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Dicke Sittiche

Dicke Sittiche, Wellensittiche, Nymphensittiche

Zu dicker Wellensittich

Ein häufig auftretendes Problem in der Sittich Haltung ist die Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt. Die Ursachen dafür sind, genau wie beim Menschen, meist zu wenig Bewegung und falsche Ernährung. Manchmal können jedoch auch Krankheiten (z.B. Lipome) verantwortlich für das Übergewicht sein.
Als Haustiere gehaltene Sittiche bewegen sich deutlich weniger als ihre frei lebenden Artgenossen, da sie keine großen Flugstrecken zurücklegen müssen, um sich mit Nahrung zu versorgen. Das Futter steht ihnen den ganzen Tag über zur Verfügung und ist häufig zu fett und zu kalorienreich. Einzeln gehaltene Sittiche fressen oft aus Langeweile, bei im Schwarm gehaltenen Vögeln kann es vorkommen, dass ein Tier von seinem Partner übermäßig gefüttert wird.
Leider gewähren viele Menschen ihren Sittichen immer noch zu wenig Freiflug und bieten ihnen zu wenig Beschäftigungsmöglichkeiten. Einige Sittiche haben einfach keine Lust sich zu bewegen und sitzen lieber den ganzen Tag auf ihrer Stange und erzählen. All diese Gründe können zu Übergewicht führen.

 

Folgen für dicke Sittiche

Die meisten dicken Sittiche leiden mit der Zeit unter spezifischen Folgeerkrankungen des Übergewichts. Zudem werden sie anfälliger für „normale“ Krankheiten und sterben in der Regel früher als normalgewichtige Artgenossen.
Die häufigsten durch Übergewicht ausgelösten Krankheiten bei Sittichen sind Diabetes, Nierenerkrankungen, Gicht, Herzprobleme, Lipome (gutartige Tumore, an denen ein Sittich trotzdem sterben kann), Arthrose und Geschwüre an den Füßen (Ballengeschwüre).
Bei all diesen Erkrankungen handelt es sich um schwere bis lebensgefährliche Störungen. Deshalb ist es absolut notwendig, dicke Sittiche einem vogelkundigen Tierarzt vorzustellen, um schwere Erkrankungen zu vermeiden oder frühzeitig zu behandeln.

 

Übergewicht bei Sittiche erkennen

Bei einem normalgewichtigen Sittich sollte das Brustbein gut zu ertasten und die Brustmuskulatur gut ausgebildet sein. Wenn Fettpolster bei einem Vogel zu fühlen oder deutlich sichtbar sind, ist er wahrscheinlich zu dick.
Zu dicke Sittiche erkennt man oft auch daran, dass sie in ihrer Flugfähigkeit eingeschränkt sind. Die Einschränkungen reichen von Bewegungsunlust über Kurzatmigkeit bis hin zu Flugunfähigkeit.

Sittiche wiegen

Um genau einschätzen zu können, ob Sittiche über- oder untergewichtig ist, sollten sie regelmäßig gewogen werden. Wenn man die Vögel etwa 1-2 mal die Woche wiegt, kann man ihr Gewicht gut im Blick behalten. Kleinere Fettpolster, aber auch Krankheiten (die sich oft mit einer Gewichtsabnahme oder -zunahnme bemerkbar machen) können so frühzeitig erkannt werden.
Zum Wiegen benutzt man am besten eine Küchenwaage oder Briefwaage, die auf 1 g genau misst. Locken Sie Ihre Sittiche mit Futter oder Spielzeug auf die Waage und notieren Sie ihr Gewicht.

 

Therapie bei dicken Sittichen

Die Behandlung von schwer übergewichtigen Sittichen gehört auf jeden Fall in die Hände eines erfahrenen vogelkundigen Tierarztes. Bei leichtem Übergewicht sollte man die Sittiche zu mehr Bewegung, Beschäftigung und Spiel ermuntern. Dabei sollten sie jedoch nicht gescheucht werden, damit sie keine Angst bekommen und sich nicht überanstrengen (untrainierte Menschen schickt man schließlich auch nicht sofort auf die Marathonstrecke). Wenn man den Sittichen jedoch viel Freiflug gewährt, sie in einem Schwarm hält und die Futterplätze möglichst weit von Spielplatz, Vogelbaum und anderen Lieblingsplätzen entfernt einrichtet, werden die Sittiche sich von ganz allein mehr bewegen.

 

Diät bei dicken Sittichen

Ist ein Sittich so dick, dass Bewegung allein zum Abnehmen nicht reicht, sollte an der Ernährung etwas geändert werden. Keinesfalls darf man selbstständig eine Diät oder eine Reduzierung des Futters bei einem Sittich durchführen. Sittiche kommen, auch wenn sie übergewichtig sind, nicht lange ohne Futter aus, da sie einen sehr schnellen Stoffwechsel haben. Schon nach etwa 24 Stunden ohne Nahrung können sie sterben. Holen Sie sich Rat bei einem vogelkundigen Tierarzt!
Bei der Ernährung der Sittiche sollte man darauf achten, dass neben dem regulären Körnerfutter immer frisches Obst, Kräuter und Gemüse angeboten werden. So nehmen die Vögel deutlich weniger Kalorien auf und werden gut mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Leider gibt es einige Sittiche, die Grünfutter grundsätzlich verweigern. Man sollte den Versuch jedoch nicht aufgeben, und ihnen immer wieder frisches Futter reichen.
Auf die Fütterung von Hirse, Sonnenblumenkernen, Nüssen und anderen kalorienreichen Leckerbissen sollte bei dicken Sittichen möglichst gänzlich verzichtet werden. Wenn überhaupt, kann man sie beim Training als Belohnung einsetzen. Im Zoofachhandel gibt es fettarme Körnermischungen für Wellensittiche und Futtermischungen für Großsittiche, die keine Sonnenblumenkerne enthalten.
Auch menschliche Nahrung darf nicht auf dem Speiseplan der Vögel stehen. Sie macht nicht nur dick sondern auch krank.
Eine Futterumstellung auf kalorienarmes Sittichfutter, Extrudate oder Pellets kann eine sinnvolle Maßnahme sein, sollte aber immer mit einem vogelkundigen Tierarzt abgesprochen werden.

Ausführliche Info über eine gesunde Ernährung können Sie unseren Seiten nachlesen.

 

Dicke Wellensittiche

Vor allem Wellensittiche neigen zur Fettleibigkeit. Sie sind häufiger dick als Nymphensittiche oder andere Sitticharten. Man schätzt, dass fast jeder zweite Wellensittich in Heimtierhaltung übergewichtig ist. Das liegt zum Einen wohl daran, dass Wellensittiche häufiger als andere Sittiche Bewegungsmuffel sind, zum Anderen mögen viele Wellensittiche kein Obst und Gemüse, sondern ernähren sich lieber von ölhaltigen Körner und werden von ihren Besitzern zusätzlich mit ungesunden Kräckern und Bisquits gefüttert.
Das normale Gewicht eines Hansi- Bubis sollte bei etwa 35-40 g liegen, das eines Standardwellensittichs bei etwa 50-55 g. Liegt Ihr Wellensittich deutlich über dieser Marke, sollten Sie über eine Gewichtsreduktion mit einem vogelkundigen Tierarzt sprechen.

Tipp: Verzweifeln Sie nicht, wenn ihre Sittiche nicht sofort an Gewicht verlieren. Gesundes Abnehmen geht nur langsam. Zudem kann man durch die teilweise aufgestellten Federn die Fettpolster nicht genau erkennen. Regelmäßiges Wiegen kann hier genaueren Aufschluss geben.

 



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