verfügung gestellt werden. Um ihren Bruttrieb nicht anzuregen, empfiehlt es sich, den Schlafkasten tagsüber zu entfernen.
Weitere Informationen finden Sie unter Pyrrhura Haltung.

 

Demerarasittiche Verhalten

Demerarasittiche sind sehr agile Vögel, die besonders viel fliegen. Genau wie andere Pyrrhura Arten baden sie gerne. Demerarasittiche gehören zu den mittellauten Papageien. Den größten Teil des Tages sind sie recht leise, bei Aufregung können sie jedoch sehr laut schreien. Wenn sich fremde Personen nähern, werden sie ebenfalls sehr laut. Halten Sie Pyrrhura in Ihrer Wohnung, können Sie sich einen Wachhund getrost sparen. Demerarasittiche sind neugierige Vögel, die ihren Menschen gegenüber anfangs relativ scheu sind, mit der Zeit aber zutraulich werden.
Ausführliche Informationen finden Sie unter Sittich Verhalten.

 

Demerarasittiche Ernährung

Bei der Ernährung der Demerarasittiche sollte berücksichtigt werden, dass mindestens 40 % des Tagesbedarfs durch Obst und Gemüse gedeckt werden. Die Basis des Futters bildet eine Körnermischung für Großsittiche mit möglichst wenigen Sonnenblumenkernen. Zusätzlich sollten Äste zum Benagen gereicht werden, da diese Sittichart ein starkes Nagelbedürfnis verspürt.
Ausführliche Info finden Sie unter Sittich Ernährung.

 

Demerarasittiche Zucht

Die Zucht von Demerarasittichen ist nicht so einfach wie bei anderen Pyrrhuraarten. Das Paar muss sich mögen und gut verstehen, ansonsten beginnt es nicht mit der Brut. Zwangsverpaarungen sind bei diesen Sittichen nicht möglich. Während der Brutzeit sollte der Züchter die Paare separieren, da sie sich bei der Brut sonst gegenseitig stören.
Die Brutpaare wählen gern zwischen hoch- und querformatigen Nistkästen aus. Sie legen 4-5 Eier im Abstand von zwei Tagen, die 23 Tage bebrütet werden. Nach 45-50 Tagen verlassen die Küken das Nest, nach weiteren drei Wochen sind sie futterfest und selbstständig.                                                                                                                                                                  -Weitere Informationen finden Sie unter Pyrrhura Zucht.

 

Demerarasittiche kaufen

Bevor Sie Demerarasittiche kaufen, sollten Sie überlegen, ob Sie diesen Tieren geeignete Haltungsbedingungen bieten können. Auf der Suche nach Demerarasittichen stoßen Sie eventuell auf Menschen, die versuchen, „gebrauchte“ Sittiche zu verkaufen. Die Übernahme von Vögeln, die ansonsten im Tierheim landen oder schlimmstenfalls einfach freigelassen würden, ist sicherlich mehr als nur eine Überlegung wert.
Überlegungen die grundsätzlich vor dem Kauf von Sittichen erfolgen sollten und was bei der Auswahl der Vögel zu beachten ist, können Sie auf unseren Seiten mit allgemeinen Hinweisen nachlesen.

 

Demerarasittiche: meldepflichtig

Für alle Pyrrhuraarten besteht eine Meldepflicht bei den örtlichen Behörden. In den meisten Bundesländern ist die Untere Naturschutzbehörde zuständig, in NRW allerdings das Umweltamt. Die Anmeldung ist kostenlos. Man benötigt dazu ein Formular, dass entweder online oder bei der Behörde direkt erhältlich ist. Desweiteren muss man eine Herkunftsbescheinigung des Züchters vorlegen, die belegt, dass der gekaufte Sittich aus einer legalen, europäischen Nachzucht stammt. Auch die Ringnummer und das Geschlecht des Vogels müssen angegeben werden.
Falls ein Sittich nicht aus der EU stammt, benötigt man eine CITES Bescheinigung.
Weitere Informationen über Meldepflicht, CITES Bescheinigung und das Washingtoner Artenschutzabkommen finden Sie auf unseren Seiten.

 



sittich24.de wird berprft von der Initiative-S

Mehr Pagerank, Homepage bekannt machen und mehr Besucher!