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Kaktussittiche

Kaktussittiche (Eupsittula cactorum), englisch Cactus Conure, sind südamerikanische Sittiche und wurden früher zu den Keilschwanzsittichen (Aratinga) gezählt. Deshalb sind sie vielen Menschen auch noch unter dem lateinischen Namen Aratinga cactorum bekannt. Neue wissenschaftliche Methoden, wie z.B. die DNA-Analyse, legten jedoch nahe, eine eigenständige Gattung von den Aratingas abzutrennen. Die Gattung heißt Kleine Keilschwanzsittiche (Eupsittula), und neben dem Kaktussittich gehören die Goldstirnsittiche, die Elfenbeinsittiche, die St. Thomas Sittiche, die Braunkopfsittiche und die Jamaikasittiche dazu.
Kaktussittiche leben in Brasilien, überwiegend im Nordosten des Landes. Ihr Status wird mit „häufig“ angegeben, was bedeutet, dass sie nicht zu den gefährdeten Arten zählen. Ihr Lebensraum sind die Savannen, die Caatinga, die durch Dornbüsche und Sukkulenten gekennzeichnet ist,  und offene trockene Wälder. In freier Natur sieht man die Vögel überwiegend paarweise oder in kleinen Gruppen.

 

Aussehen der Kaktussittiche

Kaktussittiche erreichen eine Größe von etwa 25 cm. Es sind sehr schöne Vögel, deren Gefieder überwiegend grün ist. Stirn, Wangen und obere Brust sind bräunlich. Auffallend sind die untere Brust und der Bauch, die in einem schönen gelb orange leuchten. Die Färbung unterscheidet sich jedoch von Vogel zu Vogel. Die Außenfahnen der Flügel schimmern bläulich.
Der Schnabel der Sittiche ist hornfarben und die Füße sind grau. Das Auge mit der orangenen Iris ist von einem nackten weißen Augenring umrandet.
Männchen und Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht, das heißt, es gibt keinen Geschlechtsdimorphismus. Bei den Jungtieren ist das Gefieder noch etwas heller und die Iris dunkel.
Mutationen gibt es bei Kaktussittichen selten, aber es sollen schon blaue und gelbe Vögel gezüchtet worden sein.

 

Kaktussittich Unterarten

Bei den Kaktussittichen ist man sich nicht sicher, ob es eine Unterart gibt. Es wird zurzeit untersucht, ob der Blasse Kaktussittich (Eupsittula cactorum caixana) eine eigene Unterart oder nur eine Farbvariante des Kaktussittichs ist. Sein Gefieder ist, wie der Name schon vermuten lässt, etwas blasser und sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis Pernambuco.

 

Kaktussittich Verhalten

Kaktussittiche sind recht aktive Vögel. Sie klettern viel und ihr Flug ist schnell aber schwerfällig. Sie sind nicht sehr laut, baden gern und nagen viel. Sie zählen eher zu den scheuen Sittichen, deren Interesse an Menschen anfangs nicht allzu groß ist. Um sie zahm zu bekommen, braucht man schon etwas Geduld.
Da die Vögel gerne in einem Schlafkasten übernachten, sollte man ihnen ganzjährig einen zur Verfügung stellen.
Ausführliche Infos über das Verhalten von Sittichen können Sie bei uns nachlesen.

 

Kaktussittiche Haltung

Kaktussittiche werden in Brasilien recht häufig in menschlicher Obhut gehalten. Da es jedoch seit vielen Jahren ein Ausfuhrverbot für Wildvögel aus Brasilien gibt, sind kaum Vögel nach Europa gelangt. Deshalb sieht man Kaktussittiche in Deutschland und in ganz Europa nur sehr selten, obwohl es sich um angenehme Pfleglinge handelt.
Kaktussittiche sollten in einer mindestens 3 m langen Voliere gehalten werden, an die ein beheizbares Schutzhaus angeschlossen ist, da die Temperatur, bei der die Vögel sich wohl fühlen, mindestens 10 °C beträgt.
Ausführliche Informationen über die Haltung von Sittichen finden Sie bei uns.

 

Kaktussittich Ernährung

Für eine gesunde Ernährung sollten Kaktussittiche als Basisfutter eine Körnermischung für Großsittiche erhalten, die nur wenige Sonnenblumenkerne enthält. Besonders wichtig ist jedoch, dass sie viel Grünfutter, Obst und Gemüse erhalten, da sie damit mindestens 40 % ihres Nahrungsbedarfs abdecken sollten. Die Bereitstellung von Vogelgrit, Sepiaschalen und täglich frischem Wasser muss natürlich ebenfalls gewährleistet sein.

 

Zucht der Kaktussittiche

Kaktussittiche lassen sich nicht leicht in menschlicher Obhut züchten. Für die Brut benötigen sie einen Nistkasten mit den Maßen 20 x 20 x 35 cm und einem Einschlupfloch mit einem Durchmesser von 6 cm. Die Vögel legen im Abstand von jeweils zwei Tagen 3-5 Eier, die 21 Tage bebrütet werden. Nach circa 50 Tagen verlassen die Küken das Nest, werden aber noch etwa vier Wochen von den Eltern gefüttert. Im Alter von etwa 14 Tagen werden die Nestlinge vom Züchter mit einem geschlossenen 5,5 mm Ring gekennzeichnet.
Informationen über die Zucht von Sittichen können Sie bei uns nachlesen.

 



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