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Anatomie und Physiologie der Sittiche

Sittich AnatomieSittiche unterscheiden sich von Säugetieren deutlich hinsichtlich Körperbau und Stoffwechsel. Um gut fliegen zu können ist ihr Körper mit Federn bedeckt und sehr aerodynamisch. Die Flugfähigkeit der Sittiche wird außerdem durch einen leichten Knochenbau unterstützt. Die Knochen von Vögeln sind nicht mit Mark gefüllt sondern hohl. Um trotzdem eine Stabilität zu garantieren, sind die Hohlräume häufig mit Knochenlamellen durchzogen.
Auch das Atmungssystem, das Verdauungssystem und die Sinnesorgane der Vögel weisen viele Besonderheiten auf. Damit Sie Ihre Vögel etwas besser einschätzen können, gehen wir auf einige dieser Eigenarten ein. Aufgrund der vielen körperlichen Unterschiede zu Säugetieren erklärt sich auch, warum viele Tierärzte, die sich ansonsten mit Hund, Katze und Kaninchen beschäftigen, in der Behandlung von Vögeln nicht sehr kompetent sind.

 

Stoffwechsel von Sittichen

Der Stoffwechsel von Sittichen ist sehr intensiv. Das bedeutet, dass sie häufig fressen müssen, um ihren Energiebedarf zu decken. Bei Wellensittichen sinkt der Blutzuckerspiegel schon nach 12 Stunden ohne Nahrung auf die Hälfte des Normalwertes ab. Deshalb kann es schon nach relativ kurzer Zeit (etwa 24 Stunden) zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Durch den schnellen Stoffwechsel ist auch die Körpertemperatur bei Sittichen relativ hoch. Der Normalwert für Wellensittiche liegt bei 42 Grad. Bei Krankheiten stellt sich selten Fieber ein, meist leiden die Vögel an Untertemperatur.

 

Herz und Kreislauf bei Sittichen

Das Herz von Sittichen ist sehr leistungsstark und schlägt viel schneller (bei Anstrengung bis zu 600 mal pro Minute) als das von den meisten Säugetieren und auch ihr EKG zeigt deutliche Unterschiede. Der Blutdruck ist wesentlich höher. Das erlaubt den Vögeln große Leistungen, macht sie aber auch sehr krankheitsanfällig. Starke Angst kann dazu führen, dass die Hauptschlagader platzt, was leider den Tod des Tieres zur Folge hat. Deshalb sollte man sich bemühen, die Sittiche möglichst wenig zu erschrecken und sie nur wenn es unbedingt nötig ist, und dann auch nur sehr vorsichtig, mit der Hand zu fangen.

 

Salzdrüsen bei Wellensittichen

Die Verfügbarkeit von Wasser ist in den heißen Gebieten Australiens recht gering. Deshalb trinken Wellensittiche oft aus relativ kleinen Gewässern, in denen der Salzgehalt aufgrund der starken Wasserverdunstung ziemlich hoch ist. Damit die Vögel durch die erhöhte Aufnahme von Salz nicht erkranken, besitzen sie ein Organ, dass sonst überwiegend bei Meeresvögeln vorkommt, die sogenannten Salzdrüsen. Mit ihrer Hilfe können die Wellensittiche eine gewisse Menge überschüssigen Salzes aus ihrem Körper ausscheiden. Da die Salzdrüsen in die Nasenhöhle führen, werden sie auch manchmal Nasendrüsen genannt.

 



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