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Sittich Training

Seit einigen Jahren weiß man, dass Sittiche sehr intelligente Tiere sind. In menschlicher Haltung geht es den Vögeln erst richtig gut, wenn man sie nicht nur körperlich sondern auch geistig fordert.
Die Hauptziele des Trainings mit Sittichen liegen darin, eine Verständigungsmöglichkeit zwischen Halter und Sittichen und eine stabile Beziehung zwischen beiden aufzubauen. Halter und Vögel müssen lernen, miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig zu verstehen. So lassen sich viele Probleme, die im Alltag entstehen können, vermeiden oder zumindest besser händeln.
Mit gezieltem Training kann man sowohl neues Verhalten aufbauen (z.B. Sittich in den Käfig schicken) als auch bestehende Verhaltensweisen ändern (z.B. Sittich vom Beißen abhalten).
Es ist zu beachten, dass ein zahmer Vogel nicht gleichzeitig auch ein trainierter Vogel sein muss. Zahme Vögel, die machen was sie wollen, kann man ebenso wenig als trainiert betrachten wie einen Hund, der zwar keine Angst vor Menschen hat, aber trotzdem nicht auf seinen Halter hört. Für ein friedvolles Zusammenleben ist es durchaus sinnvoll, wenn Ihre Sittiche einige Grundkommandos beherrschen.

 

Voraussetzungen fürs Training mit Sittichen

Mit Geduld, Ausdauer und der richtigen Trainingsmethode kann man mit allen Sittichen, egal welchen Alters, trainieren. Nicht alle Arten und auch nicht alle Individuen sind gleich intelligent. Das bedeutet, dass ein Graupapagei sicherlich mehr lernen kann als ein Wellensittich, es bedeutet aber nicht, dass ein Wellensittich gar nichts lernt und dass man nicht mit ihm trainieren sollte.
Die ersten Trainingsschritte bestehen immer darin, dass Vertrauen der Sittiche zu erlangen. Erst mit handzahmen Sittichen kann das „richtige“Training beginnen. Fangen Sie mit einfachen Übungen und Kommandos an und steigern Sie die Schwierigkeit und Komplexität der Aufgaben dann langsam. Passen Sie die Vorgehensweise immer dem einzelnen Vogel an.

 

Freiwilliges Training

Man sollte bei allen Trainingsmethoden darauf achten, dass die Vögel freiwillig mitarbeiten. Wenn ein Sittich grundsätzlich nicht trainieren oder wenn er das Training einmal frühzeitig abbrechen möchte, sollte er das auch tun dürfen. Das wichtigste ist jedoch, dass Sie Ihre Sittiche niemals!!! bestrafen (auch nicht verbal), wenn sie etwas nicht richtig machen. Die Tiere werden dadurch nicht besser lernen, dafür jedoch Ängste und Verhaltensstörungen entwickeln. Konfrontationen mit Sittichen sollte man grundsätzlich vermeiden. Aufgeregte und energische Sprache oder nervöses Fuchteln mit den Händen verängstigt die Vögel oder regt sie auf. Das führt dann wiederum zu einer Eskalation der Situation. Vergessen Sie nicht, das Training sollte den Menschen und den Sittichen Freude bereiten.

 

Dauer des Trainings für Sittiche

Die größten Trainingserfolge stellen sich ein, wenn man regelmäßig jeden Tag mit den Sittichen trainiert. Die einzelnen Trainingseinheiten sollten jedoch nur etwa 3-10 min dauern, da die Vögel sich nicht sehr lange konzentrieren können. Wenn Sie bemerken, dass die Sittiche nicht mehr bei der Sache sind, brechen Sie das Training sofort ab. Zählen Sie mit, bei der wievielten Wiederholung der Übung ein Vogel nicht mehr mitarbeitet und beenden Sie das Training beim nächsten Mal etwas früher. Zeigt Ihr Sittich beispielsweise bei der fünften Wiederholung Desinteresse, beenden Sie Ihr nächstes Training nach der vierten Wiederholung. So wird jedes Training mit einem Erfolgserlebnis beendet und Sie erhalten sich und den Sittichen den Spaß am Training.

 

Trainings Erfolge bei Sittichen

Genau wie Menschen sind auch Sittiche unterschiedlich intelligent und lernwillig. Man sollte sich   deshalb immer auf den einzelnen Vogel einstellen und sich seinem Lerntempo anpassen. Auch wenn ein Sittich eine bestimmte Übung nur sehr langsam oder niemals lernt, ist das nicht schlimm. Nehmen Sie jeglichen Druck aus dem Training heraus. Schließlich wollen Sie keine Meisterschaft gewinnen, sondern lediglich Freude mit ihrem Vogel haben.

 

Training: Zeitpunkt und Ort

Den Zeitpunkt, an dem ein Training durchgeführt wird, bestimmen die Sittiche. Schlafen oder putzen sie sich, sollte man sie auf jeden Fall in Ruhe lassen. Zeigen sie Angst, sind schlecht gelaunt oder haben keine Lust, darf man sie nicht bedrängen. Das Training sollte den Vögeln immer Spaß und Freude bereiten. Man kann den Sittichen das Angebot zum Training unterbreiten, sollte sie aber niemals drängen, wenn sie keine Lust dazu haben. Wenn Sie Ihre Vögel gut kennen, wissen Sie auch, wann sie aktiv sind. Nutzen Sie diese Zeiten, um sich den Sittichen zu widmen und mit ihnen zu trainieren.
Bei den meisten Sittichen ist es ratsam, sie in der Nähe ihres Käfigs zu trainieren. Sie fühlen sich dort sicherer und haben weniger Angst. Sollte einer Ihrer Vögel im Käfig oder in der Nähe seines Käfigs starke Aggressionen zeigen, führen Sie das Training anfangs lieber in einem anderen Zimmer (klein, wenig möbliert) durch.

 

Trainingsmethoden für Sittiche

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sittiche am besten durch Belohnung lernen. Deshalb sollte die Basis aller Trainingsmethoden in der positiven Verstärkung liegen. Dabei ist es gleichgültig, ob man den Sittichen nur einzelne Kommandos beibringen möchte, komplexere Bewegungsabläufe mithilfe von Shaping einübt oder ob man Clickertraining, Imitationslernen, Tricktraining oder Training mit dem Targetstab durchführt.
Wenn der Halter die Trainings-Prinzipien erst einmal richtig verstanden hat, ist es nicht schwer, den Sittichen etwas beizubringen.

Tipp: Bitte üben Sie niemals Zwang und Druck auf die Sittiche aus!!! Lernen Sie, auf die Signale der Tiere zu achten. Verängstigte Vögel verlieren das Vertrauen zu Menschen.
Info: Wenn Sie Literatur zum Thema „Training mit Sittichen“ suchen, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher:

Da Sittiche zu den Papageien zählen, sind die Ratgeber von H. Niemann und G. Glendell auch für Sittichhalter sehr lesenswert. In beiden Büchern können Sie sehr viel über den richtigen Umgang und das Training mit den Vögeln erfahren. In dem Buch „Spiel- und Wohnideen für Wellensittiche“ erhalten Sie neben Anregungen zur Beschäftigung auch kurze Anleitungen zum Training mit Wellis.

In der Buch Reihe über Clickertraining von Ann Castro wird ausführlich und anschaulich die Durchführung des Trainings erklärt. Die Bände über Problemlösungen mit Clickertraining setzen Kenntnisse voraus, die in den ersten Büchern vermittelt werden.

 

Als „Handwerkszeug“ für das Clickertraining sind handelsübliche, möglichst etwas leisere Clicker geeignet. Ein Targetstab kann ebenfalls von Nutzen sein.



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