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Gehandicapte oder behinderte Sittiche

 

Es gibt viele Sittiche, die aufgrund von Krankheiten, Verletzungen, Alter oder angeborenen Defiziten behindert sind. Leider möchten einige Menschen einem solchen Vogel kein Zuhause bieten, da sie ihm keine Daseinsberechtigung zubilligen. Andere Menschen glauben, dass behinderte Tiere unter ihrem Handikap leiden. Das ist jedoch sehr häufig nicht der Fall. Wenn die Sittiche keine Schmerzen haben, können Sie sich meist sehr schnell an ein Handikap gewöhnen. Sie führen dann ein lebenswertes und glückliches Leben.
 Je nach Art der Behinderung muss man jedoch die Haltungsbedingungen anpassen und darauf achten, dass die Tiere sich nicht verletzen können und dass sie nicht von anderen Schwarmmitgliedern gemobbt werden. In der Natur ist die Ausgrenzung geschwächter Tiere überlebenswichtig, so kann es vorkommen, dass gesunde Vögel die Kranken jagen, beißen und nicht mehr in Ruhe fressen lassen. Geschieht dies, muss man die behinderten Sittiche natürlich schützen. Man kann sie entweder mehrmals täglich zum Fressen und Trinken in einen separaten Käfig setzen oder muss sie sogar vollständig separieren. Dabei sollte der behinderte Sittich aber immer Sicht- und Rufkontakt zum Rest des Schwarmes haben.
Das Einschläfern eines Sittichs ist nur notwendig, wenn er unbehandelbare Schmerzen hat oder sich auf andere Weise quält. Ein vogelkundiger Tierarzt kann bei dieser schweren Entscheidung sicherlich eine große Hilfe sein.

 

Flugunfähige Sittiche

Wird ein Sittich flugunfähig, kann das aus unterschiedlichen Gründen geschehen. Häufig sind angeborene Schäden, Knochenbrüche, die französische Mauser oder das hohe Alter des Vogels dafür verantwortlich. Als Halter steht man nun vor der Aufgabe, den Käfig, die Voliere und das Vogelzimmer so einzurichten, dass der gehandikapte Sittich gut zurechtkommt und sich nicht verletzten kann. Flugunfähige Vögel haben ein hohes Risiko, sich durch Stürze schwer zu schädigen. Brüche von Beinen, Flügeln oder Brustbein kommen leider nicht selten vor. Deshalb sollte den Sittichen ein abwechslungsreiches und anregendes Umfeld auf dem Boden geboten werden. Spielzeug, Futter, Wasser und Nagemöglichkeiten müssen problemlos erreichbar sein.

 

Einrichtung für flugunfähige Sittiche

Flugunfähige Sittiche sind in der Regel dazu fähig, weiterhin zu klettern und  zu Fuß zu gehen. Solange ein Vogel nicht unter Gleichgewichtsstörungen leidet, sollte man ihm deshalb Kletterhilfen anbieten, mit deren Hilfe er weiterhin seine Lieblingsplätze erreichen kann. Äste, Seile und Leitern sind dafür gut geeignet.
Da die Gefahr einer schweren Verletzung durch einen Sturz jedoch groß ist, sollte man dafür sorgen, dass ein flugunfähiger Sittich nicht hoch klettern kann. Sein „Abenteuerspielplatz“ sollte sich in Bodennähe befinden. Äste und „Kletterbäume“ dürfen nur noch eine geringe Höhe haben, und erhöhte Plätze dürfen für den Vogel kletternd nicht mehr erreichbar sein.


Vorsichtshalber kann man unter den Lieblingsplätzen des flugunfähigen Sittichs mehrere Lagen Zeitung und ein weiches Handtuch ausbreiten, damit eventuelle Stürze glimpflich ausgehen. Fällt ein Sittich jedoch von den Ästen, muss sein gesamter Lebensraum auf den Boden verlegt werden, damit er sich bei den Stürzen keine Verletzungen zuzieht.
Für flugunfähige Sittiche kann es sehr angenehm sein, wenn ein zweiter flugunfähiger Vogel in den Schwarm integriert wird. So hat er einen Partner, mit dem er sich sozusagen „auf einer Ebene“ beschäftigen kann. Wenn man das ganze Vogelumfeld sowieso schon umgestellt hat, ist es für den Halter auch kein großer Aufwand, einen zweiten gehandikapten Vogel aufzunehmen. Zu vermittelnde gehandikapte Sittiche findet man zur Genüge im Internet.

 



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