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Zuchtgenehmigung für Sittiche

In Deutschland dürfen Sittiche und Papageien nur von Menschen gezüchtet werden, die im Besitz einer amtlichen Zuchtgenehmigung sind. Dabei ist es egal, ob es sich um Wellensittich, Ziegensittich, Prachtrosella, Nymphensittich oder andere Sitticharten handelt.
Viele Sitticharten zählen zu den in ihrer Heimat bedrohten Vögeln. Deshalb stehen sie unter besonderem Schutz. Die Erfassung aller Züchter und die Melde- und Kennzeichnungspflicht der Sittiche erleichtern es, die Herkunft eines Vogels zu klären. Legale Nachzuchten können relativ sicher von illegal gefangenen und importierten Vögeln unterschieden werden.

 

Zuchtgenehmigung für Sittiche beantragen

Eine Zuchtgenehmigung bekommt man beim Veterinäramt oder beim Ordnungsamt. Die Zuständigkeit ist nicht länderübergreifend geregelt, deshalb muss man sich vor Ort erkundigen, welches Amt zuständig ist. Ist geklärt, woher man die Zuchtgenehmigung erhält, kann man schriftlich einen formlosen Antrag auf Erteilung einer Zuchtgenehmigung einreichen.

Eine Zuchtgenehmigung gilt nur für die Adresse, für die sie auch beantragt wurde. Bei einem Umzug muss sie neu beantragt werden, egal ob man in ein anderes Bundesland oder nur zwei Straßen weiter zieht. Außerdem gilt die Zuchtgenehmigung nicht für alle Zeiten, sondern kann jederzeit widerrufen werden.

 

Zuchtgenehmigung bekommen

Um eine amtliche Zuchtgenehmigung zu erhalten, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:
– Alter: Mindestens 16 Jahre
– Zuverlässigkeit: wird in einigen Gemeinden durch ein Führungszeugnis belegt
– Räumlichkeiten: ausreichend große und gut ausgestattete Volieren/Käfige und ein Quarantäneraum, in dem erkrankte Vögel separiert werden können. Dieser Raum muss leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein, weshalb Fußboden und Wände mit Fliesen oder Beton ausgestaltet sein sollten. Der Quarantäneraum sollte möglichst außerhalb der Wohnung liegen, meist wird jedoch ein zweites (unbenutztes) Badezimmer akzeptiert. Räumlichkeiten und Unterbringung der Sittiche werden vom Amtstierarzt überprüft. In einigen Gemeinden erfolgt eine jährliche Kontrolle der Zucht.
– Sachkundenachweis: erfolgt durch eine mündliche oder schriftliche Prüfung, die in der Regel vom Amtstierarzt abgenommen wird.

 
Zuchtgenehmigung Fragen

Um eine Zuchtgenehmigung für Vögel zu erhalten, gibt es Einiges, was man wissen muss. In der Sachkundeprüfung werden Fragen zu den Themen Ernährung, Haltung und Zucht von Sittichen und Papageien gestellt. Außerdem werden Ihre Kenntnisse über die Rechtsgrundlagen der Sittichhaltung geprüft. Dazu gehören das Tierschutzgesetz, das Bundesseuchengesetz und das Tierseuchengesetz Welche Prüfungsfragen im einzelnen gestellt werden, kann man nicht vorhersagen, da jeder Amtstierarzt seine Fragen individuell stellt.

 

Kosten der Zuchtgenehmigung

Auf die Frage „was kostet eine Zuchtgenehmigung“ kann man keine allgemein gültige Antwort geben, denn die Preise variieren von Gemeinde zu Gemeinde. Die Preisunterschiede können enorm groß sein, meist liegen die Kosten jedoch zwischen 15 € und 250 €.
Nach Erhalt der Zuchtgenehmigung benötigen Sie ein Zuchtbuch, dass Sie regelmäßig führen müssen.
Das kostet noch einmal ein paar Euro. Auch für Fußringe und Ringzange müssen Sie noch etwas Geld einplanen.

 
Einmalige Zuchtgenehmigung

Sittiche darf man niemals ohne Zuchtgenehmigung brüten lassen. Auch wenn man die Jungtiere nicht verkaufen sondern für sich behalten oder verschenken möchte, benötigt man auf jeden Fall eine Zuchtgenehmigung. Züchten ohne Zuchtgenehmigung kann für den Züchter sehr teuer werden, denn er muss mit einer Strafe rechnen, die einige 1000 € betragen kann. In einigen Fällen beläuft sich die Anfangsstrafe sogar auf über 3500 €.
Wenn Sie eines Tages überraschend Eier finden, die Ihre Krummschnäbel gelegt haben, müssen Sie eine Ausnahmegenehmigung beim Veterinäramt beantragen. Der Amtstierarzt wird Ihnen in der Regel bei Fragen zur Aufzucht und bei der Beringung der Jungvögel behilflich sein. Bedenken Sie bitte auch, dass die Nestlinge einiger Sitticharten bei der zuständigen Behörde angemeldet werden müssen (Meldepflicht) oder eine CITES Bescheinigung benötigen..
Bitte verheimlichen Sie eine Brut auf keinen Fall. Spätestens wenn ein Vogel aus nicht genehmigter Zucht zum Tierarzt muss, fällt auf, dass er aus einer illegalen Zucht stammt, da er keinen Fußring trägt (in Deutschland muss fast jeder Sittich einen amtlichen Ring tragen, und den erhält man nur, wenn man eine Zuchtgenehmigung vorlegen kann).

 



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