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Schlafen und Ruhen der Sittiche

Schlafen, Sittiche, Wellensittiche, Käfig hängen, auf Boden

schlafender Wellensittich

Wenn es abends langsam dunkel wird, suchen sich die Sittiche einen Platz zum Schlafen. In freier Natur versammeln sie sich meist auf einem großen Schlafbaum, auf dem sie dann gemeinsam die Nacht verbringen.
Auch in menschlicher Obhut haben die Vögel ihren speziellen Schlafplatz, den sie bei Einbruch der Dunkelheit aufsuchen. Dabei kommt es oft zu kleineren Rangeleien. Ein besonders beliebter Schlafplatz sind Schaukeln oder dünne Äste, die im oberen Drittel des Käfigs oder der Voliere angebracht sind. Damit der Streit um den begehrten Schlafplatz nicht zu heftig ausgetragen wird, ist es sinnvoll, mehrere Schaukeln und Äste aufzuhängen, am besten so viele, wie Sittiche da sind.
Sittiche legen sich zum Schlafen nicht hin, sondern sitzen auf einem Ast oder einer ebenen Fläche und ziehen dabei häufig einen Fuß ein. Manchmal hängen sie sich auch mit Krallen und Schnabel an das Käfiggitter. Einige Sitticharten schlafen gerne in einem speziellen Schlafkasten, andere sitzend auf dem Boden (z.B. Ziegensittiche, Springsittiche). Bei den meisten Arten ist dies jedoch ein untrügliches Krankheitszeichen (z.B. Wellensittiche).

 

 

Schlafdauer bei Sittichen

Viele Sitticharten kommen aus einem Land, in dem Tag und Nacht ungefähr gleich lang sind. Deshalb benötigen sie auch etwa 12 Stunden Nachtschlaf, um gesund und ausgeglichen zu bleiben. Auch tagsüber legen sie mehrere kleine Ruhepausen ein und dösen immer mal zwischendurch. Diese Ruhephasen sind wichtig und man sollte sie dann keinesfalls stören.
Bekommen Sittiche zu wenig Schlaf, leiden sie darunter und entwickeln häufig Verhaltensstörungen (z.B. Rupfen, Aggressionen oder Schreien). Deshalb sollten in dem Zimmer, in dem die Tiere wohnen, abends keine Aktivitäten, wie Fernsehen, Unterhaltungen etc. mehr stattfinden. Leben die Sittiche in einem Zimmer, in dem sich abends die Familie aufhält, ist es möglich, sie zum Schlafen in einen speziellen Schlafkäfig in einem anderen, ruhigen Zimmer zu bringen.

 

Schlafgewohnheiten bei Sittichen

Im Schlaf ist das Gefieder der Sittiche leicht aufgeplustert und der Kopf wird oft nach hinten gedreht und zwischen die Flügel gesteckt. Häufig hört man vor dem Einschlafen der Vögel ein leises knackendes oder knirschendes Geräusch. Es entsteht, wenn die Sittiche Ober- und Unterschnabel aneinander reiben. Das ist nicht besorgniserregend, sondern lediglich ein Zeichen tiefer Entspannung.

 

Schlafen als Krankheitszeichen bei Sittichen

Wenn das Ruhe – und Schlafbedürfnis bei Sittichen sich verändert, sollte man vermehrt darauf achten, ob sie vielleicht krank sein könnten. Zunehmende Dauer oder Häufigkeit der Pausen  können ein Zeichen für eine Krankheit des Sittichs sein. Ein besonderes Alarmzeichen ist, wenn ein Vogel apathisch auf dem Käfigboden sitzt. Dann ist schnelles Handeln gefragt, denn bei Sittichen ist dies ein Hinweis darauf, dass sie schwer erkrankt sind. In diesem Fall sollte man sofort einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen.

 

 

Nächtliche Panikattacken bei Sittichen

Es kann vorkommen, dass Sittiche sich nachts erschrecken und in Panik geraten. Vor allem Wellensittiche und Nymphensittiche neigen zu dieser als „Nachtschreck“ oder „Nightfright“ bezeichneten Verhaltensweise.
Plötzlich auftretende Geräusche (besonders an Silvester) oder Lichter, aber auch Träume der Vögel sind meist die Ursache für den Nachtschreck. Die Vögel fangen an, laut zu schreien, wild zu flattern und herumzuspringen. Außerhalb des Käfigs fliegen sie einfach los und stoßen dabei gegen Wände, Fenster und Türen. Die Gefahr, sich bei diesen Panikattacken zu verletzen, ist sehr groß.
Wenn ein Sittich in Panik gerät, steckt er alle anderen mit seiner Angst an. Oft fliegt dann der gesamte Schwarm trotz Dunkelheit wild herum und die Sittiche lassen sich nur schwer wieder beruhigen, da ihnen im Dunkeln die Orientierung fehlt.
Wenn man die Panik der Sittiche mitbekommt, sollte man sofort aufstehen und Licht machen, damit die Vögel sich wieder orientieren können. Um sie nicht noch weiter zu ängstigen, nähert man sich den Sittichen nur langsam und redet leise auf sie ein. Haben sich die Vögel wieder beruhigt, müssen alle Tiere auf Verletzungen hin kontrolliert werden.
Treten die nächtlichen Panikattacken häufiger auf, sollten die Sittiche immer im Käfig schlafen, da auf kleinem Raum die Verletzungsgefahr deutlich reduziert ist. Als Orientierungshilfe für die Vögel kann auch ein Nachtlicht (für Kleinkinder) dienen, das man immer an lässt.

 

 

Tipp: Informationen über die Verhaltensweisen, Körpersprache, Putzen, Bewegung, Spielen, Verhaltensstörungen und Aggressionen können Sie bei uns nachlesen.

 

 

Info: In seinem Buch „Sittiche und Papageien, Verhalten in Freiland und Voliere“ informiert Werner Lantermann spannend, ausführlich und kompetent über das Verhalten von Sittichen. Hier können Sie viel über natürliche Verhaltensweisen, Fortbewegung, Aktivitäten, Lernen, Spielen, Aggressionen etc. erfahren und verstehen nach der Lektüre Ihre Vögel sicherlich um Einiges besser als vorher.



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