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Alte Sittiche

 

Obwohl viele Sittiche, die sich in menschlicher Obhut befinden, nicht sehr alt werden, erreichen zum Glück doch einige ihre biologische Altersgrenze. Mit zunehmendem Alter beginnt auch der altersbedingte Abbau, der sich, wie auch beim Menschen, durch eine langsam voranschreitende Minderung der Leistungsfähigkeit bemerkbar macht.
Ansehen kann man den Tieren ihr Alter in der Regel nicht. Die Vögel werden jedoch ruhiger und bewegen sich nicht mehr so viel. Auch die Mauser macht ihnen zunehmend zu schaffen. Einige benötigen sogar medikamentöse Unterstützung durch den Tierarzt, damit sie nicht zu viele Kräfte bei der Neubildung der Federn lassen. Hennen sollten keinesfalls mehr zur Brut zugelassen werden, da das Eierlegen und die Aufzucht der Jungen sehr kraftraubend sind. Irgendwann können die Sittiche auch flugunfähig werden, was für den Halter eine Veränderung des Lebensraums der Vögel bedeutet.

 

Haltung älterer Sittiche

Mit einigen Änderungen in der Haltung, ist das Leben von älteren Sittichen durchaus lebenswert. Man muss jedoch dafür sorgen, dass ihre Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt werden. Falls junge Vögel im Schwarm leben, sollten die älteren Tiere eine Möglichkeit haben, sich zurück ziehen zu können, da die jungen lebhaften Sittiche ansonsten die älteren schwachen Tiere, die sich oft nicht mehr wehren können, bedrängen. Unter Umständen kann man die älteren Sittiche auch separieren. Aber auch hier gilt: niemals Einzelhaltung. Wenn sich nur ein älterer Vogel im Schwarm befindet, kann man eventuell einen weiteren aus dem Tierheim dazusetzen.

 

Einrichtung für ältere Sittiche

Vor allem wenn ein Sittich nicht mehr fliegen kann, muss sein Lebensraum umgestaltet werden. Futter und Wasser sollten so platziert werden, dass sie problemlos erreicht werden können. Auch sollte man darauf achten, dass ältere Tiere nicht von Jungvögeln von Futter und Wasser vertrieben werden. Geschieht dies, sollte man den Senior mindestens dreimal täglich allein in einen Käfig zum Trinkern und Fressen setzen.
Ältere Sittiche fliegen nicht mehr sehr gerne, da es sehr anstrengend für sie ist. Meist gehen sie zu Fuß. Sie klettern lieber an weichen Seilen als an harten Ästen, da es für ihre oft empfindlichen Füße angenehmer ist.
Solange ein Vogel nicht unter Gleichgewichtsstörungen leidet, kann man ihm Kletterhilfen anbieten, mit deren Hilfe er weiterhin seine Lieblingsplätze erreicht. Vorsichtshalber sollte man jedoch mehrere Lagen Zeitung und ein weiches Handtuch unter seinen Lieblingsplätzen ausbreiten, damit eventuelle Stürze glimpflich ausgehen. Fällt ein Sittich jedoch von den Ästen, muss sein gesamter Lebensraum auf den Boden verlegt werden, damit er sich bei den Stürzen keine Verletzungen zuzieht. Äste und „Kletterbäume“ dürfen nur noch eine geringe Höhe haben, und erhöhte Plätze dürfen für den Vogel kletternd nicht mehr erreichbar sein.
Älteren Sittichen tun häufig die Gelenke weh. Sie legen sich dann gerne hin, um sich zu schonen. Bietet man ihnen breite Sitzstangen, Sitzflächen oder Bretter an, haben sie es deutlich bequemer und können ihre Schmerzen etwas lindern.

 

 

Altersbedingte Krankheiten bei Sittichen

Genau wie Menschen leiden auch Sittiche an altersbedingten Erkrankungen. Vor allem Gelenkserkrankungen, Gefäßprobleme, Senilität (Arteriosklerose), Arthritis, Arthrose, Diabetes und schlechtes Sehen machen ihnen schwer zu schaffen. Ein halbjährlicher Check beim vogelkundigen Tierarzt ist deshalb sehr zu empfehlen. Eventuell muss ein Senior auch regelmäßig Medikamente einnehmen. Vor allem Schmerzmittel können sein Leben sehr erleichtern.

 



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