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Keimfutter

Keimfutter ist für Sittiche besonders gesund, da es bekömmlicher ist und viele Vitamine, Nährstoffe, Enzyme und Mineralstoffe enthält. Während des Keimvorgangs werden Kohlenhydrate in Einfachzucker umgewandelt, deshalb ist das nährstoffreiche Keimfutter auch besonders lecker für Sittiche. Zudem kommt das Keimfutter der natürlichen Ernährung der Sittiche in freier Natur sehr nahe und ist nicht so kalorienreich wie Körnerfutter.
Ein- oder zweimal pro Woche verabreicht, ist Keimfutter vor allem im Winter, wenn Grünfutter schwer erhältlich ist, ein ideales Ergänzungsfutter.
Um den Bruttrieb der Sittiche nicht zu fördern, sollte man es jedoch nicht häufiger verfüttern. Für brütende Vögel und während der Aufzucht, ist Keimfutter besonders gut geeignet.
Eine Anleitung zur Herstellung von Keimfutter erhalten Sie weiter unten auf dieser Seite.

Tipp: Keimfutter regt Sittiche und Papageien an, sich fortzupflanzen. Deshalb sollten Sie vor allem bei sehr brutfreudigen Sittichen kein Keimfutter reichen, falls Sie nicht züchten möchten.

 

 

Keimfutter Zubereitung

Für die Zubereitung von Keimfutter eignen sich viele verschiedene Samen. Weizen, Roggen, Hafer, Alfalfa, Fenchel, Linsen, Hirse, Buchweizen, Mungobohnen, Hanf, Kürbis- und Sonnenblumenkerne und Glanz mögen die meisten Sittiche besonders gern.
Leinsamen, der im Wasser stark ausschleimt, und Kolbenhirse, die häufig von Pilzen und Bakterien befallen wird, sollten Sie lieber nicht als Keimfutter verwenden. Auch das herkömmliche Körnerfutter sollten Sie nicht als Grundlage für Keimfutter nehmen, da es meist mit Bakterien verunreinigt ist, die sich während des Keimprozesses rapide vermehren. Bei einigen Herstellern kann man eine fertige Mischung kaufen, die (hoffentlich) keimfrei und damit besser geeignet ist.
Empfehlenswert ist es, die Samen einzeln zu kaufen und keimen zu lassen, da die Keimzeiten der einzelnen Samen sehr unterschiedlich sein können

 

 

Keimfutter selber machen

Da Keimfutter leicht verdirbt, ist bei der Herstellung vor allem Hygiene und Achtsamkeit gefragt. Aber auch bei der Fütterung muss man immer bedenken, dass das Keimfutter für gesundheitsschädliche Bakterien und Pilze anfällig ist. Deshalb darf man es nur über einen kurzen Zeitraum den Sittichen  im Käfig anbieten, oder aus der Hand füttern. Nach etwa ½-1 Stunde, je nach Witterung, muss man das Keimfutter unbedingt wieder aus dem Käfig entfernen. Einige Fachleute raten dazu, überhaupt kein Keimfutter zu verwenden, da die Gefahr nur schwer einzuschätzen ist und die Vögel bei verunreinigtem Keimfutter schwer erkranken können.

 

Keimfutter herstellen

Wenn man Keimfutter für Sittiche selbst herstellen möchte, erfordert das einigen Aufwand. Zunächst einmal werden die benötigten Samen in einem Sieb unter einem Wasserstrahl abgespült, um eventuell vorhandene Verunreinigungen zu entfernen. Die Samen kann man nun ansetzen und über Nacht quellen lassen. Bei längeren Quellzeiten kann ein unerwünschter Gärungsprozess einsetzen.
Zum quellen gibt man die Samen in eine Schale und übergießt sie soweit mit Wasser, dass alle vom Wasser bedeckt sind. Nach etwa 8 Stunden, schüttet man die Samen in ein Sieb und spült sie unter dem Wasserhahn gründlich durch.
bNun werden die Körner im Sieb zu einer flachen Schicht verstrichen, damit von allen Seiten Luft an sie heran kommt. Anschließend legt man das Sieb mit den Samen in die Schale zurück, und stellt sie an einen sauberen Ort. Bei Dunkelkeimern wie z.B. Weizen, legt man ein Tuch über die Schale oder stellt sie in einen dunklen Schrank, da diese Samen bei Lichteinfall nicht keimen können.
Die Samen müssen während des Keimvorgangs leicht feucht bleiben, um nicht völlig auszutrocknen.
Damit sich keine Bakterien und Schimmelpilze bilden können, sollte man die Samen mittags und abends erneut gut abspülen. Wenn das Futter gekeimt ist, was je nach Samen oder Witterung zwischen 8 und 48 h dauern kann, spült man es noch einmal mit Wasser ab und tupft es anschließend vorsichtig trocken. Nun kann man es den Sittichen in einer flachen Schale servieren.

 

 

Keimfutter und Desinfektion

Da Keimfutter sehr leicht verdirbt, ist Sauberkeit bei der Herstellung besonders wichtig. Nach jedem Gebrauch müssen Futternäpfe, Sieb, Keimgefäße und alle anderen Utensilien gründlich gereinigt und mit einem vogelverträglichen Desinfektionsmittel (z.B. F10) behandelt werden. Schließlich soll kein Vogel krank werden!
Futternäpfe aus Edelstahl sind besonders gut geeignet, da sie krankmachenden Keimen keine Angriffsfläche bieten. Verwenden Sie bitte keine Plastiknäpfe, da sich in ihnen oft kleine, unsichtbare Risse bilden, in denen sich leicht Bakterien ansammeln.

 

Keimfutter Anleitung

Für die Gesundheit Ihrer Sittiche und Exoten sollten Sie darauf achten, Keimfutter, das schlecht aussieht, muffig, säuerlich oder nach Schimmel riecht, auf jeden Fall wegzuwerfen.
Im Sommer bei großer Hitze empfiehlt es sich, auf die Zubereitung von Keimfutter gänzlich zu verzichten, da die Gefahr, dass das Futter schnell verdirbt, sehr groß ist.
Tipp: bereiten Sie nur so viel Keimfutter zu, wie Ihre Sittiche an einem Tag fressen können.

 

Keimfutter für Nymphensittiche

Für die Herstellung von Keimfutter kann man bei Wellensittichen, Nymphen und anderen Großsittichen die gleichen Samen verwenden. Großsittiche und Papageien lieben jedoch besonders die Keime von Sonnenblumenkernen. In gekeimtem Zustand enthalten Sonnenblumenkerne nicht mehr soviel Fett und Kalorien.

 

Keimfutter Automat

Möchte man sich die Herstellung von Keimfutter erleichtern, ist der Kauf eines Keimautomaten zu erwägen. Ein Keimautomat besteht aus mehreren übereinander gestapelten Keimschalen, einer Wasserauffangschale und einer Deckelschale. Die Schalen können entweder gleichzeitig oder nacheinander (z.B. am ersten Tag Hirsesamen, am zweiten Tag Sonnenblumenkerne) mit dem Keimgut befüllt werden. Die Kosten für einen Keimautomaten liegen bei etwa 20 bis 50 €.
Etwas preiswerter ist ein Keimglas mit einem als Sieb umfunktionierten Deckel, das schon unter 10 € im Handel erhältlich ist.
Besonders komfortabel ist ein elektrischer Keimautomat. Er übernimmt sogar selbstständig die Reinigung und das Einweichen der Samen, deren Befeuchtung und die Luftzufuhr. Allerdings kostet er auch etwa 100-500 €.

 

 

Keimfutter als Qualitätstest

Lässt man eine Probe der Körner Mischung keimen, die man normalerweise verfüttert, hat man gleichzeitig einen Test für die Qualität der Mischung. Keimen ungefähr 80 % Bis 90 % der Körner, ist das Futter sehr gut. Sind weniger als 50 % der Körner keimfähig, sollte man die Mischung nicht mehr verfüttern. Enthält die Mischung Hafer, muss man sich vergewissern, ob es sich um Nackthafer oder ungeschälten Hafer handelt, da geschälter Hafer nicht keimen kann, sondern fault. Ebenso ungeeignet zum Keimen sind Körnermischungen, die Nüsse, tierische Nebenerzeugnisse oder Bäckereierzeugnisse enthalten.

Weitere Info über die Ernährung von Sittichen, die Wahl des richtigen Körnerfutters und dessen Lagerung, welches Grünfutter verfüttert werden darf und über Eifutter, Aufzuchtfutter, Extrudate und Pellets, Kochfutter und Quellfutter können Sie auf unseren Seiten nachlesen.

 

Buch-Tipp
Ausführliche Informationen über eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung für Sittiche finden Sie ebenfalls in einigen Büchern, die wir speziell für Sie ausgewählt haben.

 



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