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Legenot

Unter Legenot versteht man, wenn ein Sittichweibchen Probleme bei der Eiablage hat. Der Henne ist es dann nicht möglich, das Ei aus dem Eileiter und der Kloake zu pressen. Wenn ihr die Eiablage nicht innerhalb weniger Stunden gelingt, wird die Henne zunehmend schwächer und stirbt. Deshalb ist die Legenot immer als absoluter Notfall anzusehen. Ein Tierarzt sollte so schnell wie möglich aufgesucht werden.
Die Symptome einer Legenot sind für den Laien nicht immer eindeutig erkennbar. Das Weibchen wirkt jedoch unruhig und nervös, wippt mit dem Schwanz und versucht dabei stark zu pressen. Oft hat es Schwierigkeiten, Kot abzusetzen, wobei die abgesetzten Kotballen dann groß und dünn und manchmal mit Blut vermischt sind. Die Henne ist apathisch und sitzt anfangs breitbeinig oder waagerecht in stark gestreckter Körperhaltung. Mit zunehmender Schwäche sitzt sie mit geschlossenen Augen und gesträubten Gefieder auf dem Käfigboden. Sie wirkt sehr krank und hat nur Überlebenschancen, wenn sie unverzüglich zu einem vogelkundigen
Tierarzt gebracht wird.

Ursachen von Legenot

Die Ursachen von Legenot bei Sittichen sind vielfältig. Manchmal geraten junge Hennen bei ihrer ersten Eiablage in Schwierigkeiten, manchmal haben aber auch erwachsene Tiere Probleme, wenn der Eileiter nicht elastisch genug ist. Auch die Beschaffenheit des Eies kann eine Legenot verursachen. So kann das Ei zu groß sein oder die Schale ist zu rauh, zu dünn oder gar nicht vorhanden (Windei). Auch Fehler in der Haltung, wie Nährstoffmangel (vor allem Kalzium und Vitamine), zu kalte, zu feuchte, zu warme oder zu dunkle Räume, Stress oder zu viele Eiablagen ohne Ruhezeiten, begünstigen die Legenot. Ebenso können Eileiterinfektionen, Stoffwechselstörungen oder ein im Körper der Henne zerbrochenes Ei verantwortlich für die Legenot sein.

 

Behandlung der Legenot

Ist die Legenot noch im Anfangsstadium, kann man die Henne mit Wärme (z.B. Rotlicht) unterstützen. Sehr erfahrene Vogelhalter können leicht erwärmtes (keinesfalls heißes) Speise- oder Rizinusöl mit einer Pipette vorsichtig alle 10 Minuten in die Kloake träufeln. Da man bei dieser Behandlung dem Sittich jedoch auch schwere innere Verletzungen zufügen kann, sollten Laien lieber sofort einen Tierarzt aufsuchen. Spätestens nach zwei Stunden Legenot sollte die Henne auf jeden Fall zu einem vogelkundigen Tierarzt gebracht werden. Dabei ist es wichtig, den Vogel auch während des Transports warm zu halten.

Tierärzte können die Sittiche bei den Pressversuchen unterstützen, den Eileiter erweitern oder eine Operation durchführen. Je eher die Henne zum Arzt gebracht wird, desto größer ist ihre Chance, die Legenot zu überleben.

Tipp: Auch Sittichweibchen die allein gehalten werden oder keinen „festen“ Vogelpartner haben, können Eier legen und somit auch an Legenot leiden.

 

Info: Informationen über  Sittich Zucht, Sitticheier und  Legezwang können sie bei uns finden.



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