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Kommando „Nein“

bBeim Zusammenleben mit Sittichen kommt es häufig zu Situationen, in denen die Sittiche etwas tun, was ihre Menschen nicht möchten. Als Halter wünscht man sich in solchen Momenten nichts sehnlicher, als ein Kommando, das die Sittiche dazu veranlasst, die unerwünschte Handlung sofort einzustellen. Leider gibt es das nicht. Allerdings kann die Einführung des Kommandos „Nein“ (oder alternativ „Pass auf“) in vielen Fällen hilfreich sein. Erwarten Sie jedoch nicht, dass die Vögel zu 100 % gehorchen. Wenn Sie jedoch konsequent und regelmäßig mit ihnen trainieren, werden die Sittiche leichter händelbar.
Achten Sie darauf, dass Sie das Wort „Nein“ nicht zu häufig benutzen. Die Vögel gewöhnen sich sonst daran und die erhoffte Reaktion bleibt aus. Auch sollten Sie keinesfalls schreien oder das Kommando in einem besonders harschen Tonfall geben. Ängstliche Vögel könnten sich erschrecken und noch weiter verängstigt werden.


 

Kommando „Nein“: Mögliche Reaktionen

Einige Sittiche finden es besonders schön, wenn ihre Menschen aufgeregt und „Nein“ rufend auf sie zukommen. Endlich passiert mal etwas Spannendes. Das führt dann eher dazu, dass die Vögel die unerwünschte Handlung wiederholen, da sie ja, aus ihrer Sicht, durch das aufgeregte Verhalten der Menschen, belohnt werden.
Unsere Wellensittiche haben sich eine Zeit lang einen Spaß daraus gemacht, immer wieder in einen Bücherschrank zu fliegen. Da wir unsere Bücher nicht zu Konfetti verarbeitet sehen wollten, sprangen wir jedes Mal auf und jagten die Wellensittiche dort weg. Die warteten dann immer genau so lange, bis wir wieder auf dem Sofa saßen, um einen neuen Versuch zu starten. Man konnte ihnen ansehen, dass sie große Freude daran hatten, uns so herum zu scheuchen. Durch unser (falsches) Verhalten haben unsere Wellensittiche nicht gelernt, dass sie nicht in den Bücherschrank fliegen sollen, sondern dass sie besonders viel Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie dort hinfliegen.

 

Frühzeitiger Einsatz des Kommandos „Nein“

Wenn Sie Ihre Sittiche davon abhalten möchten, Unfug zu treiben, ist es wichtig, sie gut zu beobachten. Oft sieht man schon frühzeitig, wenn ein Vogel etwas plant. Sehen Sie ihn an, sprechen Sie ihn mit seinem Namen an und sagen Sie ruhig „Nein“. Der Sittich weiß dann, dass Sie wissen, was er plant und dass er das nicht tun soll. Oftmals gelingt es so, den Sittich von seiner unerwünschten Handlung abzuhalten.
Hat ein Vogel hingegen mit der Ausführung der unerwünschten Handlung schon begonnen, ist es sehr viel schwieriger, ihn davon wieder abzubringen. Ein frühzeitiges Eingreifen Ihrerseits ist also von großem Vorteil.

 

Unerwünschte Handlung mit „Nein“ unterbrechen

Wenn Sie sehen, dass ein Sittich etwas tut, was er nicht soll, schimpfen Sie nicht mit ihm sondern gehen Sie ruhig auf ihn zu, geben das Kommando „Nein“ und halten Ihre Hand vor ihn mit dem Kommando „Auf“. Dann bringen Sie den Vogel an eine andere Stelle und beschäftigen sich dort mit ihm. Geben Sie ihm beispielsweise ein Spielzeug, das er gern hat, spielen oder sprechen Sie mit ihm. So wird der Sittich erst dann mit Aufmerksamkeit belohnt, wenn er etwas ganz anderes als das eigentlich Verbotene tut.

Tipp: Lesen Sie unsere Seiten über Grundkommandos, Gestaltung des Trainings,  positive Verstärkung,  Clickertraining, Target Training und Shaping.  Wenn Sie sich an die Regeln halten, steht einem Lernerfolg ihrer Sittiche nichts mehr im Wege. Sollten sich dennoch Probleme einstellen, wenden Sie sich an einen Verhaltensberater für Sittiche und Papageien.

Info: Wenn Sie Literatur zum Thema „Training mit Sittichen“ suchen, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher:

Da Sittiche zu den Papageien zählen, sind die Ratgeber von H. Niemann und G. Glendell auch für Sittichhalter sehr lesenswert. In beiden Büchern können Sie sehr viel über den richtigen Umgang und das Training mit den Vögeln erfahren. In dem Buch „Spiel- und Wohnideen für Wellensittiche“ erhalten Sie neben Anregungen zur Beschäftigung auch kurze Anleitungen zum Training mit Wellis.

In der Buch Reihe über Clickertraining von Ann Castro wird ausführlich und anschaulich die Durchführung des Trainings erklärt. Die Bände über Problemlösungen mit Clickertraining setzen Kenntnisse voraus, die in den ersten Büchern vermittelt werden.

 

Als „Handwerkszeug“ für das Clickertraining sind handelsübliche, möglichst etwas leisere Clicker geeignet. Ein Targetstab kann ebenfalls von Nutzen sein.

 



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