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Sittich Grünfutter

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Die meisten Sittiche lieben Vogelmiere

Um gesund zu bleiben, benötigen Sittiche neben dem Körnerfutter täglich eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien. Dazu eignen sich am besten Obst, Salat, Kräuter und Gemüse. Besonders beliebt sind bei den meisten Sittichen Vogelmiere und Löwenzahn. Vor der Fütterung muss das Grünfutter für die Großsittiche mit warmem Wasser gut gewaschen und gereinigt werden. Natürlich darf man den Tieren kein angefaultes oder schimmliges Grünfutter geben. Auch auf gespritzte Ware sollte man verzichten, da sie giftig für die Sittiche ist. Am gesündesten für Vögel ist Bio Grünfutter.
Selbst gesammelte Kräuter sollten nicht an Bahndämmen, stark befahrenen Straßen (giftige Abgase), Rändern von Feldern (gefährliche Insektizide und Pestizide), vom Acker oder an von Hunden als Toilette benutzten Plätzen geerntet werden.

 

 

Sittiche an Grünfutter gewöhnen

Vielen Haltern ist sicherlich das Problem bekannt, dass ihre Sittiche kein Grünfutter fressen. Wenn die Ziervögel Grünfutter nicht von klein auf gewöhnt sind, wissen sie nicht, dass es essbar ist. Sie müssen es erst kennenlernen und begreifen, dass es nicht giftig ist. Das braucht manchmal einige Zeit. Man sollte es immer wieder anbieten und eventuell sehr klein schneiden. Wenn ein Sittich aus dem Schwarm sich überwunden hat, das ungewohnte Futter zu probieren, werden es ihm die anderen bald nachmachen. Häufig ist es auch hilfreich, wenn Sie selber das Obst und Gemüse essen, während Sie von Ihren Vögeln beobachtet werden. So werden die Tiere neugierig, und probieren das neue Futter.

 

Obst, Gemüse und Kräuter für Sittiche

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Demerarasittich „erntet“ Basilikum
Foto von Silvia Hain

Informieren Sie sich bitte vor der Fütterung, welches Grünfutter für Sittiche geeignet ist. Es gibt viele verschiedene Sorten Obst, Gemüse und Kräuter, die Sittiche fressen dürfen. Da es aber auch viele giftige Pflanzen gibt, sollte man nur diejenigen verfüttern, von denen man ganz genau weiß, dass sie ungiftig für die Ziervögel sind. (Achtung: manche Pflanzen sind für Menschen oder andere Tiere ungiftig, können für Sittiche aber gefährlich sein).
Besonders beliebt bei den kleinen Papageien sind Vogelmiere und Löwenzahn. Die individuellen Vorlieben der Vögel können jedoch recht unterschiedlich sein, aber mit der Zeit werden Sie herausfinden, welche Pflanzen Ihr Schwarm bevorzugt.

 

Gesundes Grünfutter für Sittiche

Sittiche benötigen viel Vitamin A, wesentlich mehr als wir Menschen. Vitamin A Mangel führt bei ihnen zu Erkrankungen der Atemwege, der Haut und der Leber. Deshalb ist die Gabe von gelben, orangen, roten und dunkelgrünen Obst- und Gemüsesorten sinnvoll, da ihr Vitamin A Gehalt besonders hoch ist. Aus dem gleichen Grund kann man den Vögeln rotes, unraffiniertes, biologisch angebautes Palmöl unter das Futter mischen.
Eine optimale Versorgung mit Kalzium und Phosphor erhalten Ihre Sittiche durch Brokkoli, da das Verhältnis dieser beiden Stoffe hier besonders günstig für Sittiche ist und vom Körper leicht aufgenommen werden kann.

 

Sittiche und Obst

Das gesündeste Obst für Ihre Sittiche ist frisches Bio Obst. Herkömmliches Obst sollte Sie auf jeden Fall gut waschen und schälen, damit die Vögel keine Gifte (Pestizide etc.) aufnehmen. Auch die Schale von gewachsten Äpfeln ist giftig, ebenso wie die Schale von Zitrusfrüchten (auch unbehandelten).
Trockenobst können Sie verfüttern, wenn es nicht geschwefelt ist. Da es sehr viel Zucker enthält, sollten die Sittiche es jedoch nur in Maßen erhalten.
Aufgetautes Tiefkühlobst kann den Vögeln problemlos verabreicht werden, während man auf Obst aus Konserven und Gläsern verzichten sollte, da es zu viel Zucker und Konservierungsstoffe enthält.

 

 

Sittich Grünfutter Liste

Geeignetes Grünfutter:
Obst: Ananas, Apfel, Aprikosen, Bananen, Birnen, Blaubeeren, Brombeeren, Clementinen, Erdbeeren, Feigen, Feuerdorn, Granatapfel, Hagebutten, Heidelbeeren, Himbeeren, Holunderbeeren, Johannisbeeren, Jostabeeren, Kaki, Kaktusfeigen, Kirschen, Kiwis, Mandarinen, Mangos, Melonen, Mirabellen, Nektarinen, Orangen, Papaya, Physalis, Pfirsiche, Pflaumen, Quitten, Reneclouden, Sanddorn, Sharon, Stachelbeeren, Sternfrucht, Sauerkirschen
Gemüse: Alfalfa, Blumenkohl, Brokkoli, Chicoree, Endiviensalat, Fenchel, gekochte grüne Bohnen, Gurken, Grünkohl, gekochte Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Mais, Mangold, Möhren, Okra, Paprika, Pflücksalat, Peperoni, Radieschen, Rauke, Rosenkohl, Rote Bete, Rübenblätter, Salat (nur im Sommer), Sellerie, Spinat, Stangensellerie, Süßkartoffeln, Tomaten, Yams, Zucchini,
Kräuter: Basilikum, Bärlauch, Dill, Estragon, Liebstöckel, Majoran, Minze, Kresse, roter Pfeffer, Senfblätter, Schnittlauch, Wasserkresse, Zitronenmelisse. Inetwas geringeren Mengen (aufgrund der ätherischen Öle) kann man Papageien Salbei, Minze, Oregano, Rosmarin und Thymian geben
Wildpflanzen: Ampfer, Beifuß (gesamte Pflanze verwendbar, grüne Blätter sparsam verfüttern, da sie nicht so gut vertragen werden), Borstenhirse, Fingerhirse, Flughafer, Golliwoog (auch Kallisie oder Schönpolster genannt), Gänseblümchen, Hirtentäschel, Hühnerhirse, Huflattich, Kamille, Katzengras, Knäuel-, Rispen-, Weidel- und Raygras, Krauser Ampfer, Löwenzahn, Sauerampfer, Schafgarbe, Vogelknöterich, Vogelmiere,  Wilder Hafer, Wegerich.

Info: Häufig liest man, dass Apfelkerne Amygdalin enthalten, das im Körper zu Blausäure (Zyanid) umgewandelt wird und deshalb giftig für Sittiche sei. Die bekannte Papageienexpertin Rosemary Low erklärt in ihrem Buch über Papageienernährung, dass ein Vogel täglich Hunderte Kerne fressen müsste, bevor eine gesundheitliche Beeinträchtigung aufträte.

 

Ungeeignetes Grünfutter:
Avocados, Spargel, Rhabarber, Zwiebelgewächse, Nüsse (zu viel Fett), rohe Hülsenfrüchte, Pilze, Ligusterbeeren (obwohl diese für einheimische Vögel ungiftig sind) Schneebeere, frische Datteln (Gerbsäure) Stechpalme, und viele Zimmerpflanzen
Zitrone, Pampelmuse, Pomelo, Grapefruit und Kumquat sollten nicht verfüttert werden, da sie zu viel Säure enthalten.

 

ACHTUNG: Niemals darf man Avocados füttern, da sie für die Vögel hoch giftige Stoffe enthalten. Sittiche können schon an einem kleinen Bissen sterben.

 

 

Tipp 1: Wildhirsen können problemlos eingefroren und dann im Winter aufgetaut verfüttert werden

Tipp 2: Obst und Gemüse sollte man nicht zwischen den Gitterstangen des Käfigs festklemmen, da man diese Stellen sehr schlecht säubern kann, und sich so leicht Schimmel oder Pilze bilden. Bieten Sie das Obst und Gemüse auf einem Teller an, Oder stecken Sie es auf einen Fruchtspieß aus Edelstahl.

Tipp 3: Verfüttern Sie häufig selbst gesammelte Kräuter und Beeren aus der freien Natur, ist es sinnvoll, ein oder zwei mal pro Jahr eine Wurmkur bei den Sittichen durchzuführen. Das Medikament erhalten Sie bei einem vogelkundigen Tierarzt.

Tipp 4: Wenn Sie Ihre Sittiche überwiegend mit einheimischem, der Jahreszeit entsprechendem Grünfutter versorgen, halten sich die Preise für Grünfutter im Rahmen.

 

Weitere Info über die Ernährung von Sittichen, die Wahl des richtigen Körnerfutters und dessen Lagerung, über Eifutter, Aufzuchtfutter, Extrudate und Pellets, Kochfutter, Vogelmiere, Keimfutter, Quellfutter können Sie auf unseren Seiten nachlesen.

Ausführliche Informationen über eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung für Sittiche finden Sie ebenfalls in einigen Büchern, die wir speziell für Sie ausgewählt haben.

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