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Nymphensittiche und andere Vögel

Die Haltung von Nymphensittichen zusammen mit anderen Vögeln ist möglich, aber nicht unproblematisch. Da Nymphensittiche von Natur aus nicht zu Aggressionen neigen, sind sie mit anderen Vogelarten meist verträglich. Allerdings muss man sehr vorsichtig sein, wenn die Vogelart, mit der man sie vergesellschaften will, aggressiv ist. Der starke Schnabel eines größeren Vogels führt beim Nymphensittich schnell zu Verletzungen. Deshalb sollte man Nymphensittiche nur mit sehr aggressionsarmen, verträglichen Arten zusammen halten. Dazu zählen Ziegensittiche, Springsittiche, Pflaumenkopfsittiche, Katharinasittiche und Bourkesittiche.
Um ein friedliches Nebeneinander verschiedener Vogelarten zu ermöglichen, ist vor allem ausreichend Platz nötig. Vogelzimmer/Voliere müssen so groß sein, dass die unterschiedlichen Arten jeweils ihre Bedürfnisse ausleben und sich auch aus dem Weg gehen können. Vor der Anschaffung einer weiteren Art, sollte man sich ausführlich über deren Haltung, Verhalten, Verträglichkeit und Bedürfnisse informieren!


 

Unterschiedliche Sittiche in einem Schwarm

 
Entschließt man sich dazu, mehrere Vogelarten zusammen zu halten, sollten von jeder Art mindestens zwei Exemplare im Schwarm sein, da die verschiedenen Vögel eher nebeneinander als miteinander leben. Sie sind im Verhalten und ihren Ausdrucksformen doch sehr unterschiedlich, und „verstehen“ sich gegenseitig nicht (so ähnlich wie Hund und Katze, wo z.B. das Schwanzwedeln beim Hund Freude oder Aufregung und bei der Katze Unwillen bedeutet). Damit die Sittiche einen Sozialpartner haben und nicht einsam sind, benötigen sie also dringend mindestens einen Artgenossen.

 

Probleme bei der Vergesellschaftung

Probleme kann es bei der Vergesellschaftung unterschiedlicher Vogelarten vor allem dann geben, wenn die Tiere in Brutstimmung kommen. Da kann es passieren, dass die Sittiche ganz plötzlich aufeinander losgehen und sich jagen und verletzen. Eine Vergesellschaftung sollte deshalb nur wohl überlegt stattfinden und die Vögel dürfen sich nicht weitgehend selbst überlassen werden.  
Um Aggressionen möglichst frühzeitig zu bemerken, ist es wichtig, die Tiere gut zu beobachten und ihre Eigenarten gut zu kennen. Bei Verhaltensänderungen sollte man die Vögel getrennt unterbringen. Vor allem in Zeiten, in denen die Sittiche allein sind, können sonst schwerste Verletzungen bis hin zum Tod eines Vogels entstehen.


 

Nymphensittiche und Wellensittiche

Nymphensittiche und Wellensittiche passen gut zueinander und lassen sich meist problemlos gemeinsam halten. Da die kleinen Wellensittiche jedoch oft ziemlich frech und teilweise auch aggressiv sind, ist es besonders wichtig, dass die größeren Nymphensittiche sehr friedlich sind und sich nicht von den Wellensittichen provozieren lassen. Ansonsten kann es zu schweren Verletzungen der Wellensittiche kommen, die den Nymphensittichen körperlich natürlich völlig unterlegen sind. Deshalb ist es wichtig, dass man als Halter die Sittiche gut beobachtet und auf sie aufpasst.

Tipp: Keinesfalls darf man Nymphensittiche mit den aggressiven Agaporniden (Unzertrennliche) oder mit großen Papageien zusammen halten. Die Verletzungsgefahr für die Nymphensittiche ist zu groß.



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