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Tribus Plattschweifsittiche, Haltung

Viele Arten des Tribus Plattschweifsittiche (Achtung: im Deutschen wird die Gattung Platicercus ebenfalls als Plattschweifsittich bezeichnet) werden besonders häufig in menschlicher Obhut gehalten. Die Zucht ist unkompliziert und sie werden schnell zutraulich, sind liebenswürdig und ihre Haltung ist nicht besonders anspruchsvoll.
Aggressives Verhalten zeigen die meisten der Plattschweifsitticharten nur während der Brutzeit. Dann verhalten sie sich sehr territorial. Brutpaare sollte man deshalb während der Brutzeit vom Rest des Schwarmes trennen.
Die intelligenten Plattschweifsittiche benötigen eine ausgewogene Ernährung, eine Voliere oder einen großen Käfig, viel Freiflug, Spielzeug, Kletterbäume, ausreichend Beschäftigung und vor allem Artgenossen, da sie wie fast alle Papageien Schwarmvögel sind. Einzelhaltung ist für sie quälend und fördert Verhaltensstörungen wie zum Beispiel Schreien und Rupfen.

Ernährung der Plattschweifsittiche

In ihrer Heimat suchen die meisten Plattschweifsittiche ihre Nahrung auf dem Boden. Sie fressen hauptsächlich reife und halbreife Samen, Getreide, Früchte, Beeren und (Un-)Kräuter. Auch Insekten verschmähen sie nicht.
Die Ernährung der Plattschweifsittiche in menschlicher Obhut entspricht der Ernährung anderer Großsittiche.  Als Basis Futter eignet sich eine Körnermischung, die jedoch durch Kräuter, Gemüse und Obst ergänzt werden sollte. Als Alternative ist eine Fütterung mit Extrudaten oder Pellets zu empfehlen.

 

Plattschweifsittiche Verhalten

Das Verhalten der Plattschweifsittiche entspricht im Allgemeinen dem Verhalten anderer Sitticharten. Besonders ist, dass einige Arten ihren Fuß wie große Papageien nutzen können. So halten sie die Nahrung mit dem Fuß fest und führen sie zum Schnabel. Während sie abbeißen oder ein Korn schälen, behalten sie die ganze Zeit die Nahrung im Fuß.
Die meisten Plattschweifsittiche, mit Ausnahme des Bourkesittichs, baden sehr gerne. Ihnen sollte täglich eine Badewanne oder eine Dusche zur Verfügung stehen.

Soziale Gefiederpflege der Plattschweifsittiche

Auffallend bei den Plattschweifsittichen ist, dass die „soziale Gefiederpflege “, die typisch für fast alle Papageien ist, bei ihnen nicht vorkommt. Nur die Wellensittiche und einige Arten der Singsittiche bilden eine Ausnahme. Die anderen Plattschweifsittiche sind Distanztiere, die sogar zu ihrem Partner Abstand halten, sich nicht kraulen, keine gegenseitige Gefiederpflege betreiben und auch nicht miteinander schnäbeln. Nur das Balzfüttern, bei dem das Weibchen wie ein Jungvogel um Futter bettelt und vom Männchen gefüttert wird, findet zwischen zwei Partnern statt. Dadurch wird die Partnerschaft hergestellt und gefestigt.
Die Abwesenheit der sozialen Gefiederpflege bedeutet jedoch nicht, dass Plattschweifsittiche auf die Gesellschaft von Artgenossen verzichten könnten. Mit ihren Partnern fressen, spielen und schlafen sie gemeinsam. Einzeln gehaltene Plattschweifsittiche leiden sehr unter ihrer Einsamkeit.

Tipp: Weitere Info erhalten Sie auf unseren Seiten Tribus Plattschweifsittiche und deren Gattungen und Arten.

 
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