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Nymphensittiche

Nymphensittiche (Nymphicus hollandicus), englisch Cockatiel, gehören zur Ordnung der Papageien (Psittaciformes), die in Australien beheimatet sind. Nach den Wellensittichen sind sie die beliebtesten, von Menschen gehaltenen Vögel. Das liegt an ihrem freundlichen Wesen und an der relativ unkomplizierten Haltung.
Lange Zeit war man sich nicht sicher, ob Nymphensittiche zu den Sittichen oder den Kakadus zu zählen sind. Neuere biochemische, morphologische, genetische und verhaltensbiologische Untersuchungsmethoden zeigen jedoch, dass sie zu den Kakadus gehören. Sie sind somit keine Sittiche, sondern kleine Papageien.
Nymphensittiche leben paarweise oder in kleinen Schwärmen von bis zu 25 Tieren. Nur an beliebten Nahrungs- oder Wasserstellen können mehrere tausend Vögel zusammenkommen. Sie fühlen sich in trockenen Savannen, Steppen Wäldern und in der Nähe von Weide- und Getreideland wohl. Durch ihren geradlinigen schnellen Flug können sie problemlos große Distanzen überwinden.

 

Nymphensittiche Aussehen

Das Federkleid  wildlebender Nymphensittiche ist grau und ihr Gesicht ist durch eine gelbe Maske und einen orangefarbenen Wangenfleck gekennzeichnet. Sie haben einen langen Schwanz, spitze Flügel und einen schlanken Körper, also gute Voraussetzungen für einen schnellen Flug. Die grauen Füße der Nymphensittiche haben vier Zehen, von denen zwei nach vorne und zwei nach hinten zeigen. Ihr Schnabel ist dunkelgrau.
Das auffälligste Merkmal der Nymphensittiche ist jedoch die Federhaube auf ihrem Kopf, mit deren Hilfe sie ihrer Stimmung Ausdruck verleihen. Man kann an ihr Freude, Angst, Aufregung oder Entspannung erkennen.
Ein weiteres bemerkenswertes Kennzeichen sind die weißen Flügeldecken, die wahrscheinlich den einzelnen Vögeln im Flug ein optisches Signal geben, das dem Zusammenhalt des Schwarms dient.
Wilde Nymphensittiche sind ungefähr 30-34 cm lang und wiegen 80-100 g. Die als Haustiere gehaltenen Nymphensittiche sind etwas größer und schwerer. Sie können bis zu 38 cm groß und 120 g schwer werden.

 

Nymphensittich: Männchen oder Weibchen

Ob es sich bei einem Nymphensittich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, kann man bei wildfarbenen Vögeln am Gefieder erkennen (Geschlechtsdimorphismus). Gesicht und Kehle der Männchen sind gelb (Gesichtsmaske) und auf den Wangen befindet sich ein orangeroter Fleck. Die Federhaube ist am Kopf gelb und wird nach oben hin grau. Die Unterseiten von Schwanz und Flügeln sind dunkelgrau. Beim Weibchen sind Gefieder, Gesicht, Kehle und Wangenfleck blasser und grauer. Auch die Federhaube ist überwiegend grau mit nur einem leichten gelben Schimmer. Auffallend beim Nymphensittichweibchen sind die gelb gebänderte Unterseite des Schwanzes und die gelb getupfte Unterseite der Flügel. Diese

Geschlechtsunterschiede erkennt man bei jungen Nymphensittichen noch nicht. Diese sehen bis zum Alter von etwa fünf Monaten aus wie die Weibchen.
Bei vielen neuen Züchtungen ist der Unterschied zwischen Hahn und Henne häufig nicht mehr am Gefieder erkennbar. Durch längere Beobachtung der Vögel, kann man jedoch Verhaltensmerkmale (z.B. Balzen) feststellen, die auf ein Geschlecht hindeuten. Um absolute Sicherheit bei der Geschlechtsbestimmung zu erhalten, sollte man einen Gentest durchführen lassen.

 

Nymphensittich Alter

Nymphensittiche haben eine Lebenserwartung von etwa 25 Jahren. In Einzelfällen können sie bis zu 30 Jahre alt werden. Durch schlechte Haltungsbedingungen (unzureichende Hygiene, Vereinsamung, Einzelhaltung, nicht artgerechte Ernährung, zu wenig Freiflug etc.) verkürzt sich das Leben vieler Nymphensittiche, so dass viele schon in jungen Jahren Jahren sterben.

 

Nymphensittich Farbe

Die Gefiederfarben von Nymphensittichen sind überwiegend grau, gelb und weiß. Man findet bei ihnen kein Blau und kein Grün, was sehr ungewöhnlich ist, da diese Farben bei Papageien ansonsten sehr häufig vorkommen. Durch Züchtungen sind Nymphensittiche heute in vielen Farben zu erhalten. Zu den beliebtesten Farbschlägen gehören der Lutino, der Albino (weiß),  der Zimtfarbene Nymphensittich, der Weißkopf Nymphensittich und die Schecken.
Als „Geperlt“ wird ein Nymphensittiche bezeichnet, wenn auf Rücken und Flügeln gelbe Perlen zu sehen sind. Da sich bei Hähnen die Perlung nach der ersten Mauser verliert, handelt es sich bei geperlten erwachsenen Tieren immer um Hennen.

 



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