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Nymphensittich Zucht

Nymphensittiche werden schon seit fast 150 Jahren von Menschen in Europa gehalten und gezüchtet. Sie sind ziemlich brutfreudig und es ist nicht besonders schwierig, sie zur Zucht zu animieren.
Nymphensittiche sind, wie ihre großen Verwandten die Kakadus, Höhlenbrüter. In freier Natur bevorzugen sie Nester in Baumhöhlen oder abgestorbenen Bäumen. Die Nester liegen meist in einer Höhe von drei bis zehn Metern.
Wenn das Nahrungsangebot gut und die allgemeinen Brutbedingungen günstig sind, beginnen die Vögel mit der Balz und suchen sich schon bald eine geeignete Nisthöhle.
Wenn Sie selber Nymphensittiche halten, möchten Sie die eigenen Vögel vielleicht auch einmal brüten lassen, um ihnen bei der Aufzucht der Jungtiere zuzusehen. Oder Sie möchten gerne mit Ihrem Hobby Geld verdienen und versuchen das mit dem Verkauf von selbst gezogenen Sittichen.
Bevor Sie Ihre Vögel brüten lassen, sollten Sie sich jedoch mit den gesetzlichen Vorschriften vertraut machen und sich über die notwendigen Voraussetzungen hinsichtlich Haltung und Ernährung während Brut und Aufzucht informieren.

 
Nymphensittich Zucht und Zuchtgenehmigung

Für eine Nymphensittichzucht benötigt man in Deutschland momentan noch eine amtliche Zuchterlaubnis, egal ob es sich um eine gewerbliche oder eine private Zucht handelt oder ob Sie nur eine einzige Brut aufziehen lassen möchten. Außerdem sind Sie verpflichtet, einen Zuchtbuch zu führen.Im Laufe des Jahres 2014 ist jedoch damit zu rechnen, dass die Zuchtgenehmigung für Nymphensittiche entfällt. Die Zuchterlaubnis erhält man beim Veterinäramt oder beim Ordnungsamt. Züchten Sie ohne amtliche Genehmigung, droht Ihnen eine Geldstrafe und unter Umständen die Wegnahme der Vögel.
Eine Kennzeichnungspflicht für Nymphensittiche mit einem amtlichen Fußring besteht seit Ende 2012 nicht mehr.

Info: Alles über Voraussetzungen für die Zulassung zur Sittich Zucht, wie Sie die Zucht anmelden können, welche Kosten für die Zuchtgenehmigung entstehen, welche Vorschriften Sie beachten müssen  und Informationen über die Prüfung können Sie auf unserer Seite Zuchtgenehmigung für Sittiche nachlesen.

 
Nymphensittich Zuchtverband

Viele Züchter von Nymphensittichen sind Mitglied in einem Zuchtverein. Die meisten Zuchtvereine sind wiederum einem der großen Verbände für Papageien- Vogel- oder Sittichzucht angeschlossen. Nur über diese Zuchtverbände sind die amtlichen Fußringe für die Tiere erhältlich. Die bekanntesten Verbände sind der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), die Vereinigung der Ziergeflügel- und Exotenzüchter (VZE) und die Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ).

 

Wann sind Nymphensittiche zuchtreif?

Nymphensittiche werden etwa im Alter von neun Monaten geschlechtsreif. Dabei sollte man „geschlechtsreif“ nicht mit „zuchtreif“ gleichsetzen. Zur Zucht sollte man Nymphensittiche frühestens mit 12-14 Monaten zulassen. Junge Vögel sind körperlich noch nicht ganz ausgereift und es kann bei ihnen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Vor allem zu junge Hennen haben häufig mit der gefährlichen Legenot zu kämpfen und sterben auch des Öfteren an ihr. Viele Züchter berichten zudem, dass Sittiche, die schon sehr früh brüten, später überhaupt kein Interesse mehr an Brut und Aufzucht zeigen. Die Weibchen legen oft ihr Leben lang keine Eier mehr.
Weitere Probleme entstehen dadurch, dass junge Nymphensittiche u.U. zwar organisch in der Lage sind, Eier zu legen und Küken groß zu ziehen, ihnen die psychische Brutreife jedoch noch fehlt. Junge Hähne beteiligen sich häufig entweder gar nicht oder zu wenig am Brutgeschäft, obwohl bei Nymphensittichen die Männchen und Weibchen etwa gleichhäufig die Eier bebrüten. In der Zeit, während der normalerweise der Hahn die Eier wärmt, kühlen diese nun aus und die Küken sterben ab. Bei zu jungen Weibchen kommt es des Öfteren dazu, dass sie ihre Eier bzw. ihre Nestlinge in großer Panik verlassen, sobald die ersten Küken geschlüpft sind. Da die Hennen nicht mehr in den Nistkasten zurückkehren, sterben die noch vorhandenen Eier ab und die schon geschlüpften Jungen müssen verhungern.

Tipp: Für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Nymphensittiche achten Sie bitte darauf, dass die Vögel nicht zu jung brüten.

 

Probleme bei der Nymphensittichzucht

Leider kann es bei der Zucht von Nymphensittichen immer wieder zu (teilweise lebensgefährlichen) Problemen kommen. Relativ häufig sieht man bei Hennen die Legenot, bei der das sofortige Eingreifen des Züchters notwendig ist. Es kann zu Aggressionen der Elterntiere gegenüber den Nestlingen kommen, Elterntiere können sterben und die Jungtiere unversorgt zurücklassen, Nestlinge können Probleme beim Schlüpfen haben oder mit Behinderungen zur Welt kommen etc.. Ein verantwortungsvoller Züchter sollte sich vor Beginn der Zucht über mögliche Komplikationen gut informieren und wissen, was er im Notfall zu tun hat.

 

Nymphensittich Zucht Zubehör

Sind Sie schon mit allen Dingen ausgestattet, die für eine artgerechte Haltung von Nymphensittichen notwendig sind (Käfig, Voliere, Vogellampe, Spielzeug etc.), benötigen Sie nur noch wenig Zubehör. Sie brauchen vor allem eine geeignete Zuchtbox bzw. einen Nistkasten, in dem die Eier bebrütet und die Nestlinge großgezogen werden können.

 
Tipps zur Nymphensittichzucht

– Einige Sittich Züchter bieten den Versand von Vögeln per Postpaket an. Auf dieser Art sollten Sie Sittiche niemals kaufen!!! Sie können nicht wissen, wie lang der Transport dauert, ob das Paket immer sanft behandelt wird und ob die Vögel ausreichend Futter und Wasser zur Verfügung haben. Auf jeden Fall haben die Sittiche unterwegs große Angst und Sie werden ein verstörtes, u.U. sogar totes Tier erhalten.
– Viele Halter haben den Wunsch nach einem handzahmen Nymphensittich. Einige Züchter beschäftigen sich sehr viel mit den Vögeln und zähmen sie mit großem Zeitaufwand für ihre Kunden. Achten Sie aber bitte darauf, dass Sie keine Handaufzuchten kaufen, da es bei diesen Vögeln meist im Laufe der Zeit zu psychischen und körperlichen Problemen kommt.
– Die Aufzucht der Jungen ist für Sittiche sehr anstrengend und zehrend, deshalb sollten Sie nicht mehr als zwei Aufzuchten pro Jahr zugelassen. Die Elterntiere sterben ansonsten sehr früh.

 



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