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Meldepflicht, Kennzeichnungspflicht und Sachkundenachweis

Kennzeichnungspflicht für Sittiche

Kennzeichnungspflicht für Sittiche

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, Sittiche zu halten oder zu züchten, müssen Sie sich mit den gesetzlichen Bestimmungen, die in Deutschland gelten, unbedingt auseinandersetzen. Falls Sie dies nicht tun und Ihnen relevante Papiere fehlen oder Sie Ihre Sittiche nicht artgerecht halten und füttern, können Ihnen Ihre Vögel von den Behörden abgenommen werden. Außerdem müssen Sie mit einer Geldstrafe rechnen. Auch wenn dieses Thema eher trocken und langweilig ist, ist es von großer Wichtigkeit, wenn Sie sich später nicht wieder wegen formaler Mängel von lieb gewonnenen Hausgenossen trennen wollen.
Für Sittichhalter gibt es einige gesetzliche Bestimmungen, an die man sich unbedingt halten muss. Dazu gehören die Meldepflicht, die Kennzeichnungspflicht und der Sachkundenachweis. Grundlage für diese Vorschriften sind das Washingtoner Artenschutzabkommen und die darauf beruhende Bundesartenschutzverordnung.

 

Meldepflicht für Sittiche

In Deutschland sind alle Sitticharten, bis auf einige aus der Verordnung herausgenommene Arten, meldepflichtig. Als Halter sind Sie verpflichtet, meldepflichtige Sittiche von sich aus anzumelden und nicht auf die Aufforderung der Behörde zu warten. Die Meldepflicht besteht, wenn Sie ein Tier kaufen oder aufnehmen und wenn Sie es verkaufen, abgeben oder es stirbt.
In den meisten Bundesländern ist die Untere Naturschutzbehörde für die Anmeldung zuständig, in NRW das Umweltamt, in manchen Gebieten die Städte oder Gemeinden. Bei Ihrem Kreis-Veterinäramt können Sie erfahren, welche Behörde Sie in Ihrer Heimat kontaktieren müssen.
Info: Die Anmeldung ist kostenlos. Man benötigt dazu ein Formular, dass entweder online oder bei der Behörde direkt erhältlich ist. Desweiteren muss man eine Herkunftsbescheinigung des Züchters vorlegen, die belegt, dass der gekaufte Sittich aus einer legalen, europäischen Nachzucht stammt. Auch die Ringnummer und das Geschlecht des Vogels müssen angegeben werden.

 

Kennzeichnungspflicht für Sittiche

In Deutschland sind fast alle Sitticharten kennzeichnungspflichtig. Die Pflicht besteht ab dem Moment, wo Sie die Tiere in Besitz nehmen oder abgeben.
In der Regel erfolgt die Kennzeichnung der Sittiche mit geschlossenen Fußringen, die entweder vom Zentralverband zoologischer Fachbetriebe (ZZF) oder vom Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA) stammen müssen. In Ausnahmefällen, die jedoch mit den zuständigen Behörden und einem Fachtierarzt für Papageien abgesprochen werden müssen, ist eine Kennzeichnung mit einem Transponder, durch Dokumentation (Fotos des Kopfes (Kraniogramm), der Füße (Pedigramm) und der typischen Haltung) oder DNA-Analyse möglich.

 

Ausnahmen bei der Melde- und Kennzeichnungspflicht

Grundsätzlich sind alle Arten, die bei CITES in Anhang 1 oder Anhang 2 gelistet sind, melde- und kennzeichnungspflichtig. Bis auf Wellensittiche und Nymphensittiche sind dort alle Sitticharten zu finden.
Seit einigen Jahren gibt es aufgrund des hohen Verwaltungsaufwandes jedoch Ausnahmen von der Nachweis Pflicht. Diese Ausnahmen sind die Sitticharten (zurzeit 33), die häufig gezüchtet werden. Sie sind von der Kennzeichnungs- und Meldepflicht befreit.
Neben dem großen und kleinen Alexandersittich und dem Mönchsittich handelt sich dabei überwiegend um Australische Sittiche: Adelaide-Sittich, Barnadsittich, Bauers Ringsittich, Bergsittich, Blaßkopfrosella, Blutbauchsittich, Bourkesittich, Brownsittich, Springsittich, Feinsittich, Gelbbauchsittich, Glanzsittich, Hooded Sittich, Katharina Sittich, Königsittich, Kragensittich, Pennantsittich, Princess of Wales Sittich, Rosellasittich, Rotflügelsittich, Rotkappensittich, Schildsittich, Schmucksittich, Schönsittich, Schwalbensittich, Singsittich, Stanleysittich, Strohsittich, Vielfarbensittich, Ziegensittich.

Da die CITES Listen immer wieder aktualisiert werden, sollten Sie sich jedoch vor dem Kauf von Sittichen beim zuständigen Veterinäramt erkundigen, welche Arten der Melde- und Kennzeichnungspflicht unterliegen und ob die Auflistung auf dieser Seite noch gültig ist.

 

Sachkundenachweis und Sittichhaltung

Nach dem deutschen Tierschutzgesetz ist jeder, der Tiere hält, züchtet oder mit ihnen handelt dazu verpflichtet, sich Kenntnisse über Haltung, Fütterung und Zucht zu verschaffen. Wenn Sie Sittiche gewerblich züchten, ausstellen oder mit ihnen handeln, sind Sie dazu verpflichtet, Ihre Kenntnisse von einem Fachmann (Amtstierarzt) überprüfen zu lassen. Haben Sie diese Prüfung bestanden, erhalten Sie den so genannten Sachkundenachweis. Ohne ihn dürfen Sie Sittiche nicht züchten, ausstellen oder verkaufen. Genauere Informationen erhalten Sie beim Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA).

 



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