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Gefahr Wegfliegen

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Ein vergittertes Fenster bietet große Sicherheit für freifliegende Sittiche

Die größte Gefahr für alle Heimvögel ist das Wegfliegen. Sind sie erst einmal draußen, hat man kaum eine Chance, sie wieder zu fangen. Da Sittiche über kein gutes Orientierungsvermögen verfügen, finden sie allein nicht wieder in ihr Zuhause zurück. Je weiter der Vogel sich entfernt, desto größer wird seine Angst und damit auch seine Fluchttendenz. Das bedeutet, dass er mit immer größerer Geschwindigkeit weiterfliegt und erst, wenn er völlig erschöpft ist, irgendwo landet. Für den Halter ist es nun fast unmöglich, den entflogenen Sittich wiederzufinden und wohlbehalten nachhause zu bringen.
In freier Natur haben die meisten Sittiche in Deutschland keine Überlebenschance. Ausnahme sind hier die Halsbandsittiche, die in wenigen Städten Kolonien gegründet haben, die ihnen ein Überleben möglich machen. Andere Sittiche sterben jedoch, weil sie entweder verhungern, verdursten, erfrieren oder von Raubtieren (Katzen, Greifvögel) gefressen werden.

 

 

Gefahrenquelle offene Fenster und Türen

Für Sittiche gibt es viele Möglichkeiten wegzufliegen. An erster Stelle stehen hier natürlich offene Türen und Fenster. Auch durch gekippte Fenster können die Vögel entwischen. Gardinen und Vorhänge vor offenen Fenstern bieten keinen Schutz, da die Sittiche gerne an ihnen emporklettern und so freien Zugang zu dem offenen oder gekippten Fenster finden. .

 

Gefahrenquelle Mensch

Auch wenn man peinlich genau auf geschlossene Türen und Fenster achtet, kann es passieren, dass ein Sittich, der unbemerkt auf der Schulter oder dem Kopf eines Menschen sitzt, ohne Absicht des Halters mit nach draußen genommen wird. Gefahr droht den Vögeln dabei sowohl durch Besucher, die nicht sehr achtsam sind, als auch durch den Vogelbesitzer selbst. Manche Menschen nehmen ihre sehr zahmen Sittiche mit auf den Balkon oder auf kurze Wege rund ums Haus. Das ist sehr gefährlich, selbst wenn es jahrelang gut gegangen ist. Erschreckt sich der Vogel durch ein plötzliches Geräusch oder etwas, das er sieht, kann auch der anhänglichste Sittich in Panik wegfliegen. Den Weg nach Hause findet er alleine nicht.

 

Gefahrenquelle Käfig

Auch ein Vogelkäfig bietet keine absolute Sicherheit für Sittiche. Sind die Käfigstäbe zu weit voneinander entfernt oder haben sie sich im Laufe der Zeit verbogen oder gelockert, kann der Vogel sich zwischen ihnen hindurchquetschen. Auch nicht gut schließende Käfigtüren bieten den Vögeln Gelegenheit zu entfliehen. Einige Sittiche lernen es sogar, die Käfigtüren selbst zu öffnen.
Vorsicht ist beim Säubern des Käfigs angesagt. Wenn der Sandschuber entfernt ist, können die Vögel problemlos durch die entstandene Spalte krabbeln. Durch ihr aufgeplustertes Gefieder sehen Sittiche größer aus, als sie wirklich sind. Man sollte nicht unterschätzen, wie dünn sich Sittiche machen können. Deshalb sollte man vor dem Herausziehen der Schublade vorsichtshalber immer alle Fenster und Türen schließen.

 

 

Wegfliegen verhindern

Das oberste Gebot, damit Sittiche gar nicht erst wegfliegen können, ist Vorsicht und absolute Achtsamkeit. Kontrollieren Sie jedes Mal sorgfältig alle Fenster und Türen, bevor Sie den Vogelkäfig öffnen. Informieren Sie die Familie über die Freiflugzeiten, damit kein Mitglied plötzlich eine Tür oder ein Fenster öffnet.
Einen guten Schutz bietet die Vergitterung der Fenster im Vogelzimmer. Man kann dazu entweder ein Edelstahlgitter außen am Haus befestigen oder einen maßgenauen unbehandelten Holzrahmen, der mit Maschendraht aus Edelstahl bespannt ist, am äußeren Fensterrahmen anbringen. Die Maschen des Gitters müssen so eng sein, dass die Sittiche sich keinesfalls durchquetschen können. Für Wellensittiche sollten sie beispielsweise höchstens 1cm x 1cm sein.
Tipp: Achten Sie darauf, beim Bau der Vergitterung nur ungiftiges Material zu verwenden, damit Ihre Sittiche nicht krank werden oder sterben, wenn sie am Gitter oder Holzrahmen lutschen und nagen. Verwenden Sie für das Gitter nur reinen Edelstahl und keinesfalls verzinkten Draht oder anderweitig legiertes Metall. Die Sittiche ziehen sich ansonsten leicht lebensbedrohliche Schwermetall-Vergiftungen zu. Ausführliche Informationen zu diesem Thema können Sie hier nachlesen.
Das Holz für den Holzrahmen darf keinesfalls behandelt werden (nicht ölen, lackieren, wachsen, imprägnieren etc.), da alle Produkte zu schwersten Vergiftungen bei Sittichen führen können. Verwenden Sie am Besten hartes Holz (Douglasie, Bangkirai), das bleibt auch unbehandelt viele Jahre haltbar. Weiche Holzarten faulen unter Witterungeinfluss leicht, und werden von nagefreudigen Vögeln zudem sehr schnell zerstört.

 

Info: Was Sie tun können, um ein sicheres Zuhause für Ihre Sittiche zu schaffen, wie Sie Vögel vor Vergiftungen und Ertrinken schützen und welche Pflanzen giftig oder ungiftig sind, können Sie bei uns nachlesen.

 



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