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Sicherheit für Sittiche

von Sittichen zernagtes Elektrokabel

von Sittichen zernagtes Elektrokabel

Die Sicherheit Ihrer Sittiche sollte absolute Priorität genießen. Im Haushalt drohen freifliegenden Vögeln sehr viele Gefahren. Die meisten Sittiche sind neugierig, unternehmungslustig und schnell, daher sind sie besonders gefährdet. Ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben werden vor allem durch Wegfliegen, Ertrinken, Vergiftungen, Herzversagen durch Panik, Unachtsamkeit des Halters und das Fressen giftiger Substanzen bedroht. Deshalb sollte man, bevor man sich Sittiche kauft, die Wohnung oder das Zimmer, in dem sich die Vögel aufhalten, so umgestalten, dass keine Gefahren mehr für die Vögel bestehen. Aber auch in einem vogelsicheren Zimmer muss der Halter stets vorsichtig sein, damit er die Tiere nicht durch Unachtsamkeit verletzt.
Wenn Ihr Sittich einen giftigen oder gefährlichen Gegenstand in den Schnabel nimmt, bleiben Sie ruhig und versuchen Sie nicht, dem Vogel den Gegenstand mit Gewalt wegzunehmen. Meist führt es dazu, dass er ihn noch fester hält oder mit dem Gegenstand davonfliegt. Bieten Sie dem Sittich lieber ein begehrtes Spielzeug oder ein Leckerchen an. Mit etwas Glück geht er auf das Tauschgeschäft ein.

 

Gefahr durch den Vogelhalter

Je zahmer die Sittiche sind, desto größer wird die Gefahr, durch den Halter verletzt oder getötet zu werden, denn zahme Vögel vertrauen dem Menschen und fliegen nicht mehr so schnell weg wenn dieser sich nähert. Sie bleiben am Boden und auf dem Stuhl, Sofa oder Sessel sitzen. Wenn man nur einmal nicht richtig aufpasst, hat man sich auf den Vogel gesetzt oder auf ihn getreten.

 

Gefahr durch Stromschlag

Einen Stromschlag können Vögel im Haus bekommen, wenn sie an Stromkabeln nagen oder wenn sie an eine Steckdose kommen. Deshalb sollten Kabel möglichst unter Putz verlegt werden. Falls das nicht geht, sollten bei freiliegenden Kabeln die Stecker gezogen werden. Steckdosen kann man mit Kindersicherungen oder Blindsteckern versehen.
Achtung: einige Sittiche nagen nicht an freiliegenden Kabeln, sondern nur an Kabeln, die sich versteckt unter Sofas, Schränken oder ähnlichem befinden.

 

Gefahr durch Türen

Viele Sittiche setzen sich gerne auf Türen. Wenn diese dann plötzlich geschlossen oder durch Zugluft zugeworfen werden, klemmen sich die Vögel die Füße ein, wodurch nicht selten die Krallen oder sogar die Zehen abgequetscht werden. Durch den dabei erlittenen Blutverlust kann der Sittich auch sterben. Lassen Sie deshalb die Türen sorgfältig geschlossen oder halten Sie sie mit einem schweren Türstopper offen.
Eine andere Gefahr besteht darin, dass man ein Zimmer verlässt und dabei die Türe schließt, ohne zu bemerken, dass ein Vogel hinterher fliegt. Bekommt er die Tür vor den Kopf oder wird sogar eingequetscht kann es zu schweren Traumata (Knochenbrüche, Genickbruch, Gehirnerschütterung etc.) führen, die nicht selten tödlich enden. Deshalb sollte man immer sehr vorsichtig und umsichtig sein, damit keine Unfälle geschehen.

 

Gefahr durch Glasscheiben

Glasscheiben können von Vögeln nicht erkannt werden. Deshalb fliegen sie sehr oft dagegen, wobei sie sich häufig eine Gehirnerschütterung oder einen Schädel- oder Genickbruch zuziehen. Gardinen oder Vorhänge können die Sittiche schützen. Hat man diese nicht, sollte man, wenn man neue Vögel erstmals fliegen lässt, Rollos oder Jalousien herunterlassen und so die Vögel langsam an die Begrenzung des Raumes gewöhnen. Man kann dann langsam jeden Tag die Rollos ein paar Zentimeter weiter öffnen, bis man sie nach etwa 2 Wochen ganz oben hat.

 

Gefahr durch Schränke

Die meisten Schränke stehen nicht direkt an der Wand. Es befindet sich ein schmaler Spalt dazwischen, in den vor allem die kleinen Wellensittiche leicht hineinrutschen. Sie hängen dann zwischen Wand und Schrankwand fest oder sitzen auf dem Boden hinter dem Schrank. Schlimmstenfalls klettern sie sogar darunter. Allein kommen sie aus diesen Fallen nicht mehr heraus, und den schweren Schrank kann man auch nicht verschieben, ohne den Vogel zu zerquetschen. Die Vögel sterben dann durch Verhungern oder Herzversagen durch die Angst. Deshalb sollte man den Spalt zwischen Wand und Schrank verschließen, indem man z.B. eine Holzplatte auf den Schrank legt, die mit der Wand abschließt und vom Vogel nicht bewegt werden kann.

 

Gefahr durch Schubladen

Sittiche erkunden gern den Inhalt von Schubläden oder Schränken. Beim Schließen werden sie schnell übersehen und können dann ersticken, verhungern  oder aus Angst sterben. Deshalb Schränke und Schubläden nicht offen stehen lassen und beim Schließen sehr vorsichtig sein.

 

Gefahr durch Bücherregale

Sittiche können hinter Bücher klettern und kommen dann u.U. nicht alleine wieder heraus. Aus Angst können sie an Herzversagen sterben. Deshalb die Bücher immer bis ganz nach hinten an die Regalwand schieben, damit keine Lücke entsteht, in die die Vögel kriechen können. Außerdem sollten die Bücher fest stehen, damit sie nicht umfallen und dabei einen Vogel unter sich begraben oder erschlagen können.

 

Gefahr durch Kerzen, Kamin oder offenes Feuer

Kerzen können zur Gefahr werden, weil sie Giftstoffe enthalten und von Sittichen angenagt werden. Vor allem aber führen brennende Kerzen oder andere offene Feuer beim Überfliegen schnell zu schwersten Verbrennungen der Vögel. Deshalb sollte man niemals Kerzen, Kamine oder andere offene Flammen anzünden, wenn Vögel frei fliegen.

Gefahr durch Lampen

Viele Lampen, Strahler und Deckenfluter können sehr heiß werden. Wenn die Sittiche auf ihnen landen, ziehen sie sich Verbrennungen zu. Deshalb sollte man entweder auf solche Lampen verzichten, sie mit Metallgittern abdecken oder Energiesparlampen verwenden, die keine Hitze entwickeln.

Gefahr durch spitze Gegenstände und Kakteen

An herumliegenden spitzen Gegenständen können Vögel sich leicht verletzen. Deshalb sollte man Nadeln, Nägel, Drahtenden und Ähnliches immer sofort wegpacken. Auch Holzsplitter oder nicht richtig eingeschlagene Nägel sind potentiell gefährlich für Sittiche. Auf Kakteen im Vogelzimmer sollte man verzichten, da auch sie zu Stichwunden und Blutungen führen können.

 

Gefahr durch Vorhänge, Gardinen, Stricksachen etc.

Sittiche können sich leicht mit den Füßen in den Maschen von groben Stoffen verfangen. Wenn sie in Panik versuchen sich zu befreien, können die Vögel sich ein Bein ausrenken oder brechen und sich schlimmstenfalls sogar erhängen. Deshalb niemals Strickzeug liegen lassen, Gardinen und ähnliches entfernen oder die Vögel nicht ohne Aufsicht fliegen lassen. Bei lautem Geschrei sofort nachsehen, ob etwas passiert ist.

 

Gefahr durch leere Gefäße

Nicht nur mit Wasser gefüllte Gefäße sind für Sittiche gefährlich. Auch leere Behälter, wie beispielsweise Eimer, Papierkörbe oder Dosen,  können zur tödlichen Falle werden, wenn ein Vogel hineinfällt und allein an der glatten Innenwand nicht mehr herauskommt. Die Tiere können aus Angst einen Herzschlag bekommen oder in dem Gefäß verhungern. Gefäße mit glatten Innenwänden sollten deshalb aus dem Vogelzimmer entfernt werden.

 

Gefahr durch Alkohol und Nahrung für Menschen

Wenn Sittiche menschliche Nahrung zu sich nehmen, ist das meist nicht so gefährlich, dass sie sofort sterben. Dürfen sie jedoch immer wieder davon naschen, tragen sie gesundheitliche Schäden davon. Gewürze, Fette, Zucker, Salz oder Kaffee sind keine geeignete, gesunde Ernährung für Vögel. Alkohol kann je nach aufgenommener Menge auch zum sofortigen Tod des Tieres führen. Die Vögel haben schließlich nur ein geringes Gewicht, so dass auch geringe Mengen Alkohol eine verheerende Wirkung haben können.

 

Gefahr durch Zugluft

Auf Zugluft reagieren Vögel sehr empfindlich, auch wenn sie ihr nur kurzfristig ausgesetzt sind. Sie können Erkältungen, Kropf- und Lungenentzündungen durch sie bekommen. Da diese Erkrankungen lebensgefährlich für die Tiere sind, sollte man Zugluft unbedingt vermeiden. Wenn man sich unsicher ist, kann man mit einer Kerze überprüfen, ob es zugig ist. Die stark flackernde Flamme zeigt auch einen Luftzug an, den Menschen nicht spüren, der aber für Vögel schon gefährlich ist.

Gefahren in der Küche

Die Küche ist ein Ort, an dem Sittiche sich nicht aufhalten sollten, da er sehr gefährlich ist. Den Vögeln drohen Verbrennungen durch heiße Herdplatten, heißes Wasser, Pfannen, Töpfe und Fett. Die Dämpfe, die beim Kochen oder durch Benutzung von teflonbeschichteten Geräten entstehen, können schwere Vergiftungen, gesundheitliche Schäden oder Atemnot hervorrufen, was nicht selten zum Tod der Sittiche führt. In Gefäßen, die mit Wasser gefüllt sind (Töpfe, Schüsseln, Spülbecken etc.) können die Vögel leicht ertrinken. Kommt der Sittich mit Spülwasser in Kontakt, muss er mit lauwarmem Wasser vorsichtig geeinigt werden, anschließend sollte man ihm Ruhe gönnen und ihn wärmen (eventuell mit Wärme- oder Rotlichtlampe). Reste von Putz- oder Spülmitteln rufen Vergiftungen hervor. An scharfen Gegenständen (Schere, Messer etc.) können die Vögel sich leicht verletzen.

Gefahren im Bad

Zum Badezimmer sollten Sittiche grundsätzlich keinen Zugang haben, da sie dort vielen Gefahren ausgesetzt sind. Die Vögel können in der offenen Toilette, der Badewanne (Badeschaum wird als Landefläche angesehen) oder dem Waschbecken ertrinken. Durch geöffnete oder gekippte Fenster können sie entfliegen. Putzmittel rufen schwerste Vergiftungen oder Verätzungen bei den Sittichen hervor. Deshalb die Tür zum Bad immer geschlossen halten, damit die Vögel auf gar keinen Fall in das Zimmer gelangen können.

Info: Was Sie tun können, damit Ihre Sittiche nicht wegfliegen, wie Sie Vögel vor Vergiftungen und Ertrinken schützen und welche Pflanzen giftig oder ungiftig sind, können Sie bei uns nachlesen.

 



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