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Sittich Ernährung

Australische Sittiche, Gattungen, Arten, Springsittiche

Australische Sittiche, Wellensittiche, Springsittiche

Eine optimale Ernährung für Sittiche und Papageien ist sehr wichtig. Sie ermöglicht den Vögeln, gesund und fit zu bleiben und kann dazu beitragen, viele Krankheiten (Fettsucht, Diabetes, Leberschäden etc.) zu verhindern.
In freier Natur lebende Sittiche ernähren sich von Art zu Art unterschiedlich. So fressen beispielsweise Wellensittiche überwiegend Gräser und Samen, während südamerikanische Sittiche circa 30-40 % Grünfutter, Obst und Gemüse zu sich nehmen.
Vögel in menschlicher Obhut erhalten als Basisfutter in der Regel eine Körnermischung. Für die meisten Arten ist dies als Alleinfutter jedoch nicht ausreichend. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören täglich frisches Gemüse, Obst und Kräuter. Die Zusammensetzung des Futters sollte sich an den Bedürfnissen der Sittiche orientieren. Es muss an die Sittichart und an die Lebensumstände der Vögel (Außen- oder Innenhaltung, Jahreszeit, Bewegungsaktivität, Brutzeit etc.) angepasst werden.
Desweiteren benötigen alle Sittiche täglich frisches Wasser, Sand, Grit, Kalksteine und Sepiaschalen, damit sie ihre Nahrung verdauen können.
Sittiche haben einen schnellen Stoffwechsel und nehmen deshalb mehrmals täglich kleine Mahlzeiten zu sich. Schon nach etwa 24 Stunden Nahrungsentzug können sie sterben. Deshalb muss man darauf achten, dass Sittiche immer ausreichend Futter im Napf haben, auch wenn man einmal unvorhergesehen verspätet nach Hause kommt.

Tipp: Bitte bedenken Sie, dass nicht für alle Sitticharten dieselbe Ernährung gut ist. Erkundigen Sie sich, welche Ernährung für Ihre Sittiche gut ist.

 

 

Richtige Sittich Ernährung

Die artgerechte Ernährung der Sittichen ist von extremer Wichtigkeit. Sittiche, die als Haustiere gehalten werden, bewegen sich deutlich weniger als ihre frei lebenden Artgenossen. Deshalb benötigen sie auch eine kalorienärmere Kost, damit sie nicht übergewichtig und krank werden.
Die optimale Zusammenstellung des Futters für die Vögel wird jedoch kontrovers diskutiert. Unbestritten ist, dass der Anteil an Grünfutter möglichst hoch, mindestens 40 %, liegen sollte. Einige Experten raten zu  einer Gabe von 20 % Pellets oder Extrudaten und 40 % Körnerfutter, andere halten Pellets und Extrudate für überflüssig, wiederum andere plädieren für eine alleinige Ernährung bei Sittichen mit diesen Produkten.
Die Menge, die ein Sittich frisst, hängt von seiner Art, seinem Alter, seiner Größe, seinen Aktivitäten, der Außentemperatur (bei Kälte benötigt er deutlich mehr Futter) und seinen Gewohnheiten ab. Die meisten Sittiche brauchen einige Teelöffel Körnerfutter und unbeschränkten Zugang zu Obst und Gemüse.

 

Gesunde Ernährung von Sittichen

Bei der Ernährung von Sittichen sollten Sie darauf achten, dass die Nahrung Ihren Vögeln keinen gesundheitlichen Schaden zugefügt. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören auf jeden Fall Gemüse, Kräuter und Obst. Speisen, die für Menschen gedacht sind, sind für Sittiche fast immer ungesund. Salz, das die Vögel sehr gerne fressen, schadet den Nieren. Fett, Milch, Käse, Chips, rohe Kartoffeln, Fast food, Koffein, Alkohol und Fleisch sind ebenfalls sehr ungesund und können nachhaltige Schädigungen der Organe und eventuell sogar den Tod der Vögel hervorrufen.
Vogelkekse und Vogelknabberstangen sind nicht zu empfehlen, wenn sie Zucker, Fett, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Bäckereierzeugnisse, Backnebenprodukte, Eierzeugnisse oder Geschmacksverstärker beinhalten. Gegen artgerechte Papageienkekse und Vogelbrot ist jedoch nichts einzuwenden. Sie können sie entweder selber backen oder im Fachhandel kaufen.

 

 

Beschäftigung bei der Futtersuche

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Sittiche packen ihr Futter aus und sind beschäftigt
Foto von Silvia Hain

In freier Wildbahn nimmt die Nahrungssuche der Vögel einen Großteil ihrer Zeit in Anspruch. Damit sie auch in menschlicher Obhut beschäftigt sind, kann man ihnen Teile des Futters außerhalb der Futternäpfe anbieten. Kolbenhirse, Salat oder Grassamen bzw. Grasähren lassen sich gut an Futterbrettern, Vogelbäumen, Käfiggitter oder in speziellen Futterbällen aus dem Zoofachhandel befestigen. Um die Nahrung zu erreichen, müssen die Sittiche sich nun etwas anstrengen.
Viele Großsittiche suchen gerne ihr Futter am Boden. Ein Teil der Körnermischung in einem großen, flachen Gefäß unter Buchenstreu (aus dem Zoofachhandel) oder saubere Kieselsteine gemischt, ist für die Vögel meist eine willkommene Abwechslung.
Diese Angebote sollten aber nur zusätzlich zur normalen Fütterung gemacht werden. Damit die Vögel ausreichend Futter haben, sollte der Napf immer gefüllt sein. Vor allem wenn die Sittiche diese Art der Fütterung nicht gewöhnt sind, können sie sonst verhungern, weil sie nicht genügend Nahrung finden.

 

Sittiche, Sonnenblumenkerne und Hirse

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Sonnenblumenkerne sind sehr fetthaltig, aber  beliebt

Hirse und Sonnenblumenkerne sind  besondere Leckerbissen für Sittiche. Allerdings enthalten sie viel Fett und sind somit recht kalorienreich. Zudem schädigen sie die Leber. Deshalb sollten sie den Vögeln nur dosiert, z.B. als Belohnung, angeboten werden. Zu dicke Sittiche sollten nur sehr selten mit Hirse oder Sonnenblumenkernen verwöhnt werden. Keinesfalls dürfen sie das Körnerfutter ersetzen, sie können nur als Zusatzfutter verwendet werden.
Für kranke und schwache Tiere ist die Hirse ein besonders wertvolles, energiereiches und leicht verdauliches Futter, das ihnen helfen kann, wieder zu Kräften zu kommen. In diesen Fällen kann man ruhig einen Kolben pro Tag oder mehr an die Tiere verfüttern.

 

Sittiche und Nüsse

Die Fütterung von Nüssen an Sittiche sollte nur sehr sparsam oder gar nicht erfolgen. Zwar enthalten Nüsse wertvolle Inhaltsstoffe (z.B. Lysin in Erdnüssen) aber leider auch viel Fett. Da Sittiche sowieso leicht zu Übergewicht neigen, sollte man sich die Fütterung von Nüssen gut überlegen.
Eine weitere große Gefahr für Vögel geht von ungeschälten Nüssen, insbesondere den Erdnüssen aus. Häufig befinden sich für das Auge unsichtbare Pilzsporen an der Schale, die giftig sind und bei Sittichen die leicht auftretende, gefährliche Aspergillose auslösen. Wenn Sie Ihren Sittichen jedoch hin und wieder einen Leckerbissen reichen möchten, dann geben Sie ihnen nur geschälte, geröstete, ungesalzene Nüsse in Lebensmittelqualität, denn Lebensmittel für Menschen werden deutlich besser kontrolliert als Vogelfutter und die Gefahr zu erkranken, wird so deutlich gesenkt.
Sollten in Ihrem Garten Walnüsse oder Haselnüsse wachsen, die frisch gepflückt und nicht gespritzt wurden, können Sie diese den Vögeln auch mit Schale reichen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Nüsse von guter Qualität sind und nicht schimmeln oder faulen. Das Knacken der Schalen ist eine gute Beschäftigung für Ihre Tiere. Falls die Schalen zu hart für Sittiche sind, können Sie sie mit dem Nussknacker leicht anknacken, bevor sie den Vögeln überlassen werden.

 

Vitamine und Mineralstoffe für Sittiche

Da Sittiche sich häufig mit dem Fressen von Grünfutter schwer tun, halten viele Menschen eine zusätzliche Versorgung  mit Vitamimpräparaten, vor allem in der Mauser oder bei Krankheiten, für sinnvoll. Diese Präparate werden meist über das Trinkwasser verabreicht, in dem allerdings die Vitamine sehr schnell verfallen und somit ihre Wirkung verlieren. Außerdem sind sie ein guter Nährboden für Bakterien. So kommt es, dass die Gabe von Vitaminen häufig eher schädlich als nützlich für die Vögel ist.
Mineralstoffe werden besonders während der Mauser und beim Eierlegen benötigt. Das gilt vor allem für Kalzium, das für die Bildung der Eier und der neuen Federn zuständig ist. Kalzium wird vom Vogelkörper jedoch nur aufgenommen, wenn die Tiere ausreichend UV Licht erhalten. Leben die Sittiche nicht in einer Aussenvoliere, sollten Sie auf jeden Fall eine spezielle Vogellampe kaufen, ansonsten werde Ihre Vögel bald unter einem Kalziummangel leiden.
Bei guter Ernährung und ausreichender Lichtversorgung ist in der Regel eine Zufütterung von Mineralien und Vitaminen überflüssig.

 

Wasser für die Sittiche

Sittiche benötigen täglich frisches Wasser, das genau wie das Körnerfutter immer für die Vögel zugänglich sein muss. Der Wasserbehälter sollte möglichst so im Käfig aufgestellt werden, dass er nicht durch Kot, Körner, Federn etc verunreinigt werden kann. Da sich in abgestandenem Wasser oder in nicht gut gereinigten Wassernäpfen leicht Trichomonaden bilden können, sollte der Behälter täglich mit heißem Wasser ausgewaschen und anschließend gut getrocknet werden.
Da die Federn vieler Sittiche eine Menge Staub abgeben, reicht es meist nicht aus, das Wasser einmal täglich zu erneuern. Spätestens wenn sich eine Staubschicht auf der Wasseroberfläche gesammelt hat, muss das Wasser gewechselt werden, da der Staub ungesund für die Vögel ist.

Tipp: Die Ernährung bei zu dicken Sittichen sollte nur in Absprache mit einem vogelkundigen Tierarzt  verändert werden.

Weitere Info über die Ernährung von Sittichen, die Wahl des richtigen Körnerfutters und dessen Lagerung, welches Grünfutter verfüttert werden darf und über Eifutter, Aufzuchtfutter, Extrudate und Pellets, Keimfutter, Kochfutter und Quellfutter können Sie auf unseren Seiten nachlesen.

Ausführliche Informationen über eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung für Sittiche finden Sie ebenfalls in einigen Büchern, die wir speziell für Sie ausgewählt haben.



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