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Nymphensittiche züchten

Nymphensittiche gehören zu den Großsittichen, deren Zucht nicht besonders schwierig ist und meist problemlos verläuft. Aber auch für diese relativ anspruchslosen Vögel sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit Brut und Aufzucht der Jungen gut gelingen.
Zunächst einmal benötigen Sie ein Paar, das gut miteinander harmoniert. Anzeichen für eine feste Verpaarung sind gegenseitiges Kraulen von Weibchen und Männchen, gemeinsames Ruhen, Schlafen und Fressen und letztendlich das Zeigen von Balzverhalten und Kopulation.
Selbstverständlich sollten Sie für gute Haltungsbedingungen, ausreichend Platz, Freiflugmöglichkeiten, Sauberkeit etc. sorgen. Nymphensittiche sind selbst während der Brutzeit wenig aggressiv und können  mit mehreren Paaren in einer (ausreichend großen) Voliere gehalten werden. Dabei benötigt jedes Paar mindestens 2 m³, besser mehr. Beobachtern Sie Ihre Vögel während dieser Zeit jedoch sehr genau, damit Sie einschreiten können, falls es dennoch zu Aggressionen kommen sollte. Halten Sie Ihre Nymphen gemeinsam mit kleineren Sitticharten (Wellensittiche, Aymarasittiche etc.), ist eine Separierung der Brutpaare zu empfehlen, damit es nicht zu schweren Verletzungen oder Tötungen der wehrloseren Vögel kommt.
Nymphensittiche sind Höhlenbrüter und brauchen für ihre Brut einen geeigneten Nistkasten. Damit es nicht zu Streitigkeiten zwischen den Paaren kommt, sollten immer mehr Nistkästen zur Verfügung stehen als Paare vorhanden sind. Hängen Sie die Brutkästen möglichst weit voneinander entfernt auf, damit es nicht zu Revierkämpfen kommt. Sobald jedes Paar „seinen“ Brutkasten erobert hat, vertragen sich die Vögel normalerweise gut. Um andere Nymphensittiche von dem eigenen Kasten fernzuhalten, hängen sich die Tiere (besonders häufig die Weibchen) oft kopfüber an die Anflugstange und fauchen laut.

 

Nymphensittich Brut und Balz

Nymphensittiche leben häufig in einer festen Partnerschaft. Der Hahn umwirbt die Henne, indem er ihr etwas vorsingt und ihr mit abgestellten Flügeln, flacher Haube und angelegten Federn überallhin folgt. Akzeptiert das Weibchen den Hahn, kommt es zur Kopulation.
Im Abstand von 2 Tagen legt die Henne 3-7 Eier. Der Brutbeginn erfolgt mit dem zweiten oder dritten Ei. Bei Nymphensittichen beteiligt sich auch das Männchen an der Brutpflege, was bei Sittichen ziemlich ungewöhnlich ist. Nach einer Brutzeit von etwa 18-21 Tagen schlüpft der erste Nestling, dem seine Geschwister im Abstand der Eiablage folgen.

Info: Ausführliche Informationen über Brut und Balz, das Bebrüten der Eier und die Aufzucht der Küken können Sie bei uns nachlesen. 

Tipp: Während der Brut können auch Probleme auftreten. Wie Sie eine Brut verhindern können und was zu tun ist, wenn Ihre Nymphensittiche ungewollt Eier legen, können Sie auf unserer Seite über Legezwang nachlesen. Informationen über die lebensbedrohliche Legenot finden Sie ebenfalls bei uns.

 
Darf man Nymphensittiche selber züchten?

Egal, ob Sie professioneller Sittichzüchter sind oder ob Sie Nymphensittiche privat züchten möchten, in Deutschland müssen Sie gesetzliche Bestimmungen erfüllen.
Vor Beginn der Brut benötigen Sie eine amtliche Zuchtgenehmigung, dann müssen Sie ein Zuchtbuch führen und bis Oktober 2012 mussten die Nestlinge mit einem amtlichen Fußring gekennzeichnet werden. Da zu diesem Zeitpunkt die bis dahin geltende Psittakoseverordnung abgeschafft wurde, besteht nun keine Beringungspflicht mehr für Nymphensittiche. Auch die Genehmigung der Zucht wird ab Mitte 2014 für Nymphensittiche wahrscheinlich nicht mehr nötig sein, da es mittlerweile Medikamente gegen die für Vögel und Menschen gefährliche Papageienkrankheit (Psittakose) gibt.

 

Nymphensittich Ring

Ein Fußring ist für einen Nymphensittich Abstammungs-, Identitäts und Herkunftsnachweis. Anhand des Ringes kann man erkennen, dass es sich um eine legale Nachzucht handelt. Da Nymphensittiche leicht zu züchten sind, ist die Gefahr des illegalen Handels jedoch recht gering.
Bis 2012 bestand für Nymphensittiche in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht. Es reichte allerdings ein offener Fußring, auch Psittakose Ring genannt, aus. Er sollte der Eindämmung der Psittakose (Papageienkrankheit) dienen. Da es mittlerweile gute Medikamente zur Bekämpfung der Krankheit gibt, wurde im Oktober 2012 die Psittakoseverordnung abgeschafft. Das bedeutet, dass Nymphensittiche nicht mehr mit einem Ring gekennzeichnet werden müssen. Lediglich für Züchter, die mit ihren Vögeln an Ausstellungen und Wettbewerben teilnehmen, ist das Beringen mit einem geschlossenen Ring vorgeschrieben. Im Alter von ca sieben Tagen wird den Küken der geschlossene Ring mit einer Ringgröße von 6,0 mm über den Fuß gezogen.
Das Beringen der Sittiche mit einem geschlossenen Fußring ist nicht ganz einfach. Macht man etwas falsch, kommt es schnell zu schweren Verletzungen des Fußes. Deshalb sollten Nymphensittiche nur von einem Fachmann beringt werden.

Tipp: Ausführliche Informationen über geschlossene und offene Fußinge können Sie bei uns nachlesen.

 

 

Bedeutung von Ringnummer und Ringfarbe bei Nymphensittichen

Auf der Ringnummer sind mehrere Daten verzeichnet. Beginnt man mit dem Lesen bei dem Verbandskürzel (z.B. AZ oder ZZF) beginnen, folgt im Anschluss die Züchternummer, die Jahreszahl des Schlupfes, eine laufende Nummer, die einen speziellen Vogel kennzeichnet und die Ringgröße.
AZ Ringe der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht sind farbig gekennzeichnet. Eine spezielle Farbe bedeutet, dass ein Nymphensittich in einem bestimmten Jahr geschlüpft ist. So kann man man schon von weitem anhand der Farben des Ringes das Schlupfjahr bzw. das Alter des Vogels erkennen. Allerdings wiederholen sich die Farben alle paar Jahre. So wurden 2008 und 2011 ein blauer Ring, 2006 und 2012 ein roter, 2007 und 2013 ein schwarzer, 2005 und 2014 ein grüner, 1999 und 2004 ein goldener, 2010 ein orange farbener und 2009 ein lila Ring verwendet. Ein offener silberner Ring weist auf keine spezielle Jahreszahl hin.
Info: Ist Ihnen ein Vogel ohne Ring zugeflogen, lässt sich seine Herkunft nur sehr schwer oder gar nicht mehr ermitteln. Seit Ende 2012 ist es jedoch nicht mehr gesetzlich verboten, wenn ein Nymphensittich keinen Ring hat.

 

Nymphensittich Ring entfernen

Ein Fußring sollte bei einem Nymphensittich immer locker sitzen. Ist das Bein geschwollen und sitzt der Ring deshalb zu eng oder ist sogar eingewachsen, sollten Sie dringend einen Tierarzt aufsuchen, der den Ring mit einer speziellen Ringange abnehmen kann. Lassen Sie den Ring zu spät abmachen, bedeutet das für Ihren Nymphen die Amputation des Fußes. Keinesfalls sollten Sie den Ring selbst entfernen. Die Gefahr, dass Sie den Vogel dabei am Fuße oder Bein schwer verletzen oder ihm einen Knochen brechen, ist sehr groß.
Häufig kommt es vor, dass ein Nymphensittich am Ring knabbert, beißt oder nagt. Das kann darauf hindeuten, dass er den Ring abmachen will, weil er Schmerzen hat, es kann aber auch nur eine Angewohnheit sein. Sehen Sie sich das Bein mit dem Ring genau an. Falls Sie Hinweise auf Entzündungen, Schwellungen oder Rötungen erkennen können, suchen Sie bitte sofort einen fachkundigen Tierarzt auf.

Tipps:
– Lassen Sie Ihre Nymphensittiche nur ein- oder höchstens zweimal pro Jahr brüten. Die Produktion der Eier und die Aufzucht der Nestlinge zehrt die Elterntiere sehr aus. Müssen die Hennen mehrere Gelege pro Jahr großziehen, sterben sie meist schon sehr jung an Entkräftung.
– Für die Eiproduktion benötigen die Hennen viel Kalzium, dass vom Körper jedoch nur aufgenommen werden kann, wenn der Sittich UV- Licht ausgesetzt ist. Vögel in Außenvolieren werden durch die Sonne ausreichend versorgt, Tieren in Wohnungshaltung sollte auf jeden Fall eine spezielle Vogellampe zur Verfügung stehen.

Infos: Informationen über Zuchterlaubnis und Zuchtverbände erhalten Sie auf unserer Seite über Nymphensittichzucht. Desweiteren finden Sie bei uns Seiten über Nymphensittichzüchter, Nistkästen für Nymphensittiche, Nymphensittich Eier und Küken, Brut und Balz bei Nymphen.

 



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