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Australische Sittiche Zucht

Die meisten australischen Sittiche sind relativ leicht zu züchten. So ist es auch kein Wunder, dass sie die am häufigsten gezüchteten Vögel in Europa sind. Ihr Bruttrieb ist stark und die Aufzucht der Jungen unproblematisch. Im Gegensatz zu einigen anderen Sittich – und Papageienarten stellt die Zusammenstellung eines harmonierenden Brutpaares in der Regel kein Problem dar, vor allem wenn man die noch nicht verpaarten Vögel in einem größeren Schwarm hält und die Auswahl des Partners den Sittichen selbst überlässt.
Aber auch hier keine Regel ohne Ausnahme. Amboina-Königssittiche, Timor-Rotflügelsittiche, Goldschultersittiche und Hornsittiche sind schwieriger zu züchten und werden u.a. deshalb nur selten gehalten. Man kann sie meist nur bei spezialisierten Züchtern für einen relativ hohen Preis kaufen.


 

Nistkasten für australische Sittiche

Als Nistmöglichkeiten eignen sich für australische Sittiche handelsübliche Nistkästen und Naturstammnisthöhlen, die mit einer circa 5 cm hohen Schicht Hobelspäne oder gehäckselten Holzstückchen ausgelegt werden. Das Nistmaterial sollte regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ausgewechselt werden. Die Größe des Nistkastens und des Einschlupflochs hängen von der Größe der Sittichart ab.

 

Brut bei australischen Sittichen

Australische Sittiche legen genau wie alle anderen Papageien weiße Eier, deren Größe von der Art abhängig ist. Im Abstand von etwa zwei Tagen legen die Hennen 3-8 Eier. Mit dem Brüten beginnen sie nach der Ablage des ersten, zweiten oder dritten Eis. Das Männchen beteiligt sich nicht aktiv bei der Brut, bleibt jedoch meist in der Nähe des Weibchens und versorgt es mit Futter.

 

Aufzucht der Nestlinge

Sittiche sind Nesthocker, das bedeutet, dass frisch geschlüpfte Küken keine Federn haben, nicht flugfähig sind, sich nicht alleine ernähren können und absolut abhängig von der Versorgung durch ihre Eltern sind. Das Weibchen hudert und füttert die Jungen anfangs allein. Später, wenn die Jungvögel mehr Futter benötigen, beteiligt sich auch das Männchen aktiv an der Fütterung.
Im Alter von 7-10 Tagen öffnen die Küken ihre Augen und die Federn beginnen sich zu zeigen. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem die Beringung stattfinden sollte. Im Alter von 6-7 Wochen sind die Nestlinge von Großsittichen so weit, dass sie die Bruthöhle

verlassen können. Kleinere Sittiche (Wellensittiche und Grassittiche) sind schon mit circa 30 Tagen flügge. Zu diesem Zeitpunkt darf man die Jungtiere jedoch keinesfalls schon von ihren Eltern trennen, da sie noch nicht futterfest und ebenfalls noch nicht sozialisiert sind. Um ausreichend selbstständig fressen zu können, benötigen sie noch weitere vier Wochen. Erst dann sind die kleinen Vögel so weit, dass sie ihre Kinderstube verlassen können.

 

Probleme beim Züchten australischer Sittiche

Der starke Bruttrieb führt bei einigen australischen Sittichen immer wieder zu Legezwang, was sehr bedrohlich für die Weibchen werden kann. Durch Eier, die im Vergleich zur Körpergröße recht groß sind, kommt es relativ häufig zur lebensgefährlichen Legenot. Von unseren vier Laufsittich-Hennen sind zwei an dieser Problematik gestorben und eine konnte nur mit viel Glück in der Tierklinik gerettet werden.
Desweiteren legen vor allem zu junge Zuchtpaare unbefruchtete Eier. Um die Gesundheit der Brutvögel zu erhalten, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Sittiche nicht zu jung mit der Brut beginnen. Wann der geeignete Zeitpunkt ist, hängt von der Art ab, da Erwachsenwerden und Reife nicht bei allen Arten zum gleichen Zeitpunkt stattfinden. Meist sind kleinere Sittiche wie Wellensittiche und Grassittiche eher zuchtreif als größere Arten wie Königs- und Plattschweifsittiche.

 
Züchter Australischer Sittiche

Viele australische Sitticharten wurden im Laufe der Jahre so gezüchtet, dass sie an Größe und Gewicht zunahmen, damit sie den von Zuchtverbänden vorgegebenen Standards entsprechen. Nur Züchter, die sich an diese Standards halten, haben auf Ausstellungen die Chance, gut bewertet zu werden und damit hohe Preise für ihre Vögel zu erzielen. Das führte dazu, dass es in menschlicher Obhut kaum noch Tiere des ursprünglichen Wildtyps gibt.
Die Tendenz zu solch überzüchteten Vögel, hat jedoch zwei schwerwiegende Nachteile. Einerseits werden diese zu großen und zu schweren Sittiche schneller krank und sterben früher, andererseits gibt es nur noch selten reinerbige australische Sittiche in der Zucht, was vor allem bei den bedrohten Arten ein Problem ist.
Ebenfalls nachteilig wirken sich sogenannte Transmutationen aus. Hierbei werden verschiedene Arten miteinander gekreuzt, um bestimmte Farben, die in einer Art vorkommen, auf eine andere zu übertragen. So kreuzt man beispielsweise gerne gelbe Ziegensittiche mit Springsittichen, um “Gelb” auf diese Sittichart zu übertragen. Das hat zur Folge, dass es kaum noch artenreine Springsittiche gibt.
Wir wünschen uns, dass es auch in Zukunft noch Züchter gibt, die es sich zur Aufgabe machen, australische Sittiche in ihrer ursprünglichen Farbe und Größe zu züchten und damit den Wildtyp zu erhalten. Vor allem wünschen wir uns jedoch, dass bei der Festlegung der sogenannten “Standards” mehr Wert auf die Gesundheit der Sittiche gelegt wird als auf deren maßgebliche Schönheit.

 
Australische Sittiche und ihre Mutationen

Die Anzahl der Mutationen bei australischen Sittichen ist unüberschaubar. Allein bei den Wellensittichen gibt es um die 800 Farbvarietäten. Diese Farbmutationen haben nichts mehr mit dem ursprünglichen Wildtyp der Vögel zu tun. Dennoch ist der Wunsch vieler Halter nach besonders bunten und farbintensiven Sittichen durchaus nachvollziehbar und auch nicht verwerflich. Jedoch sollte man darauf achten, überzüchtete, nach Standard designte Vögel nicht zu kaufen, da diese häufig unter Krankheiten leiden und früh sterben und man mit dem Kauf eines solchen Sittichs dem Leiden der Vögel Vorschub leistet. Wie in allen anderen Lebensbereichen bestimmt auch hier die Nachfrage den Markt.

 

Australische Sittiche zu verkaufen

Jungvögel, die gerade ihr Nest verlassen haben, müssen Vieles lernen. Dazu gehört das selbstständige Fressen, das Sozialverhalten mit ihren Artgenossen und das Flug- und Landeverhalten. Anfangs sind die Tiere noch sehr ungeschickt und es bedarf einiger Übung, bis sie zu solch geschickten Flugkünstlern wie ihre Eltern werden. Genau wie kleine Säugetiere, spielen auch junge Vögel sehr gern und viel. Gegenstände werden erkundet und Verhaltensweisen spielerisch eingeübt.
Gefährlich kann es für die kleinen Sittiche werden, wenn sie noch nicht in der Lage sind, sich selbstständig zu ernähren. Sie verbleiben nach dem Ausfliegen noch einige Zeit bei ihren Eltern und werden von ihnen gefüttert. Erst wenn sie futterfest sind, dürfen sie von den Eltern getrennt werden.
Seriöse Züchter achten darauf, einen Jungvogel, der noch nicht vollständig alleine frisst, keinesfalls zu verkaufen. Nicht futterfeste Jungvögel können verhungern oder haben aufgrund der Mangelernährung im „Kleinkindalter“ lebenslang gesundheitliche Probleme.

Tipp:  Weitere Info zum Thema finden Sie auf unseren Seiten australische Sittiche , deren Arten und Gattungen und Haltung.
Ausführliche Informationen über die Zucht von Sittichen können Sie ebenfalls bei uns finden.

 



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