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Gelbohrsittiche

Gelbohrsittiche (Ognorhynchus icterotis) gehören zur Familie der eigentlichen Papageien, dem Tribus der Neuweltpapageien und der Gattung der Ognorhynchus. Der griechische Gattungsname setzt sich aus den Wörtern für „Furche“ und „Schnabel“ zusammen und weist auf das kennzeichnende Gattungsmerkmal, einer Kerbe im Oberschnabel, hin.
Gelbohrsittiche stammen aus Südamerika und lebten früher in Kolumbien und Ecuador. Heute findet man diese stark gefährdete Art nur noch in den Zentral-Anden Kolumbiens. Durch gezielte Naturschutzmaßnahmen hat sich der Bestand von etwa 81 Individuen im Jahre 1995 auf über 1000 Exemplare in 2011 erholt. So konnte ihr Status von der IUCN (International Union for Conservation of Nature) von  „kritisch bedroht“ auf „gefährdet“ herabgestuft werden. Wie die meisten Sittiche bevorzugen die Gelbohrsittiche das Leben in kleinen Schwärmen.


 

Gelbohrsittich Lebensraum

Der Lebensraum der Gelbohrsittiche ist der tropische Regenwald. Man findet sie dort in einer Höhe von 1200-3400 m. Lebenswichtig für diesen Papagei ist ein spezieller Baum, die so genannte Wachspalme, die mit einer Höhe von bis zu 60 m die größte Palmenart der Welt ist. Sie wird von den Vögeln zur Ernährung, zur Brut und als Schlafplatz genutzt. Da diese Palme jedoch großflächig für die Schaffung von Weideland gerodet wurde, ging auch der Bestand der Gelbohrsittiche dramatisch zurück.

 

Gelbohrsittiche Aussehen

Gelbohrsittiche gehören mit einer Größe von bis zu 43 cm zu den größten Sittichen. In ihrem Aussehen erinnern sie sehr an die Aras, von denen sie sich jedoch durch befiederte Wangen unterscheiden.
Das Gefieder der Gelbohrsittiche ist überwiegend grün bis gelbgrün. Auffällig sind die gelben Ohrdecken, Vorderwangen und das gelbe Stirnband. Der Schnabel ist schwarz, die Füße sind grau und die rotbraunen Augen werden von einem nackten Augenring umgeben.

 

Gelbohrsittiche Ernährung

Gelbohrsittiche ernähren sich von Beeren und Früchten. Besonders wichtig sind jedoch auch in diesem Zusammenhang die Quindio-Wachspalmen für die Sittiche.


 

Gelbohrsittich Brut

Gelbohrsittiche brüten zweimal im Jahr, im Januar und im August. Pro Brut schlüpfen durchschnittlich zwei Jungvögel. Die Nester werden in den abgestorbenen Stämmen der Wachspalmen in einer Höhe von etwa 20 m gebaut. Dadurch dass die Vögel schwer zu beobachten sind, hat man nur wenige Informationen über ihr Brutverhalten und ihre Gewohnheiten. Außergewöhnlich ist jedoch, dass die Nestlinge nicht von den Eltern allein aufgezogen werden, sondern dass schon selbstständige Junge aus vorherigen Bruten bei der Aufzucht der Kleinen behilflich sind (Helfervögel).

 

Gelbohrsittiche Haltung

Gelbohrsittiche kommen in menschlicher Haltung nicht vor, da sie dafür völlig ungeeignet sind. Das liegt vor allem daran, dass die  Sittiche  nicht stressresistent sind. In der Regel sterben sie schon kurz nach dem sie gefangen werden. Man findet sie deshalb weder in privater Haltung noch in Zoos.

 



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