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Braunohrsittiche

Braunohrsittiche (Pyrrhura frontalis), auf Englisch Maroon-bellied Conure, gehören zur Gattung der Rotschwanzsittiche (Pyrrhura) und kommen ursprünglich aus Südamerika, genauer aus Süd-Ost Brasilien. Sie leben dort in Wäldern, in offenem Grasland, in der Nähe von Anbaugebieten und in den Parks der Städte. Man sieht Braunohrsittiche außerhalb der Brutzeit meist in kleinen Schwärmen mit 10-15 Tieren. An Futterplätzen und auf Schlafbäumen können sich auch einige Hundert Sittiche sammeln. Braunohrsittiche kommen häufig im Freiland vor und zählen nicht zu den bedrohten Arten. Sie fressen gerne Mais, Obst und Getreide und gelten deshalb in ihrer Heimat als Schädlinge.

 

 

Braunohrsittich Aussehen

Braunohrsittiche werden etwa 26 cm groß. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Für eine genaue Geschlechtsbestimmung benötigt man eine Endoskopie oder eine DNA Bestimmung.
Das Gefieder der Braunohrsittiche ist überwiegend grün. Am Schnabelansatz befindet sich ein schmaler roter Streifen. Der Kopf  ist ebenfalls grün bis auf die grau braunen Ohrdecken, denen die Sittiche ihren deutschen Namen verdanken. Nacken, Hals und Brust sind olivbraun, wobei jede Feder gelblich gesäumt ist. Handdecken und Handschwingen sind blau, während Bauch und Säume der Unterrückenfedern braunrot sind. Die Schwanzoberseite ist olivgrün, nur die Spitze hat ebenfalls eine braunrote Färbung. Die Schwanzunterseite ist schwarzrot. Der weiße Augenring ist nackt, die Iris dunkelbraun und Schnabel und Füße sind grau.
Die jungen Vögel sehen aus wie die Elterntiere, nur ihre Gefiederfarben sind noch nicht so leuchtend.

 

Braunohrsittich Unterarten

Es gibt zwei Unterarten bei den Braunohrsittichen, den Paraguay-Braunohrsittich (Pyrrhura frontalis chiripepe), den man in Süd Paraguay und in Nord Argentinien findet, und den Bolivien-Braunohr-Rotschwanzsittich (Pyrrhura frontalis devillei), der in Bolivien Paraguay und Brasilien heimisch ist. Beide Unterarten sind mit einer Körpergröße von 24 cm kleiner als die Nominatform. Zusätzlich unterscheiden sie sich von ihr durch ihre vollständig olivgrüne Schwanzoberseite. Bei P.f.devillei sind Scheitel und Stirn braun, Flügelbug, Flügelsaum und Flügeldecken rot. Hinsichtlich Verhalten, Haltung, Zucht und Ernährung sind beide Unterarten von der Nominatform kaum zu unterscheiden.

 

Braunohrsittiche Haltung

Braunohrsittiche sollten keinesfalls als Einzeltiere gehalten werden, da sie genau wie andere Papageien sehr gesellige Vögel sind. Gegenüber ihren Artgenossen sind sie nicht sehr aggressiv. Bei ausreichend Platz können sie deshalb auch in kleinen Schwärmen gemeinsam gehalten werden. Selbst während der Brutzeit ist dies in der Regel möglich.
Da Braunohrsittiche sehr aktive Papageien sind, benötigen sie viel Platz. Werden sie im Käfig gehalten, brauchen sie täglich mehrere Stunden Freiflug. Entscheiden Sie sich für einen Volierenhaltung, sollte diese mindestens 3 m lang sein, um dem ausgeprägten Flugbedürfnis der Sittiche Rechnung zu tragen. Temperaturen unter 10 °C vertragen sie nicht, deshalb benötigen Braunohrsittiche in einer Außenvoliere ein beheizbares Schutzhaus. Über Nacht sollte den Vögeln ganzjährig ein Schlafkasten zur Verfügung gestellt werden. Um ihren Bruttrieb nicht anzuregen, empfiehlt es sich, den Schlafkasten tagsüber zu entfernen.
Weitere Info erhalten Sie auf unserer Seite Pyrrhura Haltung.

 

Braunohrsittiche Verhalten

Braunohrsittiche sind sehr agile Vögel, die besonders viel fliegen. Genau wie andere Pyrrhura Arten baden sie gerne. Braunohrsittiche gehören zu den mittellauten Papageien, was Sie vor der Anschaffung der Vögel beachten sollten. Nachbarn könnten sich durch den Lärm belästigt fühlen. Wenn sich fremde Personen nähern, schreien sie sehr laut. Halten Sie Pyrrhura in Ihrer Wohnung, können Sie sich einen Wachhund getrost sparen.
Auffallend bei Pyrrhura frontalis ist ihre enge soziale Bindung. Die Schwarmmitglieder halten eng zusammen und kraulen sich gegenseitig gern und mit großer Ausdauer. Braunohrsittiche sind neugierige Vögel, die ihren Menschen gegenüber relativ schnell zutraulich werden.
Ausführliche Informationen erhalten Sie auf unserer Seite Sittich Verhalten.

 

Braunohrsittiche Ernährung

Bei der Ernährung der Braunohrsittiche sollte berücksichtigt werden, dass mindestens 40 % des Tagesbedarfs durch Obst und Gemüse gedeckt werden. Die Basis des Futters bildet eine Körnermischung für Großsittiche. Zusätzlich sollten Äste zum Benagen gereicht werden, da diese Sittichart ein starkes Nagelbedürfnis verspürt..
Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Seite Sittich Ernährung.

 

Braunohrsittiche Zucht

Braunohrsittiche werden regelmäßig in menschlicher Obhut gehalten. Ihre Zucht ist relativ einfach, da die Vögel relativ brutfreudig sind. Hält man mehrere Paare in einer Voliere, kommt es nur sehr selten zu Aggressionen zwischen den Tieren. Allerdings können sich die Braunohrsittich Paare bei der Brut gegenseitig stören.
Die Brutpaare wählen gern zwischen hoch- und querformatigen Nistkästen aus. Sie legen 4-7 Eier im Abstand von zwei Tagen, die 23 Tage bebrütet werden. Nach 45-50 Tagen verlassen die Küken das Nest, nach weiteren drei Wochen sind sie futterfest und selbstständig.
Beim Züchter kann man neben der Nominatform auch eine Pyrrhura frontalis Mutation als Falbe (aufgehellt) oder Misty (oliv) erhalten.
Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Seite Pyrrhura Zucht.

Braunohrsittiche kaufen

Bevor Sie Braunohrsittiche kaufen, sollten Sie überlegen, ob Sie diesen Tieren geeignete Haltungsbedingungen bieten können. Vor allem ihre laute Stimme sollte bedacht werden. Die Preise für ein Paar Braunohrsittiche liegt etwa bei 160 € – 300 €.
Überlegungen die grundsätzlich vor dem Kauf von Sittichen erfolgen sollten und was bei der Auswahl der Vögel zu beachten ist, können Sie auf unseren Seiten mit allgemeinen Hinweisen nachlesen.

 

Braunohrsittiche: meldepflichtig

Für alle Pyrrhuraarten besteht eine Meldepflicht bei den örtlichen Behörden. In den meisten Bundesländern ist die Untere Naturschutzbehörde zuständig, in NRW allerdings das Umweltamt. Die Anmeldung ist kostenlos. Man benötigt dazu ein Formular, dass entweder online oder bei der Behörde direkt erhältlich ist. Desweiteren muss man eine Herkunftsbescheinigung des Züchters vorlegen, die belegt, dass der gekaufte Sittich aus einer legalen, europäischen Nachzucht stammt. Auch die Ringnummer und das Geschlecht des Vogels müssen angegeben werden.
Falls ein Sittich nicht aus der EU stammt, benötigt man eine CITES Bescheinigung.
Weitere Informationen über Meldepflicht, CITES Bescheinigung und das Washingtoner Artenschutzabkommen finden Sie auf unseren Seiten.

 



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