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Quellfutter

Unter Quellfutter versteht man eine spezielle Zubereitung von verschiedenen Körnern und Saaten. Diese werden in Wasser eingeweicht, bis sie gut aufgequollen sind.
Der Vorteil des Quellfutters für Vögel liegt darin, dass es leichter als herkömmliches Körnerfutter zu verdauen ist und die Inhaltsstoffe vom Körper besser aufgenommen werden.
Die Fütterung von Quellfutter an Sittiche ist jedoch nicht ganz ungefährlich. In dem feuchten Futter bilden sich sehr leicht Bakterien und Schimmelpilze die den Vögeln gefährlich werden können. Deshalb muss man bei der Herstellung von Quellfutter sehr sauber arbeiten und extrem vorsichtig sein.

 

 

Quellfutter herstellen

Möchte man Quellfutter zubereiten, verfährt man ähnlich wie bei der Herstellung von Keimfutter. Zunächst einmal werden die benötigten Samen in einem Sieb unter einem Wasserstrahl abgespület, um eventuell vorhandene Verunreinigungen zu entfernen, da Pilze und Bakterien ansonsten einen guten Nährboden vorfinden. Damit das Quellfutter nicht verdirbt, bereitet man nur so viel zu, wie die Sittiche an einem Tag fressen können.
Die Samen müssen nun für 6-8 Stunden quellen. Bei längeren Quellzeiten kann ein unerwünschter Gärungsprozess einsetzen. Zum quellen gibt man die Samen in eine Schale und übergießt sie soweit mit Wasser, dass alle vom Wasser bedeckt sind. Nach etwa 8 Stunden schüttet man die Samen in ein Sieb und spült sie unter dem Wasserhahn gründlich durch.

 

Thymian Quellfutter

Thymian Quellfutter wird gern zur Behandlung kranker Vögel gereicht. Thymiantee ist ein gutes Hausmittel gegen Pilze und Megabakterien, an denen besonders häufig die Wellis leiden. Da einige Vögel den Tee nicht so gerne trinken, kann man auch Quellfutter mit ihm herstellen. Dazu kocht man zunächst aus frischen, ungespritzten Thymianzweigen einen Tee. Anschließend werden die fürs Quellfutter vorgesehenen Körner in dem Tee eingeweicht. Man ersetzt also eigentlich nur das Einweichwasser durch Thymiantee.

Tipp: Damit die Sittiche das Futter fressen, sollten Sie den Thymiantee nur sehr stark verdünnt kochen und erst im Laufe der Zeit die Konzentration langsam erhöhen. So können sich die Vögel an den Geschmack gewöhnen.

 

Quellfutter für Wellensittiche und Nymphensittiche

Möchte man Quellfutter für Wellensittiche, Nymphensittiche oder andere Großsittiche herstellen, kann man für alle Arten die gleichen Samen verwenden. Großsittiche und Papageien lieben besonders die Keime von Sonnenblumenkernen. In gekeimtem Zustand enthalten Sonnenblumenkerne nicht mehr soviel Fett und Kalorien.

Bei der Fütterung muss man immer bedenken, dass das Quellfutter für gesundheitsschädliche Bakterien und Pilze anfällig ist. Deshalb darf man es nur über einen kurzen Zeitraum den Sittichen im Käfig anbieten, oder man füttert es direkt aus der Hand. Nach etwa ½-1 Stunde, je nach Witterung, muss das Quellfutter unbedingt wieder aus dem Käfig entfernt werden. Einige Fachleute raten dazu, überhaupt kein Quellfutter zu verwenden, da man nie genau weiß, ob das Futter verunreinigt ist oder nicht. Befinden sich Bakterien oder Pilze im Quellfutter, können die Sittiche schwer erkranken.

 

Quellfutter und Desinfektion

Da Keimfutter sehr leicht verdirbt, ist Sauberkeit bei der Herstellung besonders wichtig. Nach jedem Gebrauch müssen Futternäpfe, Sieb, Keimgefäße und alle anderen Utensilien gründlich gereinigt und mit einem vogelverträglichen Desinfektionsmittel (z.B. F10) behandelt werden. Schließlich soll kein Vogel krank werden!
Futternäpfe aus Edelstahl sind besonders gut geeignet, da sie krankmachenden Keimen keine Angriffsfläche bieten. Verwenden Sie bitte keine Plastiknäpfe, da sich in ihnen oft kleine, unsichtbare Risse bilden, in denen sich leicht Bakterien ansammeln.

 

Keim- und Quellfutter

Die Herstellung von Quellfutter und Keimfutter ist recht ähnlich. Der Unterschied liegt darin, dass Keimfutter nach dem Quellvorgang noch etwa ein bis zwei Tage an einem dunklen Ort verbleiben muss, damit aus dem quollenen Korn ein kleiner Keim wachsen kann. Strenge Hygienemaßnahmen sind bei beiden Futterarten extrem wichtig.

Weitere Info über die Ernährung von Sittichen, die Wahl des richtigen Körnerfutters und dessen Lagerung, welches Grünfutter verfüttert werden darf und über Eifutter, Aufzuchtfutter, Extrudate und Pellets, Keimfutter, Kochfutter und können Sie auf unseren Seiten nachlesen.

Ausführliche Informationen über eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung für Sittiche finden Sie ebenfalls in einigen Büchern, die wir speziell für Sie ausgewählt haben.

 



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