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Nymphensittiche Mauser

Als Mauser bezeichnet man den Vorgang, bei dem Vögel ihr Gefieder erneuern. Zunächst fallen die alten Federn aus, um dann durch neu nachwachsende ersetzt zu werden. Die neuen Federn sind von einer dünnen Hülle umgeben. Während der Mauser kann man beobachten, dass die Nymphensittiche sich vermehrt putzen und in ihrem Gefieder nesteln. Sie entfernen die sich lösenden alten Federn und die Hülsen der neuen.
Die Mauser ist keine Krankheit, aber der Körper der Nymphensittiche muss alle Federn neu bilden und das Material dafür bereitstellen. Das ist für die Vögel sehr anstrengend. Deshalb fühlen sie sich in dieser Zeit nicht besonders wohl. Sie schlafen und ruhen viel und wirken recht antriebslos. Manche Nymphensittiche sind regelrecht mürrisch und schlecht gelaunt. Zudem sind sie anfälliger für Temperaturschwankungen, Viren, Parasiten und andere äußere Einflüsse.

 

Auftreten der Mauser bei Nymphensittichen

Die Mauser ist hormongesteuert und findet in der Regel bei Nymphensittichen einmal im Jahr statt. Es gibt auch Nymphensittiche, die mehrmals im Jahr kleinere Mengen Federn wechseln. Damit die Flugfähigkeit nicht beeinträchtigt ist, erneuern die Vögel niemals ihr gesamtes Federkleid.
Ein weiterer Auslöser für die Mauser ist Stress. Eine neue Umgebung, neue Tiere im Schwarm, Umgebungswechsel oder Transporte können eine spontane Mauser verursachen.
Die erste Mauser findet bei Nymphensittichen im Alter von sechs Monaten statt und kann bis zu drei Monate dauern. Der Vogel verliert sein Jugendgefieder und ist danach nicht mehr von einem älteren Tier zu unterscheiden.

 

Dauer der Mauser bei Nymphensittichen

Die schlimmste Zeit der Mauser bei Nymphensittichen ist nach etwa drei Wochen beendet. So lange benötigen die kleinen Federn zum Nachwachsen. Die längeren Federn der Flügel, die sogenannten Schwungfedern, sind nach ungefähr vier bis sechs Wochen vollständig ausgebildet. Endgültig überstanden ist die Mauser für die Nymphensittiche jedoch erst nach zwei Monaten, wenn auch die langen Schwanzfedern nachgewachsen sind. Das gesamte Gefieder erneuert sich in etwa neun Monaten (Mauserzyklus).

 

Schreckmauser bei Nymphensittichen

Die Schreckmauser ist ein Phänomen, das überwiegend bei wild lebenden Nymphensittichen vorkommt. Werden sie von einem Raubvogel angegriffen, können sie vor lauter Angst und Schrecken sämtliche Schwanzfedern oder ganze Federbüschel auf einmal abwerfen. Trotzdem bleibt ihre Flugfähigkeit erhalten. Das gibt ihnen die Möglichkeit, dem Greifvogel eventuell zu entkommen.
Bei Nymphensittichen in menschlicher Obhut kann es zur Schreckmauser führen, wenn der Vogel ungeschickt und plötzlich von seinem Halter gefangen wird. Sollte dies einmal passieren, benötigt der Vogel anschließend einige Tage besonders gute Verpflegung, viel Ruhe und vor allem keine Aufregung.

 

Hilfe bei der Mauser

Wenn Nymphensittiche unter der Mauser besonders leiden, gibt es einige Möglichkeiten sie während dieser kräfteraubenden Zeit zu unterstützen.

  • Zunächst einmal sollten Sie für eine vitaminreiche Ernährung mit viel Gemüse und Kräutern und eventuell mit Keimfutter sorgen.
  • Damit der Organismus die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe, insbesondere das für den Federaufbau unerlässliche Kalzium, aus der Nahrung aufnehmen kann, ist die richtige Beleuchtung von großer Wichtigkeit. Halten Sie Ihre Nymphensittiche in einer Außenvoliere, sorgt die Sonne für die richtigen Lichtverhältnisse. Leben Ihre Vögel jedoch mit Ihnen in der Wohnung, sollte ihnen unbedingt eine spezielle Vogellampe (Birdlamp) zur Verfügung stehen. Sie liefert die für die Gesundheit von Sittichen und Papageien notwendigen Lichtspektren.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Nymphen während der Mauser möglichst wenig Stress ausgesetzt sind. Gleichbleibende Wärme (Eventuell unterstützt mit einer Wärmelampe), viel Ruhe und keine zur Brut anregenden Maßnahmen (wie zum Beispiel das Aufhängen von Nistkästen) können das Leben Ihrer Tiere während dieser Zeit erleichtern.
  • Bei älteren, kranken oder stark geschwächten Nymphensittichen oder bei Vögeln mit Befiederungsstörungen kann eine medikamentöse Unterstützung mit Kalzium- und Vitaminpräparaten (z.B. Volamin, ADEC, Korvimin, Biotin, Vitamin B-Komplex) sinnvoll sein. Da ein Zuviel an Mineralien und Vitaminen schädlich sein kann, besprechen Sie die Gabe und die Dosierung dieser Mittel mit Ihrem vogelkundigen Tierarzt.

Tipp: Achten Sie bei der Gabe von Mitteln, die über das Trinkwasser verabreicht werden, darauf, dass Ihre Vögel auch weiterhin ausreichend Wasser zu sich nehmen, denn manche Nymphensittiche mögen den Geschmack der zugegebenen Stoffe nicht und schränken ihre Flüssigkeitsaufnahme ein. In diesem Fall können Sie entweder deren Konzentration im Wasser verringern oder die Präparate absetzen.

 

Info: Wenn ein Nymphensittich nicht regelmäßig in die Mauser kommt oder wenn die Mauser stockt, sollte auf jeden Fall ein vogelkundiger Tierarzt aufgesucht werden, da Probleme bei der Mauser auf einen Befall mit Parasiten (z.B. Federlinge) oder auf eine ernste Erkrankung (Polyoma, PBFD etc.) hindeuten können.

 



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