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Freiflug für Sittiche

Freiflug

Freiflug

Sittiche sind wie fast alle Vögel Flugtiere, die täglich viele Stunden in der Luft verbringen. Einige Arten führen in freier Natur sogar ein Leben als Nomaden, was bedeutet, dass sie jeden Tag sehr große Strecken fliegen. Durch den Flug werden Muskulatur, Herz und Kreislauf trainiert. Um den Sittichen auch in menschlicher Obhut ausreichend Gelegenheit zu bieten, sich zu bewegen, sollten sie täglich mehrere Stunden Freiflug erhalten. Er ist für alle Vögel eine absolute Notwendigkeit, um gesund zu bleiben. Sittiche, die viel im Käfig sitzen, neigen zu Fettleibigkeit und den damit verbundenen Krankheiten. Außerdem leiden sie an Langeweile, was häufig zu Depressionen und anderen Verhaltensstörungen führt.
Der Freiflug sollte den Vögeln so oft und so lange wie möglich gewährt werden, jedoch mindestens zweimal am Tag für eine Stunde. Vor allem morgens und abends möchten die Sittiche sich gerne bewegen.

Sicherheit beim Freiflug

Natürlich ist es besonders wichtig, dass den Sittichen bei ihrem Freiflug nichts geschieht. Lassen Sie deshalb Ihre Sittiche niemals ohne Aufsicht aus dem Käfig. Bevor Sie die Käfigtür öffnen, sollten
die Zimmer vogelsicher gemacht werden. Prüfen Sie, ob alle Fenster und Türen verschlossen, giftige Pflanzen unerreichbar und andere Tiere (z.B. Hunde, Katzen, Ratten) nicht im Raum sind. Informieren Sie die Familie über die Freiflugzeiten, damit die Vögel nicht durch unbedachtes Öffnen der Türen entwischen können.
Außerdem sollte das Zimmer über mehrere, für die Vögel attraktive Landeplätze verfügen. Das können Freisitze, Vogelspielplätze oder Vogelbäume, die mit für Sittiche geeignetem Spielzeug ausgestattet wurden, sein.

 

Erster Freiflug für Sittiche

Der erste Freiflug sollte erst dann stattfinden, wenn die Sittiche sich an ihr neues Zuhause gewöhnt haben. Sie sollten wissen, wo sich ihr Futter befindet, und dass ihr Käfig ihre „Wohnung“ ist. Meist kann man nach etwa zwei Wochen den ersten Versuch wagen. Bringen Sie viel Zeit mit, um Stress und Hektik erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Öffnen Sie die Käfigtür und warten Sie ab, bis die Vögel von ganz allein den Käfig verlassen. Wenn die Tiere ängstlich sind, kann man Hirse neben die Eingangstür legen, und sie damit locken. Jagen Sie Ihre Sittiche jedoch niemals aus dem Käfig, denn unter Umständen kommen sie sonst nie wieder aus ihrem Käfig heraus (Cage-Bonding-Syndrom). Die Vögel sind nämlich sehr intelligent und merken sich schlechte Erfahrungen gut.
Haben die Sittiche den Käfig freiwillig verlassen, können sie in Ruhe das Zimmer erkunden. Setzen Sie sich ruhig hin, und beobachten die Tiere, um im Notfall eingreifen zu können. Ungeübte Sittiche können zwar sofort gut fliegen, haben aber meist beim Landen und bei anderen Flugmanövern ihre Probleme. Bei gesunden Vögeln gibt sich das jedoch mit ein wenig Übung schnell.
Sollte ein Sittich nach einem Sturz orientierungslos sitzen bleiben und nicht von allein wieder auffliegen, muss er sofort zu einem vogelkundigen Tierarzt gebracht werden.

Rückkehr der Sittiche in den Käfig

Häufig gibt es Probleme, wenn die Sittiche nicht freiwillig in ihren Käfig zurückkehren. Lassen Sie den Vögeln Zeit, und warten Sie in Ruhe ab, bis sie alleine den Käfig wieder aufsuchen. Ein Hirsekolben an der Käfigtür kann den Sittichen den Weg weisen. Auch eine große Käfigtür oder ein integrierter Freisitz erleichtern den „Heimweg“. Sind die Sittiche schon vor dem ersten Freiflug handzahm, kann man sie natürlich auch einfach auf die Hand locken und in den Käfig setzten.
Keinesfalls sollten Sie die Sittiche jagen oder den Versuch starten, sie zu fangen. Vertrauen, das Sie sich mühsam erworben haben, geht so sehr schnell wieder verloren.

 

Flugunwillige Sittiche

Wenn Sittiche nicht fliegen wollen, kann das verschiedene Ursachen haben.
– In der Mauser fühlen sich die Vögel oft nicht sehr wohl und fliegen deutlich weniger. Man sollte sie in Ruhe lassen und abwarten, bis die Mauser vorüber ist.
– Zu dicke Sittiche zeigen oft überhaupt kein Interesse mehr am Fliegen, da es ihnen zu anstrengend ist. Man kann die Vögel sehr langsam zu etwas Bewegung animieren, sollte sie jedoch keinesfalls scheuchen, da ihr Herzkreislaufsystem untrainiert ist und sie durch zu viel Bewegung Schaden nehmen können. Lassen Sie sich durch einen vogelkundigen Tierarzt oder einen Verhaltenstherapeuten für Sittiche und Papageien beraten.
– Flugunfähigkeit ist häufig ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung des Sittichs. Suchen Sie sofort! einen vogelkundigen Tierarzt auf, wenn ein Vogel nicht mehr fliegen kann.b
– Einige Sittiche sind aufgrund von Behinderungen, Alter oder als Folge von Erkrankungen flugunfähig. Gestalten Sie das Zimmer so um, dass der Vogel nirgendwo abstürzen und sich verletzen kann. Seine Beschäftigungsmöglichkeiten sollte er in Bodennähe haben.

 

Tipp 1: Stress und Angst des neuen Sittichs sind deutlich geringer, wenn weitere Artgenossen da sind. Von ihnen kann er alles abgucken, was er im neuen Heim wissen muss.
Tipp 2: Sittiche sollten niemals ohne Aufsicht frei fliegen, da die Verletzungsgefahr sehr groß ist.
Tipp 3: Auf gestreifte Kleidung und schwarze Stiefel reagieren viele Sittiche und Papageien mit Furcht, deshalb sollten Sie darauf lieber verzichten.
Tipp 4: Die Telefonnummer eines vogelkundigen Tierarztes sollte für den Notfall immer bereit liegen.

 



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