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Plattschweifsittiche

Plattschweifsittiche, mit lateinischem Namen Platycercus, sind eine Gattung aus der Familie der eigentlichen Papageien (Psittacidae) und gehören zum Tribus der Plattschweifsittiche (Platycercini). Leider ist es etwas verwirrend, dass in der deutschen Sprache sowohl die Gattung Platycercus als auch der Tribus Platycercini als Plattschweifsittiche bezeichnet werden. Auf diesen Seiten beschreiben wir die Gattung.
Plattschweifsittiche zählen zu den bekanntesten und am häufigsten vorkommenden Papageien Australiens. Auch in menschlicher Obhut findet man sie sehr häufig, da sie aufgrund ihres farbenprächtigen Gefieders wahre Schönheiten sind. Zudem ist ihre Haltung nicht sehr anspruchsvoll und die Zucht gelingt fast immer. Nur der Brownsittich stellt eine Ausnahme dar. Er ist schwieriger zu halten und zu züchten und man sieht ihn nur selten in Volieren oder Käfigen.


 

Lebensraum der Plattschweifsittiche

Plattschweifsittiche leben ursprünglich in den subtropischen Gebieten von Australien, Tasmanien und den kleinen vorgelagerten Inseln. Nur der Brownsittich hält sich im tropischen Nordaustralien auf. In freier Natur findet man die Sittiche in kleinen Schwärmen in Wäldern, Baumsavannen und Galeriewäldern. Viele Plattschweifsitticharten sind zu sogenannten Kulturfolgern geworden. Ihre Lebensbedingungen sind in der Nähe des Menschen deutlich besser. Felder, Obstplantagen und Gärten erleichtern die Futtersuche und an Viehtränken können sie ihren Wasserbedarf decken

 

Plattschweifsittiche Aussehen

Plattschweifsittiche sind mit einer Größe von 26 cm – 37 cm und einem Gewicht von 75 g – 170 g für einen Papagei mittelgroß.
Plattschweifsittiche haben ihren Namen aufgrund ihres charakteristisch langen Schwanzes mit den breiten Steuerfedern erhalten, der fast die Hälfte ihrer Körpergröße ausmacht. Er ist stufig und länger als die Flügel. Die vier mittleren Schwanzfedern sind meist gleich lang, nach außen hin werden die restlichen

Schwanzfedern immer kürzer. Bei den Flügelfedern fällt auf, dass die zweite bis fünfte Handschwinge an der Außenseite eingebuchtet ist. Die Deckfedern auf dem Rücken der Plattschweifsittiche sind breit gesäumt, was im Aussehen an die Schuppenzeichnung einer Schlange erinnert. Alle Arten haben einen Wangenfleck, der entweder weiß, gelb oder blau ist. Ihr Oberschnabel ist relativ kräftig und weist eine Einkerbung vor.
Die Vögel können bei artgerechter Haltung 15-20 Jahre alt werden.

 

Plattschweifsittiche Männchen und Weibchen

Männchen und Weibchen der Plattschweifsittiche unterscheiden sich bei den meisten Arten kaum (Geschlechtsdimorphismus). Die Gefiederfarben sind bei einigen Arten gleich, bei anderen sind die des Weibchens etwas blasser. Die Hähne sind in der Regel etwas kräftiger gebaut als die Hennen, was man besonders an ihrem Kopf und Schnabel erkennen kann. Eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung erhält man jedoch nur durch eine DNA-Analyse oder eine Endoskopie. Eine Ausnahme bildet der Stanleysittich, bei dem das Geschlecht äußerlich gut erkennbar ist.


 

Gefahren für Plattschweifsittiche

Die größte natürliche Gefahr der Plattschweifsittiche sind Greifvögel. Bedrohlicher für sie sind jedoch die Menschen. Einige Arten richten auf den Feldern große Schäden an und sind deshalb ganzjährig zum Abschuss freigegeben. Auch aus Europa eingeführte Tiere sind eine Bedrohung für die Vögel. Füchse und verwilderte Hauskatzen töten die Sittiche und rauben deren Nester aus, der europäische Star ist ein Konkurrent um Bruthöhlen und verdrängt die Plattschweifsittiche von ihren Nistplätzen.

 

Plattschweifsittich Info

Ausführliche Informationen zu allen in menschlicher Obhut gehaltenen Plattschweifsitticharten können Sie demnächst auf unseren artspezifischen Seiten nachlesen.

Tipp: Weitere Info erhalten Sie auf den Seiten Plattschweifsittiche Haltung , Zucht und Arten.

 
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