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Puderdunen

Per Definition handelt es sich bei Puderdunen um sehr besondere Federn, die bei einigen Vogelarten für die Pflege des Gefieders wichtig sind. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind Puderdunen spezialisierte Konturfedern, die man an mehreren Stellen im Untergefieder findet, beispielsweise an Brust und Leiste.
Die Federäste dieser speziellen Federn zerfallen zu einer sehr feinen, fettigen staubähnlichen Substanz, auch Puder oder Gefiederpuder genannt, die aus Keratingranula besteht.
Der Puder schützt das Gefieder vor Witterungsseinflüssen und macht es wasserabstoßend. Auch erhält er die Spannkraft und die Geschmeidigkeit der Konturfedern. Die pflegenden Eigenschaften des Gefiederstaubes halten die Flugeigenschaften der Vögel aufrecht und schützen somit ihr Leben.
Eine große Besonderheit bei den Puderdunen ist, dass die zu Puder zerfallenden Spitzen der Federn permanent nachwachsen, was man von anderen Federtypen nicht kennt. Somit hat der Vogel immer ausreichend „Material“ für die Gefiederpflege zur Verfügung.
Der Puder wird vom Vogel durch Aufschütteln des Gefieders (wobei er regelrecht in eine Staubwolke eingehüllt ist) oder beim Putzen mit dem Schnabel auf den Federn verteilt.

 

Vogelarten mit Puderdunen

Puderdunen findet man nur bei wenigen Vogelarten. Sie kommen hauptsächlich bei Vögeln vor, deren Bürzeldrüse stark zurückgebildet oder gar nicht vorhanden ist. Die Puderdunen übernehmen sozusagen die Funktion der Bürzeldrüse. Anstelle des Fettes der Bürzeldrüse „imprägniert“ der ölige Gefiederpuder die Federn.
Puderdunen findet man bei Reiher, Tauben, Laubenvögeln und vielen Papageien- und Sitticharten.

 

Puderdunen bei Papageien, Nymphensittich und Wellensittich

Bei Papageien und Sittichen kann man (etwas verkürzt) sagen, dass je weniger ausgeprägt die Bürzeldrüse ist, desto besser entwickelt sind die Puderdunen. So haben Schmalschnabelsittiche, Amazonen und Rotsteißpapageien überhaupt keine Bürzeldrüse, dafür aber extrem gut entwickelte Puderdunen. Kakadu und Nymphensittich sind ebenfalls ausreichend mit Puderdunen ausgestattet, besitzen aber zusätzlich eine sehr kleine Bürzeldrüse. Die Bürzeldrüse beim Wellensittich hingegen ist recht gut entwickelt, dafür hat er kaum Puderdunen.

 

Puderdunen und Staub

Sittiche, die ihr Gefieder mit dem Staub der Puderdunen pflegen, können für einige Menschen zu einem gesundheitlichen Problemen werden, denn nicht nur das Gefieder der Vögel wird permanent eingestaubt, sondern auch ihre Umgebung. Auf den Möbeln, auf dem Fußboden und auf allen Gegenständen im Vogelzimmer findet sich schon nach kurzer Zeit eine Staubschicht.
Für die meisten Menschen ist der Gefiederstaub harmlos und ungefährlich, allenfalls ein ästhetisches Ärgernis. Anders sieht es aus, wenn man unter Asthma oder Allergien leidet. In diesen Fällen kann der Puder zu starken Beschwerden führen.
Eine Verbesserung der Staubbelastung und der Raumluft kann man mit einem Ionisator erreichen.

Info: Falls Sie Allergiker oder Asthmatiker sein sollten, lassen Sie sich am besten vor der Anschaffung von Sittichen, insbesondere von Nymphensittichen, vom Allergologen testen.

Tipp: Wenn Sie großen Wert auf Sauberkeit legen, sollten Sie sich die Anschaffung von Nymphensittichen gut überlegen. Sie müssen damit rechnen, dass Sie überall dort, wo sich die Vögel aufhalten, permanent staubwischen müssen, wenn Sie Ihre Umgebung staubfrei halten wollen.

 



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