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Transponder für Sittiche

In Deutschland sind viele Sittiche kennzeichnungspflichtig. In der Regel muß die Kennzeichnung der Vögel mit einem geschlossenen oder offenen Fußring erfolgen. In Ausnahmefällen kann zur Kennzeichnung eines Sittichs auch ein Transponder verwendet werden, was allerdings von der verantwortlichen Behörde (in den meisten Bundesländern ist die Naturschutzbehörde zuständig) genehmigt werden muss.
Ein Transponder wird auch Mikrochip genannt Er befindet sich gemeinsam mit einer Antenne in einer gläsernen Hülle, die etwa 12 mm lang und 2,2 mm dick ist. Der Mikrochip speichert alle wichtigen und vorgeschriebenen Informationen über den Sittich in einem fünfzehnstelligen Code .
Bestellen kann man einen Mikrochip bei der Ringstelle des ZZF (Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe).
Das Einsetzen eines Transponders ist in Deutschland nur bei wenigen Sittichen erlaubt. Bei Tieren, die ein Gewicht von weniger als 100 g erreichen, ist die Markierung mit einem Mikrochip nach dem Tierschutzgesetz verboten. Da die meisten Sitticharten keine 100 g schwer werden, kommt die Implantation mit einem Mikrochip für sie nicht in Frage.


 

Transponder einsetzen

Der Mikrochip wird dem Sittich mit Hilfe einer Injektionsnadel unter Vollnarkose intramuskulär „eingepflanzt“. Leider lässt sich die schonendere subkutane Methode, die bei Säugetieren angewendet wird, bei Vögeln nicht durchführen, da sie mit stärkeren Abstoßungsreaktionen reagieren. Die Vollnarkose ist in Deutschland vorgeschrieben, weil die dicke Nadel (2,6 mm) tief in den Muskel gestochen werden muss, was sehr schmerzhaft ist. Meist wählt man die Brustmuskulatur als Sitz des Mikrochips. Der Transponder darf nur von einem (möglichst vogelkundigen) Tierarzt eingesetzt werden, da es sich um einen chirurgischen Eingriff handelt, der bei fehlerhafter Durchführung zu schweren Verletzungen der inneren Organe und der Knochen, zu Blutungen und sogar zum Tod des Vogels führen kann. Korrekt durchgeführt dauert die OP nur einige Minuten und nach circa drei Wochen hat sich der Mikrochip fest in der Muskulatur eingekapselt.

 

Mini Transponder

Seit 2010 gibt es sogenannte Mini Transponder, die mit einer Größe von nur 1,4 x 9 mm wesentlich kleiner als herkömmliche Mikrochips sind. Diese kleinen Transponder lassen sich leichter implantieren, die OP geht schneller (wodurch automatisch die Vollnarkose verkürzt werden kann), es kommt seltener zu Blutungen, Haut und Muskeln werden weniger verletzt und die Gefahr, den Transponder versehentlich in Knochen oder Organe zu setzen, ist deutlich verringert.
Mini Transponder lassen sich nach Aussage von Tierärzten auch bei kleineren Vögeln wie Wellensittichen implantieren, wodurch sie zu einer Alternative für die Beringung werden könnten. Wie oben schon erwähnt, ist jedoch in Deutschland das Einsetzen von Mikrochips bei Vögeln mit einem Gewicht von unter 100 g verboten.

 

Mikrochip lesen

Ob ein Sittich mit einem Transponder gekennzeichnet ist, kann man nur auf dem Röntgenbild oder mit einem speziellen Lesegerät erkennen. Die Daten, die auf dem Mikrochip gespeichert sind, lassen sich lesen, indem man mit dem Lesegerät in kurzem Abstand an dem Vogel vorbeistreicht. Alle wichtigen Informationen werden nun angezeigt und der Sittich kann zweifelsfrei identifiziert werden. Beim Ablesevorgang werden niederfrequente Radiowellen aktiviert, ansonsten ist das Implantat passiv und sendet keine Strahlen aus.

 

Transponder für Sittiche: Vorteile

Es gibt immer mehr Menschen, die ihre (großen) Sittiche zusätzlich zu der amtlichen Kennzeichnung mit einem Fußring, einen Mikrochip einpflanzen lassen. Da sich ein Transponder nicht leicht wieder entfernen lässt, bietet er die Möglichkeit, einen entflogenen oder gestohlenen Sittich relativ sicher zu identifizieren, wenn er denn gefunden wird. Um den Halter eines Fundtieres aufspüren zu können, ist es jedoch unbedingt notwendig, die Identifikationsnummer, die auf dem Chip gespeichert ist, bei der Registrierungsstelle „Tasso“ zu melden.


 

Transponder bei Sittichen: Nachteile

Lässt man einem Sittich einen Transponder einsetzen, ist das nicht ganz ungefährlich für das Tier. Bei der Operation ist mit den üblichen Risiken, wie Blutungen, Wundnfektion oder Problemen bei der Narkose zu rechnen. Auch kann ein ungeübter Tierarzt den Chip versehentlich in den Knochen oder ein Organ implantieren. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass der Chip im Sittichkörper durch eine Abstoßungsreaktion zu wandern beginnt. Der Vogel kann so den Chip entweder verlieren oder es wird wichtiges Muskelgewebe zerstört .

 



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